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Von universitärer Spitzenforschung zur Marktreife: Das Karlsruher Deep-Tech-Startup Rheoo zeigt, wie Ausgründungen gelingen

 

Große Innovationen beginnen oft im Unsichtbaren. Wer heute durch den Zeiss Innovation Hub auf dem Campus Nord des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) läuft, ahnt vielleicht nicht, dass genau hier an der Zukunft der optischen Industrie geschraubt wird. Das junge Startup Rheoo GmbH zeigteindrucksvoll, wie der Sprung aus der universitären Spitzenforschung direkt in die Praxis gelingt und macht damit Mut, in Baden-Württemberg zu gründen.

Der Impuls: Vom Forschungsprojekt in die Anwendung

Alles begann mit einem Forschungsprojekt am KIT, das von der Baden-Württemberg Stiftung finanziert wurde. Das Team um Gründerin Dr. Qiaoshuang Zhang entwickelte ein Verfahren, bei dem nanometerdünne Schichten mit einem herkömmlichen Farbdrucker übereinandergelegt werden, um die Reflexion und Übertragung von Licht präzise zu steuern. Solche optischen Beschichtungen stecken in fast allen modernen Technologien: von Smartphone-Displays und Kameras über Lasersysteme bis hin zur medizinischen Mikroskopie.

Nach Veröffentlichungen in Fachmagazinen und Präsentationen auf großen Industriemessen wie der Hannover Messe war das Interesse der Wirtschaft groß. Der Entschluss stand fest: Wir gründen aus!

Das Fundament: Starker Patentschutz für eine innovative Idee

Für Studierende und Forschende, die über eine Ausgründung nachdenken, stellt sich schnell die Frage: Wie schütze ich meine Idee? Für Rheoo stand fest, dass der Erfolg maßgeblich an einer starken IP-Strategie (Intellectual Property) hängt. Das Team entwickelte ein weltweit einzigartiges Herstellungsverfahren. Das dazugehörige Patent gehört der Baden-Württemberg Stiftung, doch über einen exklusiven Lizenzvertrag – begleitet durch die Technologie-Lizenz-Büro (TLB) GmbH – kann das Startup die Technologie exklusiv nutzen und vermarkten.

Dieser Schutz sichert dem jungen Unternehmen den nötigen Wettbewerbsvorteil. Unterstützt durch den „EXIST-Forschungstransfer“ konnte das Team die Technologie Schritt für Schritt weiterentwickeln.

Der Meilenstein: Aus dem Labor in die reale Industrie

Im vergangenen Jahr gelang Rheoo der entscheidende Durchbruch: der Sprung vom reinen Labor-Muster hin zu echten Industrieproben. Die an Pilotkunden ausgelieferten Chargen haben die harten Qualitätstests der Industrie erfolgreich bestanden. Technologisch war dies ein riesiger Meilenstein (von TRL 4 auf TRL 5), der beweist: Die Technologie ist marktreif.

Blick in die Zukunft: Skalierung und vollautomatische Produktion

Heute arbeitet das Karlsruher Startup bereits mit namhaften Pilotkunden aus relevanten Branchen wie der Automobilindustrie, der Sensorik und der Unterhaltungselektronik zusammen. Innerhalb des nächsten Jahres soll eine vollautomatisierte Pilotlinie aufgebaut werden, um die Produktionskapazitäten massiv zu steigern und die technischen Validierungsphasen (EVT) der Industriepartner zu bedienen.

Die Geschichte von Rheoo zeigt Studierenden und Forschenden im Südwesten: Wer eine innovative Idee im Labor hat, ist in Baden-Württemberg nicht allein. Mit der richtigen Kombination aus Forschungsgeist, starker finanzieller und struktureller Förderung durch die Baden-Württemberg Stiftung und professionellem Schutzrecht-Management durch das TLB wird aus Wissenschaft echter wirtschaftlicher Erfolg.

Aus Ideen Werte schaffen:

Die Technologie-Lizenz-Büro (TLB) GmbH ist eine deutsche Agentur für Innovations-, Erfindungs- und Patentmanagement. Seit über 25 Jahren begleitet TLB Hochschulen, Unternehmen und Erfinder:innen verlässlich von der ersten Idee bis zum wirtschaftlichen Markterfolg. Als strategischer Partner an der Schnittstellevon Wissenschaft und Wirtschaft bietet das Expertenteam maßgeschneiderte Services, um technologische Innovationen rechtlich zu schützen und erfolgreich zu vermarkten.

Posted by on 28. Juli 2026.

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Categories: Allgemein

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