IINews



« | »

Vom Klassenzimmer ins KI-Business: Wie ein 18-Jähriger IndustriAI Consulting gründet

 

Für die meisten Jugendlichen dreht sich das letzte Schuljahr vor dem Abitur um Klausuren, Zukunftspläne und die Frage, was nach der Schule kommt. Für Nico Bergstreiser ist diese Frage bereits beantwortet. Der 18-Jährige baut parallel zu seinem Schulalltag sein eigenes Unternehmen auf: IndustriAI Consulting.

Sein Fokus liegt auf einem Thema, das gerade erst beginnt, den Mittelstand zu verändern: künstliche Intelligenz im Kundenkontakt.

Doch der Gedanke, selbst ein Unternehmen zu gründen, kam nicht erst vor Kurzem. Schon als Kind interessierte sich Bergstreiser für Unternehmertum. „Ich habe mich schon mit sechs oder sieben Jahren dafür begeistert, wie Unternehmen funktionieren und wie man eigene Ideen umsetzen kann“, erzählt er.

Vor rund drei Jahren stieß er dann intensiver auf das Thema künstliche Intelligenz. Was als Interesse begann, wurde schnell ein fester Bestandteil seines Alltags. Er experimentierte mit Tools, baute eigene Abläufe und erkannte das Potenzial für Unternehmen.

Der entscheidende Gedanke kam, als er sich selbstständig machen wollte. „Ich habe gemerkt, dass ich sowieso jeden Tag mit KI arbeite. Also habe ich mir gesagt: Warum mache ich daraus nicht mein eigenes Unternehmen?“

So entstand IndustriAI Consulting– noch während seiner Schulzeit.

Das Unternehmen konzentriert sich auf ein Problem, das viele Betriebe kennen, aber oft unterschätzen: verlorene Kundenanfragen. Anrufe, die niemand annimmt. Nachrichten, die zu spät beantwortet werden. Interessenten, die sich einfach beim nächsten Anbieter melden.

Mit KI-gestützten Telefon- und Chatlösungen will Bergstreiser genau dieses Problem lösen. Die Systeme nehmen Anfragen rund um die Uhr an, beantworten häufige Fragen und leiten nur relevante Gespräche an Mitarbeiter weiter. So sollen Betriebe erreichbar bleiben, ohne zusätzliche Personalkostenoder unpersönliche Callcenter.

Besonders kleine und mittelständische Unternehmen stehen dabei im Fokus. Viele von ihnen haben keine eigenen IT-Abteilungen, aber trotzdem steigende Anfragen und wachsenden Zeitdruck. IndustriAI Consulting setzt deshalb auf individuell eingerichtete Lösungen statt auf starre Standardsoftware.

Der Alltag als Schüler und Gründer gleichzeitig bringt allerdings auch Herausforderungen mit sich. Schule, Termine, Aufbau des Unternehmens und Selbstorganisation müssen jeden Tag unter einen Hut gebracht werden. „Es gab Phasen, in denen es wirklich anstrengend war“, sagt Bergstreiser. „Aber genau das gehört dazu, wenn man etwas Eigenes aufbauen will.“

Trotz seines jungen Alters denkt er bereits langfristig. In den kommenden Jahren soll IndustriAI Consulting in verschiedenen Branchen aktiv sein und künstliche Intelligenz zu einem selbstverständlichen Werkzeug im Alltag von Betrieben machen.

„Viele denken bei KI an Zukunftsmusik oder an große Konzerne“, sagt er. „Aber in ein paar Jahren wird das für kleine Betriebe genauso normal sein wie eine Website oder eine Telefonanlage.“

Mit dieser Vision arbeitet der 18-Jährige weiter an seinem Unternehmen – oft nach dem Unterricht, zwischen Hausaufgaben und Kundenterminen.

Posted by on 7. Februar 2026.

Tags: , , , ,

Categories: Allgemein

No Responses Yet

You must be logged in to post a comment.

« | »




Neueste Beiträge


Seiten



fabino - News von Erzeugern und Herstellern von Lebensmitteln, Getränken und Zutaten