VINUM Deutscher Rotweinpreis 2026– Wie Deutschland rot wurde!

Devonschiefer Spätburgunder R 2019 vom Weingut H. J. Kreuzberg ist Rotwein des Jahres – Aldinger wird Roter Riese – Knipser erhält den Jubiläumstitel Roter Gigant – Winzerhof Strebel ist Newcomer des Jahres – 40. Ausgabe zeigt die ganze Klasse deutscher RotweineDer VINUM Deutsche Rotweinpreis feiert 2026 seine 40. Ausgabe– und zeigt eindrucksvoll, wie weit sich deutscher Rotwein in vier Jahrzehnten entwickelt hat. Was 1987 mit rund 300 angestellten Weinen begann, ist heute der wichtigste Gradmesser für Spätburgunder, Lemberger, Cuvées, internationale Rebsorten und historische deutsche Klassiker. Zum Jubiläum steht nicht Nostalgie im Mittelpunkt, sondern die Gegenwart: kühle Stilistiken, präzise Herkunft, feine Tannine, große Balance – und Weine, die längst nicht mehr beweisen müssen, dass Deutschland Rotwein kann.«Der deutsche Rotwein ist erwachsen geworden“, sagt VINUM-Chefredakteur Harald Scholl. „Er muss heute nicht mehr laut auftreten, um ernst genommen zu werden. Die besten Weine zeigen Herkunft, Spannung, Präzision und eine neue Selbstverständlichkeit. Genau diese Entwicklung hat der VINUM Rotweinpreis über vier Jahrzehnte begleitet, befeuert und sichtbar gemacht.»Rotwein des Jahres: Kreuzbergs Devonschiefer Spätburgunder R 2019Der beste deutsche Rotwein des Jahres kommt von der Ahr: Der 2019 Devonschiefer Spätburgunder R vom Weingut H. J. Kreuzberg in Dernau wurde mit 97 Punkten bewertet und ist Rotwein des Jahres 2026. Der gereifte Spätburgunder aus der Kategorie Vintage überzeugte mit ätherischer Kühle, herbalen Noten, Fasswürze, animalischen Anklängen, Waldboden, Nelke und Eisen. Am Gaumen zeigt er dichte schwarze Kirsche, Süßholz, viel Saft, mineralischen Zug, animierende Säure, reifes Tannin und große Eleganz. Ein Wein mit Länge, Balance und jener kühlen Ahr-Präzision, die große deutsche Spätburgunder heute auszeichnet.Aldinger ist Roter Riese 2026Der Ehrentitel Roter Riese 2026 geht an das Weingut Aldinger in Fellbach. Kaum ein Betrieb hat die Entwicklung des deutschen Rotweinsüber so viele Jahre so beharrlich geprägt und immer wieder mit starken Ergebnissen untermauert. Vater Gert Aldinger gehört zu den Pionieren des deutschen Rotweinwunders; seine Söhne Hansjörg und Matthias führen den Betrieb heute mit einer Kollektion, die Jahr für Jahr zeigt, wie präzise, kühl und charaktervoll Rotwein aus Württemberg sein kann.Auch ohne Kategoriensieg unterstreicht Aldinger 2026 seine Ausnahmestellung: zwei zweite Plätze und ein dritter Platz sind ein starkes Zeichen für Breite und Konstanz. Der Fellbacher Lämmler Lemberger GG 2024 erreichte in der Kategorie Lemberger Platz zwei mit 96 Punkten, der GJA trocken 2020 wurde Zweiter bei den Cuvées, der Fellbacher Lämmler Kaiser GG 2024 Dritter in der KategorieSpätburgunder ab40 Euro. Der Titel Roter Riese ist damit keine Momentaufnahme, sondern Anerkennung für eine lange und noch längst nicht auserzählte Rotweingeschichte.Roter Gigant: Knipser, LaumersheimZum Jubiläum vergibt VINUM erstmals den Titel „Roter Gigant“ – für den besten Betrieb aus 40 Jahren Deutscher Rotweinpreis. Die Auszeichnung geht an das Weingut Knipser aus Laumersheim. Das ist keine Archivromantik, sondern die logische Pointe einer langen Rotweingeschichte. Schon 1987 gehörte Knipser zu den beiden Spätburgunder-Siegern der Premiere. Doch entscheidend ist, was danach kam: frühe Erfolge mit Portugieser, Dornfelder, Schwarzriesling, St. Laurent, Cabernet Sauvignon und Barrique-Weinen, regelmäßige Finalplätze und eine Präsenz, die VINUM schon in den 1990er Jahren von den «Seriensiegern aus der Pfalz» sprechen ließ.Werner und Volker Knipser haben deutschen Rotwein früh ernst genommen, aber nie eng gedacht. In Laumersheim war Rotwein kein Pflichtfach, sondern Werkstatt, Neugier und manchmal auch Provokation. Was heute selbstverständlich klingt – Barrique, internationale Sorten, Cuvées, eigenständige Rotweinstilistik aus Deutschland – war damals Aufbruchgegen Gewohnheit und manche amtliche Stirnfalte. Der Rote Gigant geht deshalb an Knipser, weil aus einem frühen Sieg 1987 ganz außergewöhnliche Kontinuität wurde.Vielfalt auf hohem NiveauDie Gewinnerliste des Jahres 2026 zeigt, wie breit deutscher Rotwein heute aufgestellt ist. Spätburgunder bleibt die Leitkategorie, doch Lemberger, Cabernet Franc, Merlot, Syrah, Frühburgunder, Cuvées, Tauberschwarz, Zweigelt, Carménère und Lagrein belegen, dass die Szene längst mehr ist als ein Burgunderthema. Zu den Kategorie-Siegern zählen unter anderem Weingut Oliver Schell an derAhr, Weingut Idler aus Weinstadt, Weingut Rainer Schnaitmann aus Fellbach, Graf Neipperg aus Schwaigern, Fritz Waßmer aus Baden, Weinkonvent Dürrenzimmern, Martin Waßmer, Trockene Schmitts, Weingut Leiss, Weingut Hofmann und erneut Weingut Idler.Auch die Sonderauszeichnungen zeigen die Bandbreite des Wettbewerbs: Rainer Schnaitmann stellt mit dem Fellbacher Lämmler GG 2024 den besten Bio-Rotwein des Jahres, Weingut Benz aus Lauda-Königshofen wird als Newcomer des Jahres hervorgehoben. Besonders bemerkenswert: Beide Auszeichnungen stehen nicht für Randnotizen, sondern für zentrale Entwicklungen der Szene – konsequente ökologische Arbeit auf höchstem Niveau und neue Betriebe, die selbst mit historischen Sorten wie Tauberschwarz für Aufmerksamkeit sorgen.Stuttgart wird zur Bühne des deutschen RotweinsGefeiert wird der 40. VINUM Deutsche Rotweinpreis am 28. November 2026 im Kursaal Bad Cannstatt in Stuttgart. Auf die Preisverleihung am Vormittag folgt ab 13.30 Uhr die Publikumsverkostung„Rotwein-Festival 2026“, am Abend das Champions Dinner. Damit wird Stuttgart für einen Tag zur Hauptstadt des deutschen Rotweins – und Württemberg zum passenden Schauplatz eines Jubiläums, das weit über die Region hinausweist. 30 Weingüter – rund 120 Weine! Melden Sie sich jetzt unter
www.rotweinpreis.dean. Medienschaffende können sich kostenlos anmelden mit dem Code «VINUM 2026». Über den VINUM Deutscher Rotweinpreis Der Deutsche Rotweinpreis wird seit 1987 von VINUM– Europäisches Weinmagazin – verliehen. Initiiert von Rudolf Knoll, gilt er als wichtigster Gradmesser für die Qualität deutscher Rotweine. Verkostet wird in mehreren Blindrunden, die Bewertung erfolgt durch ein unabhängiges Fachgremium.Durch den Abend führt VINUM-Chefredakteur Harald Scholl mit Charme und Expertise.Fakten 20261046 verkostete Weine27 Verkosterinnen und Verkoster15 Weine mit 95 oder mehr Punkten40. Auflage des Wettbewerbs
Posted by on 22. Oktober 2026.
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