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Täuschend echte Shopkopie: GERMENS warnt vor fremder Domain germins[.]de

 

Chemnitz, 26. Juli 2026. Für Besucher ist der Unterschied auf den ersten Blick kaum zu erkennen: Unter der Domain germins[.]de wird derzeit eine Internetseite angezeigt, die dem offiziellen Onlineshop der Chemnitzer Kunstmodemarke GERMENS täuschend ähnlich sieht.

Die fremde Internetadresse unterscheidet sich nur durch einen Buchstaben vom Markennamen. GERMENS wird mit einem„e“ geschrieben, die nicht autorisierte Domain dagegen mit einem „i“.

Der einzige offizielle Onlineshop der Marke ist unter folgender Adresse erreichbar:

https://www.germens.shop/

Auf der fremden Website erscheinen das GERMENS-Logo, Produktbilder, Artikelbeschreibungen, Preise, Kategorien und große Teile der ursprünglichen Shopgestaltung. Auch die Anschrift der Markeking GmbH, der Name von Geschäftsführer René König und Bestandteile der rechtlichen Angaben wurden übernommen.

Die Domain germins[.]de wurde weder von René König noch von der Markeking GmbH registriert oder zur Nutzung freigegeben. Zwischen GERMENS und dem Betreiber dieser Domain besteht keine geschäftliche Verbindung.

„Die Seite sieht nicht wie eine einfache Kopie einzelner Produkte aus. Es wird praktisch der gesamte Auftritt meiner Marke verwendet, einschließlich meines Namens und meiner Unternehmensdaten“, erklärt GERMENS-Gründer René König. „Weil nur ein Buchstabe abweicht, können Kunden sehr leicht glauben, sie befänden sich im offiziellen GERMENS-Shop.“

Keine Bestellungen und keine persönlichen Daten eingeben

GERMENS rät ausdrücklich davon ab, über germins[.]de eine Bestellung vorzunehmen. Besucher sollten dort kein Kundenkonto anlegen und weder persönliche Daten noch Zahlungsinformationen eingeben.

Wer die fremde Seite bereits genutzt hat, sollte prüfen, welche Daten dort übermittelt wurden. Wurde ein Passwort eingegeben, das auch bei anderen Internetdiensten verwendet wird, sollte dieses vorsorglich geändert werden.

Obüber die Domain bereits Bestellungen, Zahlungen oder Kundendaten verarbeitet wurden, wird derzeit untersucht. Gleichzeitig laufen Schritte zur Ermittlung des Domaininhabers und zur Prüfung der technischen Hintergründe.

Solange diese Untersuchungen nicht abgeschlossen sind, bezeichnet GERMENS die Website als mutmaßlichen Fakeshop beziehungsweise als nicht autorisierte Kopie des offiziellen Onlineshops.

Bereits zwei gefälschte GERMENS-Shops im Jahr 2025

Der aktuelle Fall ist nicht der erste Angriff auf die Chemnitzer Marke. Bereits 2025 wurden zwei fremde Internetseiten entdeckt, die sich als GERMENS-Onlineshops ausgaben.

Unter den Domains jeffkelleher[.]shop und noemibishop[.]shop wurden das GERMENS-Logo, Produktfotos, Artikelbeschreibungen und große Teile des Shopauftritts verwendet. Die angebotenen Preise lagen teilweise erheblich unter den tatsächlichen Herstellungskosten der GERMENS-Produkte.

Die damaligen Fälle wurden unter anderem bei den zuständigen Registraren, Hosting- und Sicherheitsdienstleistern, der Verbraucherzentrale sowie bei der Polizei Sachsen gemeldet. Nach mehreren Monaten verschwanden die beiden Seiten wieder aus dem Internet. Die verantwortlichen Betreiber konnten nach Kenntnisvon GERMENS nicht eindeutig ermittelt werden.

Die neue Domain germins[.]de ist besonders problematisch, weil sie dem Namen der Marke sehrähnlich ist und zusätzlich Firmenangaben des Originalunternehmens verwendet.

Eine ausführliche Dokumentation der bisherigen Shopkopien, der Presseberichte und der eingeleiteten Maßnahmen veröffentlicht GERMENS hier:

https://www.germens.shop/fakeshop-germens

Sonderpreis„FAKE-SHOP“ bei der Aktion Plagiarius

Die beiden im Jahr 2025 entdeckten Shopkopien wurden im Februar 2026 durch die Aktion Plagiariusöffentlich angeprangert.

Bei der 50. Verleihung des bekannten Negativpreises auf der Konsumgütermesse Ambiente in Frankfurt wurde erstmals der Sonderpreis „FAKE-SHOP“ vergeben. Dieser richtete sich gegen die nicht ermittelten Betreiber der kopierten Shops.

GERMENS selbst wurde dabei als betroffener Originalanbieter und Rechteinhaber dargestellt. Gegenübergestellt wurden der offizielle GERMENS-Onlineshop und die beiden nicht autorisierten Kopien.

Damit rückte die Aktion Plagiarius erstmals nicht nur die Nachahmung eines einzelnen Produktes, sondern die Übernahme eines vollständigen Marken- und Unternehmensauftritts in den Mittelpunkt.

Auch das Deutsche Patent- und Markenamt griff den Fall auf und stellte ihn als Beispiel für die zunehmende Verbindung von Produktpiraterie, Identitätsmissbrauch und digitalem Betrug vor:

https://www.dpma.de/dpma/veroeffentlichungen/hintergrund/suchen-finden-schuetzen/plagiarius2026/index.html

GERMENS war bereits einige Jahre zuvor von einer besonders engen Produktnachahmung betroffen. Damals wurde ein Künstlerhemd der Marke nahezu vollständig kopiert und erheblich günstiger angeboten.

Die Entwicklung zeigt, wie sich Produktpiraterie verändert hat: Während früher einzelne Kleidungsstücke nachgeahmt wurden, werden heute komplette Onlineshops, Firmengeschichten, Produktangebote und Unternehmensidentitäten übernommen.

„Das Kopieren eines Shopauftritts scheint technisch innerhalb kurzer Zeit möglich zu sein. Die Ermittlung der Verantwortlichen und das Entfernen einer solchen Seite können dagegen Wochen oder Monate dauern“, sagt René König. „Für ein kleines inhabergeführtes Unternehmen ist das eine erhebliche Belastung.“

Reputationsschäden treffen das Originalunternehmen

Besonders problematisch ist nicht nur ein möglicher finanzieller Schaden für Verbraucher. Auch der Ruf des echten Unternehmens kann beeinträchtigt werden.

Bestellen Kunden versehentlich bei einer kopierten Website und erhalten keine Ware, wird derÄrger häufig zunächst mit der bekannten Marke verbunden. Gleiches gilt, wenn Kundendaten missbraucht oder Anfragen nicht beantwortet werden.

Die Betreiber solcher Seiten nutzen damit das Vertrauen, das ein Unternehmenüber viele Jahre aufgebaut hat. Professionelle Produktbilder, ausführliche Beschreibungen und echte Unternehmensinformationen vermitteln Besuchern den Eindruck eines etablierten und verlässlichen Anbieters.

Hinter GERMENS steht dabei kein großer Konzern mit eigener Rechts-, Presse- oder IT-Abteilung. Die Marke wird von René König persönlich geführt. Neben Produktentwicklung, Verkauf, Kundenservice und Organisation muss er daher auch die Dokumentation und Verfolgung der Shopkopien übernehmen.

Verbraucher sollten die Domain genau kontrollieren

GERMENS bittet Kunden und Interessenten, beim Besuch des Onlineshops besonders auf die genaue Schreibweise der Internetadresse zu achten.

Der offizielle Shop lautet:

germens.shop– mit „e“

Die fremde Domain lautet:

germins[.]de– mit „i“

Auf der fremden Website sollten keine Bestellungen ausgelöst, keine Kundenkonten eingerichtet und keine Adress-, Passwort- oder Zahlungsdaten eingegeben werden.

Personen, die dort bereits bestellt oder persönliche Daten übermittelt haben, können sich über die Kontaktmöglichkeiten des offiziellen GERMENS-Onlineshops an René König wenden.

Posted by on 26. Juli 2026.

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Categories: Allgemein

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