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Stuttgart treibt Kreislaufpraktiken im Kulturbereich voran

 

Stuttgart/Speyer, April 2026. Mit dem Fachaustausch zu Kreislaufpraktiken im Kulturbereich ist in Stuttgart ein Austauschprozess gestartet, der Kulturinstitutionen, Kollektive, freie Künstler:innen und weitere Akteur:innen der Stuttgarter Kulturlandschaft im Zeichen der Kreislaufwirtschaft zusammenbringt. Die Veranstaltungsreihe widmet sich dieser Zukunftsfrage mit dem Ziel, bestehende Kreislaufpraktiken sichtbar zu machen, weiterzuentwickeln und neue Ansätze gemeinsam zu erproben. Eingeladen zum Auftakt hatte Jan Stohr, Leiter des Bereichs Nachhaltige Kulturentwicklung im Kulturamt der Landeshauptstadt Stuttgart. Konzipiert und umgesetzt wird das Format von der 2bdifferent GmbH&Co. KG im Auftrag des Kulturamts Stuttgart im Rahmen der Nachhaltigen Kulturentwicklung.

Der erste Fachaustausch fand am 11. März 2026 im Rathaus Stuttgart statt und markierte den erfolgreichen Auftakt der Reihe. Er begann mit einem 30-minütigen inhaltlichen Einstieg von Dr. Christoph Soukup und Anne-Sophie Müller zu Zielsetzung und Aufbau des Fachaustauschs. Im Mittelpunkt standen ein Impuls zur Kreislaufwirtschaft im Zusammenhang mit dem eigenen Handeln, die Einordnung zentraler R-Strategien, Beispiele aus dem Kulturbetrieb, eine interaktive Sammlung Stuttgarter Praxis sowie die Bedeutung von Kreislaufpraktiken für die Kultur als Überleitung zum Thema Ko-Kreation.

Dabei wurde deutlich, dass Kreislaufpraktiken im Kulturbereich weitüber klassische Abfallfragen hinausgehen. Sie betreffen Materialien, Produktionsweisen, Wiederverwendung, Umnutzung, Reparatur und Reduktion, aber auch Inszenierungen selbst sowie neue Formen der Zusammenarbeit. Anica Happich, Kulturarbeiterin, Kuratorin und kulturpolitische Fachexpertin, die abder Spielzeit 2026/27 Teil der Doppelspitze der Schauspieldirektion des Staatstheaters Cottbus sein wird, gab einen Impuls zu „Kooperation, Kollaboration und Ko-Kreation“. Damit wurde der Austausch um eine wichtige Perspektive auf gemeinschaftliches Arbeiten und sektorübergreifende Vernetzung ergänzt.

Mit dem Projekt bringt 2bdifferent seine langjährige Erfahrung in der nachhaltigen Transformation von Kultur-, Event- und Veranstaltungsstrukturen in den Stuttgarter Prozess ein. Für die fachliche und organisatorische Umsetzung arbeitet ein interdisziplinäres Team aus Anne-Sophie Müller, Dr. Christoph Soukup, Kevin Dühr und Jürgen May zusammen.

Bereits am 15. April 2026, folgt der zweite Fachaustausch unter dem Titel„Kreisläufe in der Gesellschaft“. Im Fokus stehen dann die gesellschaftliche Bedeutung von Kreislaufwirtschaft, ihre Rolle für Stadtplanung und Architektur sowie der Transfer in das eigene Handeln.

Geplant sind unter anderem ein Beitrag von Florian Sorg, Kreislaufwirtschaftsbeauftragter der Stadt Stuttgart, zur städtischen Kreislaufwirtschaftsstrategie sowie Praxisimpulse von Markus Bauer und Dominique Dinies von der UTA Architekten&Stadtplaner zur lokalen zirkulären Architekturszene und ihren Berührungspunkten mit dem Kulturbereich. Optional ist zudem ein Exkurs zum IBA-Gelände mit Transferspaziergang vorgesehen.

Die Reihe ist bis November 2026 angelegt und versteht sich als Lern-, Experimentier- und Vernetzungsraum. Sie soll dazu beitragen, im Kulturbereich langfristige Perspektiven, neue Kooperationen und resiliente Arbeitsweisen im Sinne der Kreislaufwirtschaft zu entwickeln. Anmeldungen zur Teilnahme sind online möglich: https://www.stuttgart.de/kultur/kulturservice/kulturentwicklung/anmeldung-fuer-fachaustausch-kreislaufpraktiken-im-kulturbereich

Posted by on 10. April 2026.

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Categories: Allgemein

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