Stuttgart treibt Kreislaufpraktiken im Kulturbereich voran

Der erste Fachaustausch fand am 11. März 2026 im Rathaus Stuttgart statt und markierte den erfolgreichen Auftakt der Reihe. Er begann mit einem 30-minütigen inhaltlichen Einstieg von Dr. Christoph Soukup und Anne-Sophie Müller zu Zielsetzung und Aufbau des Fachaustauschs. Im Mittelpunkt standen ein Impuls zur Kreislaufwirtschaft im Zusammenhang mit dem eigenen Handeln, die Einordnung zentraler R-Strategien, Beispiele aus dem Kulturbetrieb, eine interaktive Sammlung Stuttgarter Praxis sowie die Bedeutung von Kreislaufpraktiken für die Kultur als Überleitung zum Thema Ko-Kreation.
Dabei wurde deutlich, dass Kreislaufpraktiken im Kulturbereich weitüber klassische Abfallfragen hinausgehen. Sie betreffen Materialien, Produktionsweisen, Wiederverwendung, Umnutzung, Reparatur und Reduktion, aber auch Inszenierungen selbst sowie neue Formen der Zusammenarbeit. Anica Happich, Kulturarbeiterin, Kuratorin und kulturpolitische Fachexpertin, die abder Spielzeit 2026/27 Teil der Doppelspitze der Schauspieldirektion des Staatstheaters Cottbus sein wird, gab einen Impuls zu „Kooperation, Kollaboration und Ko-Kreation“. Damit wurde der Austausch um eine wichtige Perspektive auf gemeinschaftliches Arbeiten und sektorübergreifende Vernetzung ergänzt.
Mit dem Projekt bringt 2bdifferent seine langjährige Erfahrung in der nachhaltigen Transformation von Kultur-, Event- und Veranstaltungsstrukturen in den Stuttgarter Prozess ein. Für die fachliche und organisatorische Umsetzung arbeitet ein interdisziplinäres Team aus Anne-Sophie Müller, Dr. Christoph Soukup, Kevin Dühr und Jürgen May zusammen.
Bereits am 15. April 2026, folgt der zweite Fachaustausch unter dem Titel„Kreisläufe in der Gesellschaft“. Im Fokus stehen dann die gesellschaftliche Bedeutung von Kreislaufwirtschaft, ihre Rolle für Stadtplanung und Architektur sowie der Transfer in das eigene Handeln.
Geplant sind unter anderem ein Beitrag von Florian Sorg, Kreislaufwirtschaftsbeauftragter der Stadt Stuttgart, zur städtischen Kreislaufwirtschaftsstrategie sowie Praxisimpulse von Markus Bauer und Dominique Dinies von der UTA Architekten&Stadtplaner zur lokalen zirkulären Architekturszene und ihren Berührungspunkten mit dem Kulturbereich. Optional ist zudem ein Exkurs zum IBA-Gelände mit Transferspaziergang vorgesehen.
Die Reihe ist bis November 2026 angelegt und versteht sich als Lern-, Experimentier- und Vernetzungsraum. Sie soll dazu beitragen, im Kulturbereich langfristige Perspektiven, neue Kooperationen und resiliente Arbeitsweisen im Sinne der Kreislaufwirtschaft zu entwickeln. Anmeldungen zur Teilnahme sind online möglich: https://www.stuttgart.de/kultur/kulturservice/kulturentwicklung/anmeldung-fuer-fachaustausch-kreislaufpraktiken-im-kulturbereich
Categories: Allgemein
No Responses Yet
You must be logged in to post a comment.