Studienverlaufsstatistik 2025: Abschlussquoten im Bachelor- und Masterstudium gegenüber Vorjahr unverändert

– Abschlussquoten der weiblichen Bachelor- und Masterstudierenden höher als die der männlichen Kommilitonen
– Erstmalig auch Abschlussquoten für Staatsexamensstudiengänge berechnet: 31 % nach 12 Semestern fertig
Knapp jede dritte der insgesamt 510 400 Personen, die im Studienjahr 2020 (Sommersemester 2020 und Wintersemester 2020/2021) ein Bachelorstudium an einer deutschen Hochschule aufgenommen haben, hat das Fachstudium innerhalb von acht Semestern erfolgreich abgeschlossen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, lag damit die Abschlussquote der Bacheloranfängerinnen und -anfänger wie im Vorjahr bei 30 %. Für die insgesamt 209 100 Masteranfängerinnen und -anfänger des Studienjahres 2020 ergab sich eine Abschlussquote von 51 %. Auch bei den Masterstudiengängen war damit die Abschlussquote nach sechs Semestern gegenüber dem vorherigen Studienjahr 2019 unverändert.
Die vom Statistischen Bundesamt auf Basis der Studienverlaufsstatistik berechneten Abschlussquoten zeigen, wie viele Personen ein Studium innerhalb eines bestimmten Zeitraums erfolgreich abschließen. Dieser Zeitraum beginnt mit dem Start des Fachstudiums und orientiert sich an typischen Regelstudienzeiten. Individuelle Studienunterbrechungen – etwa durch Auslandssemester oder Praktika – werden dabei nicht extra berücksichtigt. Während bei Abschlussquoten für Bachelorstudierendeein Zeitraum von acht Semestern berücksichtigt wird, bezieht sich die Abschlussquote für Masterstudierende auf einen Zeitraum von sechs Semestern nach Studienbeginn.
Abschlussquoten der weiblichen Studierenden höher als die der männlichen Kommilitonen
Wie bereits im vorhergehenden Studienjahr wiesen Studienanfängerinnen des Studienjahres 2020 höhere Abschlussquoten auf als Studienanfänger. Bei den Bachelorstudiengängen ergab sich eine Abschlussquote nach acht Semestern von 34 % für Frauen, für Männer lag sie bei 25 %. Auch bei den Masterstudiengängen lag die Abschlussquote der Studienanfängerinnen von 2020 mit 53 % über der ihrer männlichen Kommilitonen (48 %), der Abstand zwischen Frauen und Männern war aber geringer als bei den Bachelorstudiengängen.
Abschlussquoten in Staatsexamensstudiengängen erstmalig berechnet
Mit den kontinuierlich wachsenden Datenbeständen innerhalb der Studienverlaufsdatenbank konnten erstmalig Abschlussquoten für Staatsexamensanfängerinnen und -anfänger des Studienjahres 2018 berechnet werden. Der Beobachtungszeitraum erstreckt sich dabei – wegen der längeren Regelstudienzeit – auf zwölf Semester. Von den insgesamt 54 900 Staatsexamensanfängerinnen und -anfängern erlangten 31 % innerhalb dieser zwölf Semester einen Abschluss. Dabei ergab sich für Frauen eine Abschlussquote von 35 %, bei Männern lag die Abschlussquote bei 24 %.
Methodische Hinweise:
Die Zahlen stammen aus der Studienverlaufsstatistik für 2025, in der Daten der Studierenden-, Prüfungs- und Promovierendenstatistik anonymisiert zusammengeführt werden können. Mit der Statistik können Verläufe und Übergänge innerhalb des deutschen Hochschulsystems analysiert werden.
Die Berechnung von Abschlussquoten erfolgt separat für Bachelor-, Master- und Staatsexamensstudiengänge: Die Abschlussquoten für Bachelorstudiengänge beziffern den Anteil der Bacheloranfängerinnen und -anfänger (1. Fachsemester) eines Studienjahres mit Abschluss acht Semester nach Studienbeginn, die Abschlussquoten für Masterstudiengänge den Anteil der Masteranfängerinnen und -anfänger (1. Fachsemester) mit Abschluss sechs Semester nach Studienbeginn und die Abschlussquoten für Staatsexamensstudiengängen den Anteil der Staatsexamensanfängerinnen und -anfänger (1. Fachsemester) mit Abschluss zwölf Semester nach Studienbeginn.
Die Beobachtungszeiträume orientieren sich an den jeweiligen typischen Regelstudienzeiten. Die tatsächlichen Regelstudienzeiten können jedoch je nach Studiengang und auch zwischen den Ländern variieren. Individuelle Studienunterbrechungen – etwa durch Auslandssemester oder Praktika – werden bei der Berechnung der Abschlussquoten nicht extra berücksichtigt. Das heißt, der Beobachtungszeitraum bleibt gleich, auch wenn jemand das Studium unterbricht oder das Studienfach wechselt.
Grundsätzlich gilt: Je länger der Beobachtungszeitraum, desto höher ist die Abschlussquote.
Weitere Informationen:
Detaillierte Ergebnisse der Studienverlaufsstatistik sowie methodische Erläuterungen und Hinweise bietet der Statistische Bericht\“Studienverlaufsstatistik\“auf der Themenseite\“Hochschulen\“im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes. Neben den Abschlussquoten sind dort unter anderem auch Ergebnisse zu globalen und spezifischen Abbrecherquoten,Übergangsquoten vom Bachelor- ins Masterstudium sowie zum Hochschul- und Studiengangwechsel zu finden.
Einen Gesamtüberblick über die Bildungssituation in Deutschland von der Schule über die Berufsbildung bis zur Hochschule bietet die Themenseite\“Bildungsindikatoren\“.
Daten und Fakten rund um das Thema Fachkräfte bündelt das Statistische Bundesamt auf einer eigenen Sonderseite (www.destatis.de/fachkraefte). Das Datenangebot umfasst die Bereiche Demografie, Erwerbstätigkeit, Bildung und Zuwanderung. Es reicht von Vorausberechnungen zur künftigen Zahl von Erwerbspersonen über Analysen zum Arbeitskräfteangebot bis hin zu Daten zu Arbeitsmigration und Ausbildungsmarkt – und wird sukzessive erweitert.
Diese Pressemitteilung ist, gegebenenfalls ergänzt mit weiteren Informationen und Verlinkungen zum Thema, veröffentlicht unter www.destatis.de/pressemitteilungen.
Weitere Auskünfte:
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