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WAIS – mehr als ein WMS: Berliner Start-up wooms trainiert eigenes Logistik-Sprachmodell

 

Berlin, 16. Juli 2026_ – Die Berliner wooms WMS GmbH hat mit dem Training von woomsLM begonnen, einem eigens für die Lagerlogistik entwickelten Sprachmodell (Large Language Model). Damit will das Softwareunternehmen den Grundstein für ein neues Kategorienverständnis legen: WAIS – ein\“Warehouse Artificial Intelligence System\“, das nach Einschätzung des Unternehmens über klassische Warehouse-Management-Systeme (WMS) hinausgeht.

Vom Verwaltungswerkzeug zur denkenden Plattform

Herkömmliche Warehouse-Management-Systeme bilden Lagerprozesse ab, verwalten Bestände und protokollieren Bewegungen. wooms verfolgt einen anderen Anspruch: Nicht die reine Verwaltung, sondern die Intelligenz selbst soll zum\“Betriebssystem des Lagers\“werden. woomsLM ist darauf ausgelegt, betriebliche Abläufe zu verstehen – vom Wareneingang über Bestandsführung, Kommissionierung und Versand bis hin zum Retourenmanagement und den zahllosen Detail-Workflows, die täglich in einem Lager anfallen.

Ausdrücklich versteht das Unternehmen das Projekt nicht als weiteren Chatbot, sondern als KI-native Plattform, in der ein logistikspezifisches Modell die operativen Entscheidungen im Lager unterstützt.

Das Training läuft – und zwar vollständig lokal

Seit Kurzem trainiert woomsLM rund um die Uhr, und die ersten Kennzahlen zeigen einen deutlichen Lernfortschritt. Der Trainingsverlust (Loss) sank von 9,77 auf 4,29; die Perplexität – ein Maß dafür, wie sicher ein Modell das jeweils nächste Token vorhersagt – ging auf der Validierung auf 65 zurück, der Validierungsverlust entwickelt sich parallel zum Trainingsverlust. Aktuell verarbeitet das System rund 1.100 Token pro Sekunde.

Bemerkenswert ist die Infrastruktur dahinter: Das Training findet nach Unternehmensangaben zu 100 Prozent lokal statt – ohne Netzwerkverbindung und ohne externe API. Ein Aspekt, der angesichts der Debatte um digitale Souveränität und den Schutz sensibler Logistik- und Kundendaten zunehmend an Gewicht gewinnt.

Das Fundament: ein KI-first-WMS

woomsLM baut auf dem bestehenden Produkt des Unternehmens auf. Das cloudbasierte wooms WMS ist ein modernes, KI-gestütztes Warehouse-Management-System, das speziell auf schnell wachsende Online-Händler und Fulfillment-Dienstleister zugeschnitten ist. Es ist mandantenfähig, sodass Dienstleister mehrere Kunden parallel steuern können; Bestellungen aus Plattformen wie Shopify oder der Multi-Channel-Auftragsverwaltung Billbee fließen über fertige Schnittstellen automatisiert und in Echtzeit ein.

Als Alleinstellungsmerkmal gilt das Retourenmanagement mit Videodokumentation, das den Zustand zurückgesendeter Artikel transparent nachweist und automatisierte Workflows ermöglicht. Das System ist auf Lager mit bis zu 10.000 Bestellungen pro Tag ausgelegt und setzt auf ein Pay-as-you-go-Modell ohne hohe Fixkosten (aktuell 0,095 € pro Order). Betrieben wird die Plattform auf AWS-Infrastruktur, ergänzt um integrierte Business-Intelligence-Dashboards.

Stimme aus dem Unternehmen

\“Wir wollen nicht einfach noch ein weiteres System bauen, das Lagerbewegungen verwaltet. woomsLM soll verstehen, was in einem Lager wirklich passiert – und diese Intelligenz zum Kern der Plattform machen. Das ist der Schritt vom WMS zum WAIS\“, sagt Ansgar Sohn, Gründer und Geschäftsführer der wooms WMS GmbH.

Ausblick

Das Modell befindet sich noch in einer frühen Trainingsphase. wooms kündigt weitere Updates an, während woomsLM weiter lernt, und versteht den aktuellen Stand ausdrücklich als Anfang eines langfristigen Vorhabens: Aus einem Warehouse-Management-System soll ein Warehouse Artificial Intelligence System werden.

Posted by on 17. Juli 2026.

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Categories: Allgemein

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