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Strompreise 2026 deutlichüber Vorjahr: Warum mittelständische Unternehmen jetzt auf Fixpreise setzen sollten

 

Die ersten drei Monate des Jahres 2026 senden ein klares Signal an den Energiemarkt: Die Phase vergleichsweise günstiger Spotmarktpreise ist vorerst vorbei. Die durchschnittlichen Day-Ahead-Preise an der EPEX SPOT für das Marktgebiet Deutschland lagen von Januar bis März bei rund 10,5 ct/kWh – wenn man beachtet, dass Unternehmen überwiegend zwischen 8 und 18 Uhr Energie beziehen – und damit spürbar (ca. 1,4 ct/kWh) über dem Niveau des Vorjahres.

Insbesondere für viele mittelständische Unternehmen ist das eine kritische Entwicklung.

Denn während der Spotmarkt in den vergangenen Jahren als Einsparchance galt, zeigt sich nun: Ohne gezielte Laststeuerung wird der dynamische Tarif zunehmend zum Kostenrisiko.

Ein aktuell angebotener Fixpreis mit längerer Laufzeit von 10,176 ct/kWh liegt damit unter dem realen Durchschnitt des Spotmarktes im ersten Quartal 2026.

Das bedeutet: Wer heute ungesichert am Spotmarkt einkauft, zahlt im Mittel mehr – bei gleichzeitig deutlich höherer Preisschwankung.

Spotmarkt ist kein Sparmodell ohne Steuerung

Die Theorie klingt einfach: Strom dann verbrauchen, wenn er günstig ist.
Die Praxis in Gewerbe- und Industriebetrieben sieht jedoch anders aus.

Produktionszeiten, Personalplanung, Lieferketten und Maschinenlaufzeiten lassen sich in der Regel nicht nach Börsenpreisen ausrichten. Preisspitzen treffen Unternehmen daher genau dann, wenn Energie zwingend benötigt wird.

Volatilität wirkt dabei nicht symmetrisch:
Günstige Stunden entlasten moderat – teure Stunden schlagen massiv zu Buche.

Ohne aktives Energiemanagement bleibt der Spotmarkt deshalb häufig auf Break-even-Niveau – oder wird sogar teurer als ein Fixpreis.

Die Marktlage verschärft sich

Mehrere Faktoren sorgen aktuell für steigenden Druck auf die Strompreise:

* geopolitische Konflikte mit direkten Auswirkungen auf Gas- und Energiemärkte
* steigender Anteil erneuerbarer Energien mit kurzfristigen Preisschwankungen
* hohe Abhängigkeit vom Gaspreis in der Strompreisbildung
* wachsende Unsicherheit an den internationalen Energiemärkten

Diese Entwicklungen führen zu stärkeren Ausschlägen am Spotmarkt – und erhöhen die Wahrscheinlichkeit steigender Preise deutlich stärker als die Chance auf dauerhaft niedrige.

Fixpreis wird zum strategischen Schutzinstrument

Für mittelständische Unternehmen ohne eigene Energie-Einkaufsabteilung ist der Fixpreis daher keine konservative Lösung, sondern ein Instrument zur aktiven Risikosteuerung.

Ein Fixpreis von 10,176 ct/kWh bietet aktuell:

* Planungssicherheit für Kalkulation und Controlling
* Schutz vor Preisspitzen
* Entlastung der internen Ressourcen
* Fokus auf das Kerngeschäft statt auf Strompreiskurven

Spotmarkt bleibt sinnvoll – aber nur gezielt

Unternehmen mit echter Lastflexibilität, Speichern, Ladeinfrastruktur oder steuerbaren Prozessen können vom Spotmarkt weiterhin profitieren. In diesen Fällen empfiehlt sich eine hybride Strategie: Grundlast absichern, variable Lasten optimieren.

Ohne diese Voraussetzungen ist der Spotmarkt jedoch derzeit kein Einsparmodell.

Klare Empfehlung des Energie-Doc

\“Der Spotmarkt kann sparen – aber nur, wenn ein Unternehmen die nötige Flexibilität wirklich nutzen kann.
Für viele Mittelständler ist der Fixpreis aktuell der wirtschaftlich klügere und sicherere Weg.\“

Die Entwicklung im ersten Quartal 2026 zeigt deutlich: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, die eigene Beschaffungsstrategie zuüberprüfen und abzusichern, bevor weitere Preisschübe den Markt belasten.

Unternehmen sollten jetzt handeln – nicht reagieren, wenn die Preise bereits gestiegen sind.

Posted by on 21. April 2026.

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Categories: Allgemein

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