Sonderzahlungen in Vertriebsanzeigen: Vertriebler bekommen mehr Boni im Vergleich zum Gesamtstellenmarkt

Das Urlaubsgeld verliert sowohl im Gesamtstellenmarkt als auch im Vertrieb spürbar an Relevanz. Auf dem gesamten Arbeitsmarkt sank die Zahl der ausgeschriebenen Stellen mit entsprechender Nennung von über 915.500 im Zeitraum Januar bis November 2024 auf knapp 733.900 im Jahr 2025 (-19,8 %). Auch im Vertriebssektor bestätigt sich diese Entwicklung, wenn auch etwas abgeschwächt: Hier ging die Zahl der Stellen mit der Nennung von Urlaubsgeld von mehr als 41.920 auf rund 35.800 zurück, was einem Minus von 14,6 % entspricht. Damit zählt das Urlaubsgeld weiterhin zu einer der am häufigsten genannten Zusatzleistungen im Vertrieb, verliert jedoch deutlichan Bedeutung im Stellenmarkt.
Weihnachtsgeld: Weiterhin präsent, aber rückläufig
Das Weihnachtsgeld bleibt eine der bekanntesten Zusatzleistungen, wird jedoch immer seltener in Stellenanzeigen erwähnt. Im Gesamtstellenmarkt reduzierte sich die Zahl der entsprechenden Ausschreibungen von über 2.034.500 im Jahr 2024 auf knapp 1.842.200 im Jahr 2025 (-9,5 %). Ein nahezu identisches Bild zeigt sich im Vertrieb: Hier sank die Zahl der Nennungen von mehr als 86.200 auf rund 78.180 Stellen (-9,3 %). Trotz dieser Entwicklung führt das Weihnachtsgeld weiterhin das Ranking der explizit genannten Gratifikationen im Vertrieb an.
Bonus und Prämie: Wachstumsfeld im Vertrieb
Eine gegenläufige Entwicklung zeigt sich bei leistungsbezogenen Vergütungsmodellen. Während der Gesamtstellenmarkt bei Bonus- und Prämienzahlungen einen leichten Rückgang von 2,8 % verzeichnete (von über 921.320 auf 895.100 Stellen), gewinnen diese im Vertrieb weiter an Bedeutung. Die Zahl der ausgeschriebenen Vertriebsstellen mit Bonus- oder Prämienmodellen stieg von rund 67.840 im Jahr 2024 auf knapp 70.770 im Jahr 2025 (+4,3 %).
Erfolgsbeteiligung: Begrenzte Relevanz trotz Vertriebsnähe
Die Erfolgsbeteiligung bleibt trotz ihrer inhaltlichen Nähe zum Vertrieb ein Randthema. Auf dem Gesamtstellenmarkt sank die Zahl der entsprechenden Ausschreibungen leicht von knapp 142.470 auf rund 138.240 Stellen (-3 %). Im Vertrieb fiel der Rückgang mit 6,9 % deutlicher aus: Die Zahl der Nennungen reduzierte sich von 25.670 auf knapp 23.900 Stellen.
Zwischen Januar und November 2025 wurden auf dem deutschen Arbeitsmarkt insgesamt knapp 10,37 Millionen Stellen ausgeschrieben– ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr (2024: ca. 10,89 Mio.). Auch im Vertrieb sank die Zahl der ausgeschriebenen Stellen leicht von mehr als 716.100 auf rund 697.100 Positionen.
Für diese Marktanalyse wurden Stellenanzeigen aus 317 Onlinebörsen, 196 Printmedien, dem Stellenportal der Bundesagentur für Arbeit sowie mehr als 650.000 Firmenwebsites ausgewertet.
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