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So gelingen lebenswerte und klimapositive Städte

 

Städte stehen unter Druck: Urbanisierung, knapper Wohnraum, Klimawandel, Fachkräftemangel und gesellschaftliche Spannungen treffen auf enge Budgets. Gleichzeitig wachsen Digitalisierungsaufgaben, Förderprogramme sind oft schwer zu überblicken. Das verbreitete „Smart City“-Denken,das primär auf Technologie zielt, greift in vielen Fällen zu kurz.

Die Studie„The Next-Generation City“,welche TÜV Rheinland Consulting, eine Beratungsgesellschaft von TÜV Rheinland gemeinsam mit Strategy&(Strategieberatung von PwC) jüngst vorgelegt hat, verfolgt dagegen einen ganzheitlichen Ansatz. Sie beschreibt einen Fahrplan bis 2050 und zeigt, wie durch ein Paket an Maßnahmen Emissionen sinken und gleichzeitig Lebensqualität sowie der Zusammenhalt der Gesellschaft gestärkt werden. Zielbild: resiliente, klimapositive, technologisch fortschrittliche und zugleich lebenswerte Städte.

Sechs zentrale Handlungsfelder

Die Autorinnen und Autoren stellen die Menschen in den Mittelpunkt und leiten sechs Handlungsfelder ab. Dazu zählen Ressourcen und Nachhaltigkeit, digitale Infrastruktur, Stadtplanung und Mobilität, Governance und Bürgerbeteiligung, sozialer Zusammenhalt und kulturelle Integration sowie Gestaltung städtischer Angebote aus Nutzersicht (Experience-Driven Design). Mit internationalen Beispielen – von der Kreislaufwirtschaft in Amsterdam und Elektromobilität in Oslo bis hin zu Barcelonas digitaler Bürgerbeteiligung – zeigt die Studie, wie Städte einzelne Elemente dieses Zielbilds bereits heute in die Praxis übersetzen.

Modellfall in Deutschland

Anhand einer hypothetischen deutschen Stadt mit rund 500.000 Einwohnerinnen und Einwohnern wird deutlich, welche Wirkung ein systematischer Ansatzüber längere Zeiträume entfalten kann. Die Studie modelliert Effekte entlang der Etappen 2030, 2040 und 2050. Im Mittelpunkt stehen Maßnahmen – zum Beispiel der Ausbau erneuerbarer Energien und energetische Gebäudesanierung, digitale Infrastruktur, ein leistungsfähiger öffentlicher Nahverkehr, Fuß- und Radwege sowie Sozial-Programme. In der Modellierung führt diese Kombination zu wirtschaftlichen Einsparungen, einer CO?-Reduktion und spürbaren sozialen Effekten, etwa über bessere Gesundheitsbedingungen, effizientere Verwaltungsprozesse und mehr Teilhabe. Zugleich macht die Studie klar, warum viele Vorhaben in Städten aktuell nicht über Pilotprojekte hinauskommen.

Vom Pilotprojekt in den Regelbetrieb

Britta Jansen, Leiterin für Strategieberatung bei TÜV Rheinland Consulting, skizziert typische Herausforderungen und Lösungswege: „Entscheidend sind stabile und transparente Finanzierungsmodelle, verschlankte Förder- und Genehmigungswege und eine zentrale Stelle, die Vorhaben bündelt und Entscheidungen absichert. Ebenso wichtig sind eine belastbare digitale Infrastruktur und eine tragfähige KI-Strategie. Zukunftsfähige Städte entstehen, wenn Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft Maßnahmen gemeinsam vorantreiben und konsequent verzahnen.“

Studie anfordern:„The Next-Generation City“

Die Welt zu einem sicheren Ort machen: Dafür steht die TÜV Rheinland AG als einer der international führenden Prüfdienstleister – seit über 150 Jahren. Mehr als 28.000 Mitarbeitende prüfen, testen und zertifizieren Produkte, Anlagen und Prozesse und trainieren Menschen in zahlreichen Berufen – an 500 Standorten in gut 50 Ländern rund um den Globus. Als Teil der Qualitätsinfrastruktur mit Hauptsitz in Köln und einem jährlichen Umsatz von rund 3 Milliarden Euro bringt TÜV Rheinland Sicherheit in zentrale Lebens- und Wirtschaftsbereiche. Seit 2006 ist das Unternehmen Mitglied im UN Global Compact gegen Korruption und für mehr Nachhaltigkeit.

Posted by on 28. April 2026.

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Categories: Allgemein

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