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Qualitätskontrolle im Wandel: Exponat zeigt menschzentrierte KI in der Praxis

Künstliche Intelligenz in der Qualitätskontrolle bleibt für viele Unternehmen abstrakt. Ein neues Exponat im Reallabor des Forschungsprojekts WIRKsam macht nun konkret erfahrbar, wie sich Arbeit durch KI verändert – und welche zentrale Rolle der Mensch dabei spielt. Besucher:innen erleben aus erster Hand den Unterschied zwischen manueller Qualitätsprüfung und KI?unterstützter Kontrolle mit kontinuierlichem Lernen im laufenden Betrieb.

Qualitätskontrolle unter hohem Druck

In der Automobilindustrie gelten höchste Anforderungen an Qualität und Sicherheit. Insbesondere Filter sind sicherheitskritische Bauteile, bei denen bereits kleinste Gewebefehler problematisch sein können. Klassische Bildverarbeitungssysteme stoßen hier häufig an ihre Grenzen. Gleichzeitig ist die manuelle Prüfungmit hohem Aufwand verbunden: Sie erfordert intensive Schulungen, dauerhaft hohe Konzentration, umfasst monotone Tätigkeiten und ist mental belastend.

Unternehmen stehen daher vor einer zentralen Frage: Wie kann KI Fachkräfte entlasten?

Ziel: Mensch und KI im Zusammenspiel begreifbar machen

Genau hier setzt das neue WIRKsam?Exponat an. Ziel ist es, die Arbeitsrealität vor und mit KI vergleichbar zu machen und die Rolle des Menschen in KI?Systemen sichtbar zu halten. Das Exponat vermittelt ein Verständnis für menschzentrierte KI?Ansätze, für kontinuierliches Lernen statt „fertiger“ Systeme und für die aktive Einbindung von Mitarbeitenden.

Zwei Arbeitssituationen im direkten Vergleich

Im Zentrum des Exponats stehen zwei interaktive Arbeitssituationen, die Besucher:innen selbst durchlaufen können:

1. Manuelle Qualitätsprüfung ohne KI 

Besucher:innen prüfen Filter eigenständig und entscheiden, ob diese in Ordnung (i.O.) oder nicht in Ordnung (n.i.O.) sind. Dabei werden Zeitaufwand, Konzentrationsbedarf und Unsicherheiten bei Grenzfällen unmittelbar erfahrbar.

2. Qualitätsprüfung mit KI?Unterstützung

In der zweiten Station bewertet eine KI die Filterbilder vor: als i.O., n.i.O. oder„unsicher“. Die Besucher:innen überprüfen diese Einschätzung und geben direkt Feedback, indem sie die Entscheidung bestätigen oder korrigieren. Dieses menschliche Feedback fließt im realen Prozess in das System ein.

Active Learning im laufenden Betrieb

Ein zentrales Element des Exponats ist das Active Learning. Die KI lernt kontinuierlich aus dem Feedback der Nutzer:innen und passt ihr Modell entsprechend an. So wird deutlich: Mitarbeitende bleiben Domänenexpert:innen, ihr Wissen wird dauerhaft im System verankert. Gleichzeitig zeigt das Exponat, wie KI-Systeme flexibel auf Veränderungen reagieren können – etwa bei Veränderungen an der Maschine (Data Shift)– ohne auf externe Nachjustierung angewiesen zu sein.

Einsatz und Verfügbarkeit

Das Exponat ist dauerhaft im Studio 6 auf dem euronova CAMPUS in Hürth erlebbar. Es kommt im Rahmen von Führungen, Fachveranstaltungen und Workshops zum Einsatz und wird zudem bei der WIRKsam-Abschlussveranstaltung am 8. September in Hürth präsentiert. Hier können Sie sich anmelden: Anmeldung WIRKsam-Abschlussveranstaltung

Posted by on 3. Juni 2026.

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Categories: Allgemein

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