Neue Analyse zeigt:Ältere Erwachsene mit regelmäßigem Gehirntraining schneiden bei Aufmerksamkeitstests deutlich besser ab

Muse (http://www.choosemuse.com), das Unternehmen für Brain-Health-Wearables, veröffentlichte heute eine neue Analyse seiner EEG-Daten aus dem häuslichen Umfeld. Sie zeigt, dass Menschen in ihren 60ern und 70ern, die konsequent trainierten, bei einem anspruchsvollen Aufmerksamkeitstest besser abschnitten als diejenigen, die drei Jahrzehntejünger waren, aber nur unregelmäßig trainierten. Unter allen 189 untersuchten Personen war die Regelmäßigkeit des Trainings aussagekräftiger als das Alter oder die insgesamt aufgewendete Trainingszeit.
Der Hintergrund: Mit zunehmendem Alter lässt die sogenannte kognitive Kontrolle nach – die Fähigkeit des Gehirns, eine automatische Reaktion in Sekundenbruchteilen zu unterdrücken und stattdessen bewusst zu reagieren. Die neue Auswertung ist Teil einer Reihe von Analysen, die auf einem der weltweit größten Datensätze aushäuslichen EEG-Messungen beruhen. Muse schätzt daraus mithilfe eines KI-Modells das sogenannte Gehirnalter, abgeleitet aus den Hirnwellen in Ruhe. Diese Schätzung liegt nach Unternehmensangaben im Schnitt innerhalb von etwa ±7 Jahren des tatsächlichen Alters – ein Wert, der sich mitbegutachteter Forschung auf Basis von Muse-Daten deckt (Banville et al., 2024, Imaging Neuroscience). Der große Datensatz erlaubte nun eine weiterführende Frage: Welches Alltagsverhalten hängt damit zusammen, dass ein Gehirn jünger wirkt, als es ist?
Die Analyse stützt sich auf zwei Dinge: Zum einen auf das tatsächliche Trainingsverhalten – rund 53.000 protokollierte Biofeedback-Sitzungen mit dem Muse-Stirnband, aufgezeichnet über ein Jahr bei 189 Nutzer:innen im Alter von 31 bis 83 Jahren. Zum anderen auf die kognitive Leistungsfähigkeit, gemessen anhand von 1.228 Durchläufen desselben Aufmerksamkeitstests, eines sogenannten Stroop-Tests. Das Ergebnis: In jeder Altersgruppe reagierten Personen, die in den meisten Wochen trainierten, um 40 bis 50 Millisekunden schneller auf widersprüchliche Reize als jene, die nur gelegentlich trainierten.
\“Bemerkenswert ist, wie konstant sich dieses Musterüber die gesamte Altersspanne zeigt. Wer regelmäßig trainierte, behielt seine Leistungsfähigkeit bei dieser anspruchsvollen Aufmerksamkeitsaufgabe – und die konsequentesten älteren Nutzer:innen erreichten das Niveau jüngerer Nutzer:innen.\“Das ist ein Alltagsmuster, das sichtbar wird, wenn Tausende häusliche Sitzungen über einen längeren Zeitraum ausgewertet werden.\“
– Dr. Walter Greenleaf, Neurowissenschaftler und Experte für digitale Gesundheit, Stanford University
Der Aufmerksamkeitstest war eine Stroop-Aufgabe: Nutzer:innen sehen ein Farbwort in einer nicht passenden Farbe, etwa das Wort\“rot\“in Blau, und müssen die Farbe benennen, während sie den automatischen Drang zu lesen unterdrücken. Die zusätzliche Zeit, die dieser Konflikt kostet, gemessen in Millisekunden, ist ein klarer Indikator für die kognitive Kontrolle. Entscheidend war nicht, wie viele Minuten insgesamt trainiert wurde,sondern wie regelmäßig die Nutzer:innen dies taten. Nicht der Umfang, sondern die Regelmäßigkeit hing mit dem Ergebnis zusammen (beta = -54 ms, p = 0,048).
Konstante Anwender:innen in ihren 60ern und 70ern erreichten im Schnitt 192 Millisekunden Interferenz, also die zusätzliche Reaktionszeit, die durch widersprüchliche Wort- und Farbinformationen entsteht. Sporadische Anwender in ihren 30ern und 40ern kamen im Schnitt auf 219. In diesem Test schlug Regelmäßigkeit das Alter um drei Jahrzehnte. Die Analyse ist beobachtend. Menschen wählen ihre Gewohnheiten selbst, daher weist sie auf einen Zusammenhang hin, nicht auf einen Beweis, dass das Training die Aufmerksamkeit schärft. Außerdem erhebt sie keinen medizinischen Anspruch. Menschen, die regelmäßig trainieren, unterscheiden sich möglicherweise auch in anderen gesunden Gewohnheiten, was die Analyse nicht ausschließen kann. Das Muster selbst ist jedoch stabil. Der Vorsprung durch regelmäßiges Training zeigte sich in jeder Altersgruppe in realen Daten.
Kognitive Kontrolle ist ein Aspekt der kognitiven Alterung. Das Gehirnalter bietet einen umfassenderen Blick, indem es altersbezogene Muster im Ruhe-EEG schätzt. Begutachtete Forschung auf Basis von Muse-Aufzeichnungen (Banville et al., 2024) zeigt, dass sich diese Schätzungen im Laufe der Zeit verändern können – etwa durch Schlaf, aktuellen Zustand oder kürzlich erfolgte Erholung.
\“Das Gehirnalter nimmt etwas Abstraktes undübersetzt es in eine Zahl, die die Menschen bereits verstehen, nämlich wie alt das Gehirn im Vergleich zum Kalenderalter wirkt. Die Forschung zeigt, dass es messbar ist und dass es sich im Laufe der Zeit verändert. Und jetzt sehen wir, wie sich alltägliche Gewohnheiten – etwa wie regelmäßig jemand trainiert – im Altern des Gehirns niederschlagen. Deshalb lohnt es sich meiner Meinung nach, dies im Blick zu behalten.\“
– Chris Aimone, Mitgründer und Chief Innovation Officer, Muse
Muse bringt die Gehirnalter-Messung nun in seine App, sodass Nutzer:innen denselben Messwert im Laufe der Zeit verfolgen können.
Möchten Sie Ihr Gehirn trainieren und Ihren Fortschritt über die Zeit verfolgen? Die Headbands Muse S Athena und Muse 2 sind unter choosemuse.com (http://choosemuse.com) erhältlich.
Für Medienvertreter
Nach Alter aufgeschlüsselte Datenvisualisierungen, das vollständige Methoden-Dokument und Interviews mit Muse-Sprechern sind auf Anfrage erhältlich. Kontakt: muse@kruger-media.de
*Die Ergebnisse sind beobachtend, stammen aus einer selbstausgewählten Kohorte von 189 Muse-Nutzer:innen und sind korrelativ, kein Nachweis eines kausalen, therapeutischen, diagnostischen oder wirksamkeitsbezogenen Effekts. Schätzungen des Gehirnalters weisen einen typischen Fehler von etwa ±7 Jahren auf. Quelle: Muse-Analyse zur kognitiven Alterung; begutachtete Validierung des Hirnalters aus Banville et al., 2024, Imaging Neuroscience (doi.org/10.1162/imag_a_00189).
Über Muse by Interaxon Inc.
Muse ist ein Vorreiter im Bereich der Gehirngesundheit und betreibt eine branchenführende mEEG-Plattform auf Basis fortschrittlicher KI-Algorithmen. Das Unternehmen leitet dezentrale Forschungsprojekte zur Förderung der mentalen Gesundheit, zur Optimierung des Schlafs und zur Steigerung der kognitiven Leistungsfähigkeit mithilfe innovativer Neurotechnologie. Die KI-gestützten Tools von Muse werden weltweit von Forscher:innen, Entwickler:innen und Konsument:innen genutzt und basieren auf mehr als 200 unabhängigen Studien, unter anderem von der Mayo Clinic, dem MIT und Harvard. Bis heute hat Muse über eine Milliarde Minuten an Gehirndaten gesammelt und entschlüsselt. Der Hauptsitz von Muse befindet sich in Toronto, Kanada.
Pressekontakt:
Kruger Media
Verena Schönhofen
muse@kruger-media.de
Original-Contentvon: muse,übermittelt durch news aktuell
Categories: Allgemein
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