\“nd.DerTag\“: Kurzsichtige Kürzungspolitik – Kommentar zu Budgetkürzungen Deutschlands bei der humanitären Hilfe

\“Jeder dritte Euro für humanitäre Hilfe wurde weltweit in den vergangenen zwei Jahren gestrichen.\“Die Kritik von Dagmar Pruin, Präsidentin der Diakonie Katastrophenhilfe, bringt es auf den Punkt. Nicht nur Deutschland kürzt, sondern die wichtigen Geberstaaten USA, Frankreich, Großbritannien ebenso. Und das in einer Zeit multipler Krisen und vieler kriegerischer Konflikte.
Die Zeitenwende zulasten deröffentlichen Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit und humanitäre Hilfe (ODA) in Deutschland ist längst im Gange. Der Bundestag genehmigte im Bundeshaushalt für 2026 lediglich rund eine Milliarde Euro für humanitäre Hilfe, aber 2025 Rüstungsexporte im Rekordwert von gut 13Milliarden Euro.
Die politischen Prioritäten sind eindeutig – und sie sind kurzsichtig. Denn die Kürzungen von heute sind die Krisen von morgen. Das ist eine Binsenweisheit, die sich immer wieder bewahrheitet. Deutschlands Ansehen im Globalen Süden sinkt. Es wäre in jeder Hinsicht angeraten, mehr in internationale Zusammenarbeit zu investieren. Die Koalition aber zieht ihren verantwortungslosen Kahlschlag durch – zum Nachteil Deutschlands und der Welt.
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