\“nd.DerTag\“: Fairer Handel statt Freihandel – Kommentar zur Entscheidung des EU-Parlaments für eineÜberprüfung des EU-Mercosur-Abkommens durch den EuGH

Es ist eine gute Nachricht, dass sich eine knappe Mehrheit im EU-Parlament von 334 zu 324 Stimmen lagerübergreifend dafür ausgesprochen hat, das Abkommen dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) zur Prüfung vorzulegen. Der EuGH wird sich auch dazu äußern müssen, ob der sogenannte Ausgleichsmechanismus mit Europarecht zu vereinbaren ist. Dieses Instrument erlaubt den Vertragspartnern,Gegenmaßnahmen zu ergreifen, wenn neue Gesetze zum Schutz von Mensch und Umwelt die Handelsbedingungen beeinträchtigen. Sprich: Höhere Sozial- und Umweltstandards könnten Entschädigungsforderungen begründen.
Es gibt vollkommen zu Recht Widerstand gegen dieses Freihandelsabkommen, das auch nicht den brasilianischen Kleinbauern, sondern der Agroindustrie zugutekommen würde, die Lula hofiert. Auch in Zeiten des Trump schen Protektionismus ist ein schlechtes Abkommen nicht besser als kein Abkommen. Die Überprüfung durch den EuGH wird das Inkrafttreten des Abkommens verzögern. Ob es gestoppt wird, bleibt offen. Dabei steht außer Frage, dass es an derNotwendigkeit des 21. Jahrhunderts vorbeigeht, den sozial-ökologischen Umbau hin zu einem Wirtschaftssystem zu befördern, das allen Menschen in allen Regionen ein besseres Leben ermöglicht.
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