Mehr als ein Viertel der Deutschen informiert sich mindestens monatlich im Internetüber Symptome

Google dominiert, KI holt auf
Wer krank ist oder es befürchtet, tippt häufig auch in eine Suchmaschine: 45,5 Prozent der Befragten nennen Google und Co. als erste Anlaufstelle für Gesundheitsfragen. Dahinter folgen Krankenversicherungs- und Gesundheitsportale (30,5 Prozent) sowie Websites von Arztpraxen und Kliniken (24,1 Prozent).
Auffällig ist die Nutzung der KI-Assistenten: Bereits 16,1 Prozent der Bevölkerung wählen ChatGPT oder ähnliche Anwendungen zur Gesundheitsrecherche – fast so viele wie Wikipedia (18,2 Prozent).\“Noch ergänzt KI klassische Suchanfragen eher, als sie zu ersetzen. Ich gehe aber stark davon aus, dass die Tendenz in den nächsten Jahren immer mehr zu KI-Suchen gehen wird\“, schätzt Thomas Brahm, Vorstandsvorsitzender der Debeka Krankenversicherung, die Entwicklung ein.
Beruhigung und Verunsicherung zugleich
Das gängige Bild vom panischen\“Cyberchonder\“, der aus jedem Symptom eine Krebsdiagnose liest, hält der Datenlage nicht stand. 20,2 Prozent fühlen sich nach der Online-Recherche eher verunsichert, 18,3 Prozent der Befragten fühlen sich beruhigt.
Trotzdem: Ganz ohne Nebenwirkungen bleibt das Googeln nicht. 25,8 Prozent haben nach einer Online-Recherche bereits gelegentlich oder sogar häufig Angst oder Stress durch mögliche Diagnosen erlebt, 67,2 Prozent selten bis nie. Das Netz spendet Trost und erzeugt Schrecken: oft beides gleichzeitig.
Das Netz schickt Menschen zum Arzt, nicht weg
Ein verbreitetes Vorurteil lautet: Wer sich im Internet informiert, meidet danach die Arztpraxis. Die Zahlen widerlegen das. 15,7 Prozent der Befragten haben wegen einer Online-Recherche einen Arzttermin vereinbart. Einen Termin verschoben hat dagegen nur jeder Vierzigste (2,5 Prozent), abgesagt hat ihn nur jeder Fünfzigste (2,0 Prozent).
Die Online-Suche führt also häufiger in die Sprechstunde, als sie davon abhält. Aus Sicht der Debeka als Deutschlands größtem privaten Krankenversicherer ist das eine gute Nachricht.\“Wer früh informiert ist, handelt früher. Das Vertrauen in die Technologie wächst, wenn sie den Menschen unterstützt, nicht ersetzt\“, sagt Thomas Brahm.
Mehr als jeder Zweite hat schon Falsches gelesen
Die Schattenseite: Das Netz trennt Fakten und Fehlinformationen nicht. 25,4 Prozent der Befragten sind häufig auf irreführende Gesundheitsinformationen gestoßen, 26,8 Prozent gelegentlich. Insgesamt hat damit mehr als die Hälfte der Bevölkerung bereits Fehlinformationen zu Gesundheitsthemen wahrgenommen. Beim eigenen Urteilsvermögen sind die Menschen gespalten: 40,3 Prozent trauen sich zu, seriöse von unseriösen Quellen zu unterscheiden. 31,5 Prozent verneinen das – fast jeder Dritte gibt offen zu, im Netz nicht sicher zwischen verlässlicher Information und Halbwahrheit unterscheiden zu können: 28,2 Prozent sind unentschieden.
Über die Studie
Civey hat für die Debeka vom 5. Mai bis 12. Mai 2026 online 5.000 Bundesbürgerinnen und Bundesbürger ab 18 Jahren, sowie 2.500 Personen, die im Internet nach Krankheiten, Symptomen, Behandlungen suchen, befragt. Die Ergebnisse sind aufgrund von Quotierungen und Gewichtungen repräsentativ unter Berücksichtigung des statistischen Fehlers von 2,6 bis 3,4 Prozentpunkten beim jeweiligen Gesamtergebnis. Weitere Informationen zur Methodik finden Sie hier (https://civey.com/ueber-civey/unsere-methode).
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Debeka Krankenversicherungsverein a. G.
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