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Legionellen-Risiko in Ferienwohnungen: Sicher vermieten, Hygieneprobleme vermeiden

 

Heute belegt, danach tagelang leer: Was in Ferienwohnungen zum normalen Betrieb gehört, kann für die Trinkwasserhygiene zum Risiko werden. Denn steht Wasser zu lange in den Leitungen, erhöht sich das Risiko für eine gesundheitsgefährdende Vermehrung von Legionellen. Wie relevant das Thema ist, zeigen die Zahlen: Nach europäischen Überwachungsdaten gilt etwa ein Fünftel aller Legionellose-Fälle als reiseassoziiert, also im Zusammenhang mit Hotels und Ferienunterkünften[1]. In Deutschland meldete das Robert Koch-Institut über 2.200 Fälle pro Jahr – Tendenz steigend[2]. Elektronische Armaturen von SCHELL helfen Eigentümern und Vermietern von Ferienwohnungen dank automatischer Stagnationsspülungen, dieses Risiko zu senken. So wird der für die Trinkwasserhygiene geforderte regelmäßige Wasseraustausch sichergestellt, auch wenn gerade keine Gäste vor Ort sind.

Warum gerade Ferienwohnungen betroffen sind

Legionellen vermehren sich vor allem in warmem,übermäßig lang stagnierendem Wasser. Besonders problematisch sind Temperaturen in künstlichen Wassersystemen zwischen 25 °C und 45 °C. Wenn durch die Leitung längere Zeit kein Wasser läuft, kann die Vermehrung von Legionellen begünstigt werden. Genau solche Bedingungen entstehen in Ferienwohnungen leicht, wenn zwischen zwei Buchungen niemand die Armaturen nutzt. Besonders kritisch wird es dann beim Duschen oder Händewaschen: Wird das Wasser fein zerstäubt, können erregerhaltige Aerosole eingeatmet werden und schwere Lungenentzündungen oder Pontiac-Fiebermit grippeähnlichen Symptomen auslösen.

Die Verantwortung liegt beim Vermieter

Die Trinkwasserverordnung nimmt Eigentümer und Vermieter in die Pflicht. Sie müssen einen regelmäßigen vollständigen Wasserwechsel über alle Entnahmestellen der Trinkwasserinstallation sicherstellen. Laut der Richtlinie VDI 6023 Blatt 1 sollte dieser spätestens alle 72 Stunden erfolgen. Alle Entnahmestellen von Handzu spülen, ist für Eigentümer und Vermieter jedoch kaum praktikabel – erst recht bei mehreren Wohnungen.

Zudem sind Eigentümer und Vermieter laut Trinkwasserverordnung dazu verpflichtet, alle drei Jahre die Warmwasserversorgungen auf Legionellen prüfen zu lassen. Der Untersuchungspflicht unterliegen nahezu alle Anlagen in Gebäuden mit einer zentralen Warmwasserversorgungsanlage, also auch Objekte mit mehrerenFerienwohnungen und unterschiedlichen Eigentums- und Vermietungsverhältnissen. Die Untersuchung des Trinkwassers auf Legionellen obliegt der Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) und nicht allein den einzelnen Eigentümern und Vermietern.

Elektronische Armaturen sichern regelmäßigen Wassertausch

Gezielt eingesetzt, hilft moderne Technik in Ferienwohnungen, den hygienischen Betrieb der Trinkwasserinstallation zu gewährleisten. Elektronische Armaturen von SCHELL sind dafür eine praxisgerechte und wirkungsvolle Lösung. Sie ermöglichen automatische Hygienespülungen und sorgen für regelmäßigen Wasseraustausch, auch bei Leerstand. Besonders sinnvoll ist der Einsatz von elektronischen Armaturen an strategisch wichtigen Punkten wie im Gäste-WC, im zweiten Bad oder in der Küche. Diese liegen oft am Anfang oder Ende der Wohnungsinstallation. Werden sie regelmäßig genutzt oder automatisch gespült, wird die Wohnungszuleitung sowie ein Teil der Hauptleitung mit durchströmt. Das dient dem Gesundheitsschutz und verursacht nur geringen zusätzlichen Wasserverbrauch.

Smarte Lösungen für Küche, Bad und mehrere Objekte

Für die Küche eignet sich die hybride Armatur GRANDIS E, die berührungslose Sensortechnik mit der klassischen Bedienung per Einhebelmischer vereint und Stagnationsspülungen nach festgelegten Spülintervallen durchzuführt. Im Badezimmer trägt z. B. die berührungslose Waschtisch-Armatur XERIS E² auch bei längeren Leerständen zum Erhalt der Trinkwassergüte bei. Wie alle Armaturen der Generation E² lässt sie sich via Bluetooth® über die SCHELL App bedienen. So können Stagnationsspülungen flexibel geplant und gesteuert werden. Neben Terminserien oder Intervallen steht mit dem\“smarten bedarfsgerechten Spülen\“eine besonders effiziente, wassersparende Lösung zur Verfügung, welche unter Berücksichtigung der tatsächlichen Nutzung die Spülungen täglich neu berechnet. Dabei wird nur so viel Wasser verbraucht, wie es für den hygienisch geforderten Wasserwechsel notwendig ist.

Für Betreiber mehrerer Objekte oder ganzer Ferienwohnungsanlagen lassen sich die elektronischen SCHELL Armaturen über das SCHELL Wassermanagement-System SWS/SMART.SWS zentral vernetzen und steuern. So behalten Betreiber und Facility Manager ganz komfortabel und ortsunabhängig über Smartphone oder andere Endgeräte all ihre Liegenschaften jederzeit im Blick.

Der Vorteil der SCHELL Lösungen: Mit der Dokumentation der Maßnahmen können Gebäudebetreiber jederzeit belegen, dass sie ihrer gesetzlichen Verantwortung zum Erhalt der Trinkwassergüte nachkommen.

Sicher durch die Saison

Leerstände gehören zu jeder Ferienwohnung. Der hygienisch notwendige Wasserwechsel bleibt dennoch Pflicht. Elektronische Armaturen von SCHELL stellen sicher, dass diese Aufgabe zuverlässig geregelt ist: Sie sichern die Trinkwasserhygiene auch bei schwankender Belegung und schützen Gäste vorvermeidbaren Gesundheitsrisiken. Eigentümer und Vermieter profitieren zugleich von spürbar weniger Aufwand, mehr Komfort für ihre Gäste und einer attraktiveren Immobilie.

[1] Quelle: Beauté J, The European Legionnaires Disease Surveillance Network: Legionnaires disease in Europe, 2011 to 2015. Eurosurveillance, 2017; 22(27):30566. DOI: 10.2807/1560-7917.ES.2017.22.27.30566.

[2] Quelle: Robert Koch-Institut: Infektionsepidemiologisches Jahrbuch meldepflichtiger Krankheiten für 2024. Berlin, 2026, Kapitel\“Legionellose\“.

Pressekontakt:

SCHELL GmbH&Co. KG
Birgit Munz
02761 – 8920
birgit.munz@schell.eu

Original-Contentvon: SCHELL GmbH&Co. KG,übermittelt durch news aktuell

Posted by on 13. Juli 2026.

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Categories: Allgemein

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