Ökumenischer Empfang der Kirchen bei der 76. Berlinale / Filme machen Schicksale erlebbar, die sich hinter Zahlen verbergen

„,Kein Land für Niemand‘ ist ein starker Beitrag für Empathie und Menschlichkeit“, betonte Kardinal Marx. Die beiden Dokumentarfilmer begleiteten für ihren Film unter anderem die Hilfsorganisation Sea-Eye bei der Rettung von in Seenot geratenen geflüchteten Menschen im Mittelmeer. „Besonders in Zeiten, in denen Spaltung und Hass den gesellschaftlichen und politischen Diskurs prägen, kann der Film für Verantwortung gegenüber der Schöpfung, für Frieden und für Solidarität sensibilisieren“, sagte Kardinal Marx. Die Förderung und Auszeichnung solcher Filme sei der zentrale Anspruch der kirchlichen Filmarbeit.
Pastor Dr. Johann Hinrich Claussen, der Kulturbeauftragte der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), wies am Beispiel des iranischen Films„Ein einfacher Unfall“ darauf hin, dass gerade das anspruchsvolle, nicht allein kommerziell ausgerichtete Kino Geschichten erzählt, die den Blick weiten und das Urteil schärfen: „Hier sollten die Kirchen Interesse zeigen, neugierig bleiben, sich ansprechen und berühren lassen.“
BeimÖkumenischen Empfang der Kirchen wurde auch die 34. Ökumenische Jury vorgestellt. Sie vergibt den „Preis der Ökumenischen Jury“ im internationalen Wettbewerb der Berlinale sowie die mit jeweils 2.500 Euro dotierten Preise in den Programm-Sektionen „Forum“ und „Panorama“. Zentrale Wertungskriterien der Ökumenischen Juryarbeit sind, neben formalen Qualitätskriterien, insbesondere die Orientierung an Werten aus der Perspektive des Evangeliums.
Die Mitglieder derÖkumenischen Jury werden gemeinsam vom Katholischen Weltverband für Kommunikation SIGNIS und der Internationalen Kirchlichen Filmorganisation INTERFILM nominiert. Jurypräsident ist in diesem Jahr der Präsident von SIGNIS-Europa, Douglas P. Fahleson (Irland). Weitere Jurymitglieder sind Stephen Brown (Schweiz/Frankreich), Jean-Jacques Cunnac (Frankreich), Daria Pezzoli-Olgiati (Schweiz/Deutschland), Ingrid Stapf (Deutschland) und die Publizistin und Kuratorin des Jüdischen Filmfestivals Berlin-Brandenburg, Lea Wohl von Haselberg (Deutschland).
Diese Pressemitteilung wird von den Pressestellen der Deutschen Bischofskonferenz und der EKD zeitgleich verschickt. Mehrfachzusendungen bitten wir zu entschuldigen.
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Carsten Splitt
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