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KRITIS-Dachgesetz und NIS2 erhöhen den Druck auf Unternehmen

 

Cyberangriffe, Stromausfälle, Extremwetter oder der Ausfall zentraler Telefon- oder Cloud-Dienste: Unternehmen in Deutschland müssen sich zunehmend auf Szenarien vorbereiten, in denen klassische Kommunikationswege nicht mehr funktionieren. Mit dem KRITIS-Dachgesetz und der europäischen NIS2-Richtlinie wächst gleichzeitig der regulatorische Druck, kritische Prozesse auch in Krisensituationen aufrechterhalten zu können._

\“Viele Unternehmen unterschätzen noch immer, dass Kommunikation selbst zur kritischen Infrastruktur geworden ist\“, sagt Markus Viertel, Geschäftsführer der WiMo Antennen und Elektronik GmbH.\“Ohne funktionierende Kommunikationssysteme lassen sich Krisen weder koordinieren noch gesetzliche Meldepflichten erfüllen.\“

Bis zu 40.000 Unternehmen betroffen

Während eine KRITIS-Regulierung bislang häufig vor allem mit großen Betreibern kritischer Infrastruktur verbunden wurde, erweitert sich der Kreis betroffener Organisationen erheblich. Durch ergänzende Vorgaben aus dem BSI-Gesetz und der NIS2-Umsetzung geraten zunehmend auch mittelständische Unternehmen in den Fokus. Experten gehen davon aus, dass künftig bis zu 40.000 Unternehmen in Deutschland von erweiterten Resilienz- und Sicherheitsanforderungen betroffen sein könnten.

Dabei reicht klassische IT-Sicherheit allein nicht mehr aus. Gefordert werden ganzheitliche Konzepte zur Aufrechterhaltung betrieblicher Handlungsfähigkeit – auch dann, wenn Internet, Festnetz, Mobilfunk oder Cloud-Infrastrukturen ausfallen.

Der unterschätzte Faktor: Kommunikation

\“Viele Krisenpläne basieren implizit auf der Annahme, dass Kommunikationsnetze verfügbar bleiben\“, erklärt Viertel.\“Doch genau das kann im Ernstfall problematisch werden – etwa bei großflächigen Stromausfällen, Cyberangriffen, Kaskadeneffekten innerhalb kritischer Infrastrukturen und nicht zuletzt im Verteidigungsfall.\“

Besonders kritisch sei dabei die starke Abhängigkeit vieler Organisationen von internetbasierten Systemen. Fällt die Primärinfrastruktur aus, drohen Kommunikationsabbrüche mit erheblichen operativen Folgen.

Vor diesem Hintergrund rückt das Thema redundante Kommunikation stärker in den Fokus. Gemeint sind unabhängige Rückfallebenen, die auch ohne klassische Netzinfrastruktur funktionieren.

Infrastrukturunabhängige Kommunikation gewinnt an Bedeutung

Eine mögliche Lösung sieht WiMo in funkbasierten Kommunikationssystemen. Technologien wie Kurzwellenkommunikation und digitale Übertragungsverfahren wie PACTOR ermöglichen die Übertragung von E-Mails, Texten wie Lageberichten, Positionsdaten oder Bildern – unabhängig von Internet, Mobilfunk oder Satelliten.

\“Es geht ausdrücklich nicht darum, bestehende Systeme zu ersetzen\“, betont Viertel.\“Es geht um belastbare Rückfallebenen für den Krisenfall. Genau diese Redundanz wird künftig immer wichtiger.\“

Die Technologien seien dabei keineswegs neu, sondern seit Jahrzehnten weltweit erprobt – unter anderem in sicherheitskritischen Bereichen, im internationalen Funkverkehr oder in der Notfallkommunikation in vielen Ländern dieser Welt.

Technologische Souveränität als zusätzlicher Faktor

Neben der Resilienz spielt zunehmend auch die Frage technologischer Souveränität eine Rolle. Gerade angesichts geopolitischer Unsicherheiten wachse bei Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen das Interesse an unabhängigen Kommunikationslösungen und europäischen beziehungsweise deutschen Technologieanbietern.

\“Wir müssen das Rad nicht neu erfinden\“, so Viertel.\“Viele robuste Technologien existieren bereits – in unserem Fall auch als\“Made-In-Germany\“. Entscheidend ist jetzt, sie konsequent in bestehende Sicherheits- und Krisenkonzepte zu integrieren.\“

Unter der Marke Kritis-Kom bündelt WiMo eigene Produkte sowie ausgewählte Handelsprodukte zu einem auf KRITIS-Unternehmen zugeschnittenen Lösungsangebot.

Posted by on 26. Mai 2026.

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Categories: Allgemein

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