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Krankenkassen preschen mit Rabattvertragsausschreibung zu Biologika vor / Parallel zum laufenden Pharmadialog treiben Krankenkassen eigene Verfahren voran

 

Noch vor Veröffentlichung der Bekanntmachung im Bundesanzeiger hatte Spektrum K am Freitag die erste exklusive Biosimilar-Ausschreibung gestartet. Der Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) mit den konkreten Angaben zum Inkrafttreten lag zu diesem Zeitpunkt noch nicht offiziell vor. Ausgeschrieben sind Rabattverträge für die Wirkstoffe Epoetin alfa und Epoetin zeta, Teriparatid, Filgrastim, Etanercept sowie Infliximab. Die Wirkstoffe, die für Therapien schwerwiegender Erkrankungen des Blutes und gegen Rheuma eingesetzt werden, werden nun bereits einem Preisdiktat unterworfen, obwohl für die Austauschbarkeit der Arzneimittel die Rahmenbedingungen fehlen.

Dorothee Brakmann, Hauptgeschäftsführerin von Pharma Deutschland erklärt dazu:\“Die Ausschreibung von exklusiven Rabattverträgen für Biosimilars während des noch laufenden Pharmadialogs und ohne klärende Rahmenbedingungen ist irritierend. Die Bemühungen, gemeinsame Lösungen für eine resiliente Arzneimittelversorgung trotz knapper Kassen und globaler Bedrohung zu finden, werden damit konterkariert.\“

Zum Hintergrund:

Spektrum K schrieb exklusive Rabattverträge für biotechnologisch hergestellte Arzneimittel (Biologika) aus, obwohl deren Beschluss zur Austauschbarkeit in der Apotheke noch nicht in Kraft getreten war. Zudem müssen weitere Rahmenbedingungen z. B. zu den austauschbaren Darreichungsformen und für den Austausch in der Apotheke geregelt werden.

Für die Versorgung bedeuten exklusive Rabattausschreibungen eine ernsthafte Gefahr für die Versorgung.

Wie die Erfahrungen im Generikamarkt zeigen, haben selbst politische Gegenmaßnahmen wie das Arzneimittel-Lieferengpassbekämpfungs- und Versorgungsverbesserungsgesetz (ALBVVG) die Abwärtsspirale aus Preisdruck, Marktaustritten und Angebotsverengung nicht stoppen können. Eine ähnliche Entwicklung zeichnet sich nun auch im Biologika-Segment ab.

Dies gefährdet nicht nur massiv die Arzneimittelversorgung an sich, sondern auch die Standorte und Produktion von Arzneimitteln und damit den Aufbau von resilienten Lieferketten insbesondere in globalen Krisenzeiten.

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Der Pharma Deutschland e.V. ist der mitgliederstärkste Branchenverband der Pharmaindustrie in Deutschland. Er vertritt die Interessen von rund 400 Mitgliedsunternehmen, die in Deutschland ca. 80.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen. Die in Pharma Deutschland e.V. organisierten Unternehmen tragen maßgeblich dazu bei, die Arzneimittelversorgung in Deutschland zu sichern. So stellen sie fast 80 Prozent der in Apotheken verkauften rezeptfreien und fast zwei Drittel der rezeptpflichtigen Arzneimittel sowie einen Großteil der stofflichen und dentalen Medizinprodukte für die Patientinnen und Patienten bereit. Unter www.pharmadeutschland.de gibt es mehr Informationen zu Pharma Deutschland.

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Posted by on 2. März 2026.

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