Ökonom Hüther: Merz muss gegenüber Xi unfaire Handelspraktiken adressieren / IW-Direktor fordert\“selbstbewusstes Gespräch auf Augenhöhe\“-\“Müssen nicht befürchten, von Chinaüberrollt zu werden\“

Hüther sagte noz:\“Herr Merz kann in Peking ein selbstbewusstes Gespräch auf Augenhöhe führen. Deutschland und China sind die beiden großen Gewinner der Globalisierungsphase seit den 80er/90er Jahren. Und beide Länder stehen jetzt vor erheblichen strukturellen Herausforderungen. Gemeinsam geht das besser.\“Auf chinesischer Seite nannte der IW-Direktor\“die dramatische Alterung der Gesellschaft, die Fehlallokation von Kapital, die Probleme im Immobiliensektor\“sowie\“eineÜberproduktionskrise\“vor allem bei E-Autos.
Zugleich trat der Wirtschaftswissenschaftler wachsenden Befürchtungen entgegen, China werde Europa technologisch abhängen.\“Kann ein Land bei allen Produkten komparative Vorteile – wie wirÖkonomen sagen – haben? Das ist quasi ausgeschlossen\“, so Hüther zu noz. Begründet wäre die Sorge allenfalls, wenn hierzulande die Forschungsintensität nicht vorangetrieben würde.\“Worauf es ankommt: Dass wir lernen, aus den Erkenntnissen der Universitäten mehr Wertschöpfung zu kreieren. Zum Beispiel durch Ausgründungen. Wenn wir da besser werden, und das können wir, müssen wir nicht befürchten, von China überrollt zu werden.\“Zumal Deutschland und Europa womöglich davon profitieren könnten, dass die Wissenschaftsfreiheit in den USA bedroht sei.
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