Kommunen fordern von Bund-Länder-Gipfel Beschluss zu Milliarden-Einsparungen im Sozialbereich / DStGB-Hauptgeschäftsführer Berghegger:\“Tag der Entscheidung ist gekommen\“

Als Beispiel nannte Berghegger die Schulbegleitung von Kindern mit Behinderungen. Nach geltendem Recht werde jedem Schüler ein eigener Begleiter zur Seite gestellt.\“Wegen des Einzelfall-Anspruchs sitzen in manchen Klassen fünf oder sechs Betreuer plus Lehrer. Das hilft niemandem, kostet aber unfassbar viel Geld. Eine gemeinsame Betreuung wird in vielen Fällen ausreichen\“, so der DStGB-Chef zu\“noz\“.\“Und solche Pooling-Lösungen können wir auch für die Eingliederung von Erwachsenen finden. Dafür braucht es breite Zustimmung vom Bund und den Ländern. Denn mit der teilweise übertriebenen Einzelfallgerechtigkeit haben wir das Große Ganze aus den Augen verloren.\“
Die Ministerpräsidentinnen und Präsidenten der Länder treffen sich am Donnerstagnachmittag mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU). Beratungen über die Linderung der Finanznot der Kommunen stehen dabei im Mittelpunkt.
Die Ausgaben im sozialen Bereich seien im zweistelligen Bereich durch die Decke geschossen, Jahr für Jahr, begründete Berghegger seinen Appell. Wenn sich nichts ändere, fehlten den Kommunen jedes Jahr 30 Milliarden Euro. An Kredite zu kommen werde dann immer schwieriger und die Zinsen kämen hinzu.\“Wir schlagen deswegen vor, die Ausgaben im Sozialbereich zu dritteln: Jeweils ein Drittel für Bund, Länder und Kommunen. Dann kämen wir endlich von unseren Defiziten runter. Und das hätte beim Gesetzgeber ein Umdenken zur Folge: Alle neuen Leistungen würden automatisch auch Bund und Länder teuer zu stehen kommen – und bei Einsparungen würden auch sie finanziell profitieren.\“
Neben den Einsparungen im Sozialbereich müsse der Bund-Länder-Gipfel auch eine zweite Weichenstellung vornehmen:\“Wir erwarten eine Lösung bei der sogenannten Konnexität. Wenn Leistungen beschlossen werden, müssen uns die Kosten erstattet werden. Auch darüber wird seit Monaten verhandelt. Auch da braucht es eine Entscheidung vor der Sommerpause, damit wir endlich Planungssicherheit haben!\“
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Original-Contentvon: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell
Categories: Allgemein
No Responses Yet
You must be logged in to post a comment.