Interhyp Zinsupdate Juni: EZB-Zinsschritt bei den Bauzinsen bereits eingepreist – Anschlussfinanzierung bleibt tragbar

– Zinsentwicklung: Bauzinsen bleiben stabil bei rund 4 Prozent für zehnjährige Darlehen – EZB-Entscheidung sorgt für wenig Bewegung bei Immobilienkrediten
– Bankenpanel: 75 Prozent der Experten erwarten kurzfristig eine Seitwärtsbewegung der Zinsen; langfristig rechnen alle Befragten mit einem stabilen Niveau
– Anschlussfinanzierung: Geringe Sorgen trotz höherer Zinsen
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat den Leitzins angehoben. Damit reagiert die Notenbank auf den massiven Preisdruck besonders bei Energieprodukten infolge des Iran-Konflikts, der die Inflation im Euroraum zuletzt auf 3,2 Prozent getrieben hat.
Jörg Utecht, CEO der Interhyp Gruppe, zur Marktlage:
\“Für Kaufinteressierte bedeutet der heutige Zinsschritt der EZB kein Grund zur Unruhe, da die Kapitalmärkte die Erhöhung bereits in den vergangenen Wochen eingepreist haben. Angesichts der konjunkturellen Schwäche im Euroraum ist der Spielraum für weitere Leitzins-Erhöhungen zudem begrenzt. Bei den Bauzinsen sehen wir aktuell eine Plateaubildung um rund 4 Prozent für zehnjährige Darlehen. Gleichzeitig gibt es für Kaufinteressierte durch kleinere Zins-Bewegungen immer wieder gute Einstiegsmöglichkeiten. Ich rate Käuferinnen und Käufern mehr denn je zu einem umfassenden Bankenvergleich, denn die Unterschiede zwischen den einzelnen Instituten können sich spürbar unterscheiden. Wer vergleicht, kann sich oft bessere Konditionen sichern.\“
Bankenpanel: Expertenstimmen zur Zinsentwicklung
Das aktuelle Interhyp-Bankenpanel zeigt ein klares Bild: Kurzfristig erwarten 75 Prozent der befragten Institute gleichbleibende Bauzinsen, 25 Prozent prognostizieren steigende Bauzinsen. Langfristig gehen sogar alle Experten von einem stabilen Niveau aus. Ein Experte aus dem Panel zur langfristigen Zinsprognose:
\“Die EZB wird vorsichtig sein und hat kein Interesse, das schwache Wachstum mitübertriebenen Zinserhöhungen noch weiter zu schwächen. In diesem Fall sollten die Kapitalmarktzinsen etwas runterkommen. Ein starker Rückgang ist allerdings nicht zu erwarten. Die Kapitalmarktzinsen werden sich im Großen und Ganzen in der zweiten Jahreshälfte horizontal bewegen.\“
Anschlussfinanzierung: Die meisten Haushalte kommen auch mit gestiegenen Bauzinsen gut zurecht
Nicht nur für Erstkäufer spielt das aktuelle Zins-Niveau eine wichtige Rolle. Auch wer schon finanziert hat und nun anschlussfinanzieren muss, schaut sehr genau auf die Zinsentwicklung. Viele Finanzierungen, die in diesem oder den kommenden Jahren verlängert werden müssen, wurden in der Niedrigzinsphase geschlossen. Das Zins-Niveau der Anschlussfinanzierung ist also für die meisten Anschlussfinanzierer deutlich höher. Grund zur Sorge gibt es dennoch nicht.
Für alle Finanzierungen, deren Zinsbindung zwischen 2026 und 2030 endet, hat Interhyp systematisch verglichen, wie sich die damalige Erstfinanzierungsrate bei Niedrigzinsen zur heutigen Anschlussfinanzierung bei einem angenommenen Zinssatz von vier Prozent verhält. Das Ergebnis: Die monatlicheBelastung ist im Schnitt nicht höher, sondern sogar leicht niedriger.
– Durchschnittliches Darlehensvolumen bei Erstfinanzierung (im Jahr 2016): rund 305.000 Euro
– Erwartete Restschuld zur Anschlussfinanzierung nach 10 Jahren Laufzeit: ca. 220.000 Euro (rund 30 Prozent geringer)
– Durchschnittliche Monatsrate bei Erstfinanzierung: 1.044 Euro
– Hypothetische Monatsrate bei Anschlussfinanzierung (4 % Zins, 1,5 % Tilgung): 1.002 Euro
\“Trotz der gestiegenen Bauzinsen sehen wir aktuell keine breiteÜberforderung bei Anschlussfinanzierungen. Die meisten Kundinnen und Kunden sind heute finanziell deutlich besser aufgestellt als zum Zeitpunkt der Erstfinanzierung. Zudem ist häufig bereits ein beträchtlicher Teil der Kreditsumme getilgt\“, erklärt Jörg Utecht.
Drei Gründe, warum 4 Prozent Zinsen für die meisten tragbar sind:
1. Geringere Kreditvolumina: Die Finanzierungsbeträge vor zehn bis fünfzehn Jahren lagen deutlich unter den heutigen Erstfinanzierungen.
2. Hohe Tilgungsleistungen: In der Niedrigzinsphase lag die anfängliche Tilgung durchschnittlich bei über drei Prozent. Daher ist die Restschuld bei vielen Käuferinnen und Käufern nicht mehr so hoch.
3. Gestiegene Einkommen: Die Haushaltsnettoeinkommen der betroffenen Kundinnen und Kunden sind seit der Erstfinanzierung signifikant gewachsen und verbessern die Tragfähigkeit zusätzlich.
Entsprechend marginal ist der Anteil der Fälle, in denen die Anschlussfinanzierung als kritisch einzustufen ist. Über alle von Interhyp betrachteten Finanzierungen hinweg, die in den kommenden Jahren auslaufen werden liegt dieser Wert bei unter einem Prozent.
Empfehlung: Frühzeitig Optionen sichern
Jörg Utecht empfiehlt Eigentümerinnen und Eigentümern, sich zwei bis drei Jahre vor Ablauf der Zinsbindung mit der Anschlussfinanzierung zu befassen:\“Wer sich früh vorbereitet, gewinnt Entscheidungsfreiheit – unabhängig vom Zinsniveau.\“
Über Interhyp:
Die Interhyp Gruppe ist eine der führenden Adressen für private Baufinanzierungen in Deutschland. Mit den Marken Interhyp, die sich direkt an die Endkundinnen und -kunden richtet, und Prohyp, die sich an Einzelvermittlerinnen und -Vermittler und institutionelle Partner wendet, hat das Unternehmen 2025 ein Finanzierungsvolumenvon 26,4 Milliarden Euro erfolgreich bei seinen über 500 Finanzierungspartnern platziert. Dabei verbindet die Interhyp Gruppe die vielfach ausgezeichnete Kompetenz ihrer Finanzierungsspezialistinnen und -spezialisten mit der Leistungsfähigkeit der eigenentwickelten Baufinanzierungsplattform HOME sowie kundenorientierten Digitalangeboten. Die Interhyp Gruppe beschäftigt rund 1.600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist an über 140 Standorten persönlich vor Ort für ihre Kundinnen und Kunden und Partner präsent.
Pressekontakt:
Valeria Honal, Senior Unternehmenssprecherin, Interhyp AG, August-Everding-Straße 24, 81671 München, Telefon: +49 (89) 20307 1281, E-Mail: presse@interhyp.de; https://www.interhyp.de
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