Im Dialog: Landwirtschaft, Politik und Industrie diskutierenüber sichere Düngemittelversorgung

Im Mittelpunkt standen die Auswirkungen geopolitischer Entwicklungen auf die Versorgungssicherheit, die Zukunft einer wettbewerbsfähigen europäischen Düngemittel-Produktion sowie die Frage, wie sich eine effiziente Pflanzenernährung und anspruchsvolle Umweltziele miteinander verbinden lassen.
\“Eine sichere Lebensmittelversorgung beginnt mit einer sicheren Versorgung der Landwirtschaft mit Düngemitteln\“, sagte Dr. Theresa Krato, Geschäftsführerin des IVA.\“Die vergangenen Jahre haben gezeigt, wie anfällig globale Lieferketten sein können. Deshalb braucht Europa auch künftig eine leistungsfähige heimische Düngemittel-Produktion. Dafür sind wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen, bezahlbare Energie und Investitionssicherheit unverzichtbar\“, so Krato.
Dr. Franziska Kersten, Agrarsprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, beschäftigt sich schon seit der letzten Legislaturperiode mit dem Thema Düngerecht.\“Uns ist sehr bewusst, dass die Landwirtinnen und Landwirte beim Düngerecht endlich Klarheit und praktikable Vorgaben brauchen. Wir haben schon jetzt unterschiedliche Vorgaben gelockert, die Stoffstrombilanzverordnung ist aufgehoben. Nun muss ein neues Instrument geschaffen werden, um zukünftig besonders wasserschonend wirtschaftende Betriebe von einigen Auflagen zu befreien. Ich sage aber auch: Das wird nicht ohne irgendeine Form der betrieblichen Bilanzierung gehen. Als Bundesregierung müssen wir da jetzt liefern\“, so Kersten.
Die landwirtschaftspolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Sachsen-Anhalt, Elrid Pasbrig, sagte:\“Die Landwirtschaft in Sachsen-Anhalt steht für hochwertige Lebensmittel und eine verantwortungsvolle Bewirtschaftung unserer Flächen. Dafür brauchen unsere Betriebe moderne Betriebsmittel, Planungssicherheit bei der Düngung und wissenschaftlich fundierte Entscheidungen bei Pflanzenschutzmitteln. So bringen wir Ertrag, Umwelt- undGewässerschutz zusammen.\“
Digitale Verfahren stärken Nährstoffeffizienz und Ertragssicherheit
Ein weiterer Schwerpunkt des Austauschs war die Weiterentwicklung des Düngerechts. Moderne digitale Verfahren ermöglichen heute eine deutlich präzisere und bedarfsgerechtere Nährstoffversorgung als noch vor wenigen Jahren. Aus Sicht des IVA sollte dieses Potenzial stärker genutzt werden, um Nährstoffeffizienz, Ertragssicherheit sowie den Schutz von Gewässern und Klima gleichermaßen zu stärken.
Der\“Dialog am Hof\“soll den Austausch zwischen landwirtschaftlicher Praxis und politischen Entscheidungsträgern stärken. Ziel ist, gemeinsam Lösungen zu diskutieren, welche Versorgungssicherheit, Wettbewerbsfähigkeit und Nachhaltigkeit gleichermaßen berücksichtigen.
Der Industrieverband Agrar e. V. (IVA) vertritt die Interessen der Hersteller von Betriebsmitteln für einen nachhaltigen Pflanzenbau in Deutschland. Die 46 Mitgliedsunternehmen engagieren sich in den Bereichen Pflanzenschutz, Pflanzenernährung, Pflanzenzüchtung, Biostimulanzien und Schädlingsbekämpfung. Die vom IVA vertretene Branche bietet innovative Produkte für eine moderne Landwirtschaft, professionellen Gartenbau und verantwortungsvolle Privatanwendung.
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