Hinter den Kulissen der Stammzellspende: Neuer Animationsfilm zeigt den Weg vom Wangenabstrich bis zur Transplantation

Am Beispiel von Paul und Anna erzählt der dreieinhalbminütige Film, wie aus einer Registrierung eine konkrete Stammzellspende werden kann. Paul lebt in Australien und ist als Stammzellspender registriert, Anna lebt in Deutschland und ist an Blutkrebs erkrankt. Die beiden Figuren sind fiktiv, der Ablauf ist es nicht. Weil dasZKRD mit pseudonymisierten Daten arbeitet, kennt es weder die Namen noch die persönlichen Geschichten der beteiligten Spender und Patienten. Paul und Anna stehen deshalb für viele mögliche Verläufe, die im Register täglich beginnen können.
Aufklärung in einer entscheidenden Phase
Diese Wissenslücke gewinnt an Bedeutung. Mit 9.049 Stammzellentnahmen bei deutschen Spendern erreichte das ZKRD 2025 zwar einen historischen Rekord, ein Plus von 8,4 % gegenüber dem Vorjahr. Gleichzeitig fiel die Zahl der Neuregistrierungen 2025 mit 412.371 Menschen auf den niedrigsten Stand seit 2010. Da jährlich zudem viele ältere Spender altersbedingt aus dem Register ausscheiden, droht die Schere zwischen Bedarf und verfügbaren Spendern weiter auseinanderzugehen. Wer den Weg einer Stammzellspende kennt, kann fundierter entscheiden, ob er Teil dieses Netzwerks werden möchte.
Genau hier setzt der neue Animationsfilm an: Stellvertretend für unzählige reale Verläufe verdichtet er den komplexen Ablauf einer Stammzellspende, von der ersten Suchanfrage über den weltweiten Datenabgleich bis zur Koordination des Kuriertransports und der eigentlichen Transplantation. Sichtbar wird dabei auch, was das ZKRD im Hintergrund leistet. Mithilfe seiner hauseigenen Hochleistungssoftware OptiMatch® gleicht es Patienten- und Spenderprofile international miteinander ab, klärt mit den Krankenkassen die Kostenübernahme, synchronisiert Termine zwischen Kliniken und sorgt dafür, dass das Transplantat sicher beim Patienten ankommt.
Den Film finden Sie hier: https://youtu.be/APysyRgQKr0
Das ZKRD als Knotenpunkt in einem weltweiten Netzwerk
Seit 1992 ist das ZKRD nach§65f SGB V die zentrale Koordinationsstelle für die Stammzellspendersuche in Deutschland. Stand 31. Dezember 2025 sind 10.553.069 Spender in Deutschland registriert, weltweit sind es 44.244.323. Mit über 300 Partnerinstitutionen ist das ZKRD vernetzt und gewährleistet so nicht nur den Datenabgleich, sondern koordiniert auch die übergreifenden Abläufe und unterstützt das Zusammenspiel aller Beteiligten.
Rund 90 % aller Spenden erfolgen heute als periphere Blutstammzellspenden. Dabei handelt es sich nicht um einen Eingriff am Knochen, sondern um ein Verfahren, das einer Blutspendeähnelt. Während der neue Animationsfilm die Suche nach dem geeigneten Stammzellspender anschaulich vermittelt, dokumentiert der aktuelle Jahresbericht des ZKRD, der ebenfalls zur Jahrestagung 2026 veröffentlicht wurde, die Zahlen und Entwicklungen hinter dieser Arbeit.
\“Unsere Arbeit findet zu großen Teilen im Hintergrund statt\“, erklärt PD Dr. Joannis Mytilineos, medizinischer Geschäftsführer des ZKRD.\“Mit dem neuen Animationsfilm machen wir diese Arbeit dennoch greifbar. Denn wer versteht, was nach dem Wangenabstrich geschieht, erkennt auch die Bedeutung jeder einzelnen Registrierung.\“
Das Motto des ZKRD,\“Suchen. Finden. Heilen helfen.\“, lässt sich nur einlösen, wenn Menschen wie Paul sich entscheiden zu helfen. Wer sich registrieren lassen möchte, kann das ab dem 17. Lebensjahr über eine der in Deutschland zugelassenen Spenderdateien tun. Die Freischaltung der Spenderdaten erfolgt jedoch erst mit Vollendung des 18. Lebensjahres. Für die Registrierung wird dabei in der Regel nur ein unkomplizierter Wangenabstrich benötigt. Als potenzieller Stammzellspender steht man dann bis zu einem Alter von 60 Jahren zur Verfügung. Ergibt der Abgleich durch das ZKRD eine passende Übereinstimmung mit einem Patienten und erfüllt der Spender auch die weiteren Kriterien, wird er über seine Spenderdatei kontaktiert. Geschichten wie die von Paul und Anna entstehen, weil jemand zur richtigen Zeit\“Ja\“gesagt hat. Lange bevor er wusste, dass jemand wie Anna dieses\“Ja\“einmal brauchen würde.
Weitere Informationen zur Registrierung finden Sie unter:
www.zkrd.de/registrierung-spende
Über das ZKRD
Seit seiner Gründung 1992 stellt das Zentrale Knochenmarkspender-Register Deutschland mit Sitz in Ulm den Knotenpunkt des gesamten Spendersuch-Prozesses dar. Über die Datenbank des ZKRD läuft der Abgleich der anonymisierten Profile aller in Deutschland typisierten Spender mit den Daten der Patienten, dieeine Blutstammzelltransplantation benötigen. Mithilfe der hauseigenen Software OptiMatch bearbeiten die knapp über 50 Mitarbeiter des ZKRD Suchanfragen aus dem In- und Ausland, um sicherzustellen, dass für jeden Patienten der beste Spender schnellstmöglich identifiziert werden kann. Durch seine weltweite Vernetzung kann das ZKRD zusätzlich auf die Datenbanken internationaler Register zugreifen.
Pressekontakt:
Maximilian Tyrai / Lisa Maria Zingel
ISGRO Themenraum GmbH
Tel.: +49 (0) 621 40 17 12-28
Team-ZKRD@isgro.de
Original-Contentvon: ZKRD – Zentrales Knochenmarkspender-Register Deutschland,übermittelt durch news aktuell
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