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Handwerkskammer ehrt Goldene, Diamantene und Eiserne Meister in Wiesloch und Buchen

 

In zwei Feierstunden im Palatin Kongresszentrum in Wiesloch und im Hotel„Prinz Carl“ in Buchen hat die Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald Meisterjubiläen gewürdigt, die ein halbes Jahrhundert und mehr zurückreichen. Geehrt wurden Goldene Meisterinnen und Meister für 50 Jahre, Diamantene Meister für 60 Jahre sowie Eiserne Meister für 65 Jahre Meisterschaft im Handwerk. Die Jubilare stammen aus klassischen Bau- und Ausbaugewerken ebenso wie aus den Nahrungsmittel- und Kfz-Handwerken sowie aus dem Gesundheitshandwerk. Sie alle erhielten aus der Hand von Kammerpräsident Klaus Hofmann Ehrenurkunden, nämlich den Goldenen, den Diamantenen und den Eisernen Meisterbrief überreicht – insgesamt 62 an der Zahl.Ganze Vielfalt des HandwerksDie Bandbreite der vertretenen Berufe reichte von Bäcker-, Fleischer-, Maler- und Lackierer-, Schlosser-, Schreiner- und Maurermeistern über Elektroinstallateur- und Kraftfahrzeugmechanikermeister bis hin zu Dachdecker-, Stuckateur-, Maschinenbauer-, Tischler-, Zahntechniker- und Kraftfahrzeugelektrikermeistern. Auch seltener gewordene Berufe wieBandagistenmeisterinnen, Damenschneidermeisterinnen oder ein Wagnermeister waren unter den Geehrten vertreten. Damit bildeten die beiden Veranstaltungen die Vielfalt des Handwerks in der Region vom Fundament bis zur Dachspitze und vom Frühstücksbrötchen bis zur Zündkerze ab.VerantwortungübernommenPräsident Klaus Hofmann stellte in seinen Ansprachen heraus, dass die Jubilare das Handwerk über Jahrzehnte geprägt haben. „Der Meisterbrief ist kein Stück Papier, sondern ein Versprechen an die Gesellschaft: Ich kann das, ich stehe dafür ein, ich bürge mit meinem Namen“, sagte Hofmann. Viele der Geehrten hätten Betriebe gegründet und über Generationen geführt, Lehrlinge ausgebildet und damit jungen Menschen eine berufliche Perspektive eröffnet. Zugleich hätten sie Verantwortung für Beschäftigte, Familien und Kunden übernommen und sich häufig auch im Ehrenamt vor Ort engagiert.Die ausgezeichneten Meisterinnen und Meister hatten ihre Prüfungen in den Jahren 1961, 1966 und 1976 oder in den unmittelbar angrenzenden Jahren zuvor abgelegt. In seinen Reden spannte Klaus Hofmann einen Bogen zu den gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen dieser Zeit: dem Bau der Berliner Mauer und dem Flug Juri Gagarins ins All 1961, der erstenGroßen Koalition in Bonn und dem „Wembley-Tor“ 1966 sowie der Gründung von Apple, dem dritten Europapokalsieg des FC Bayern München in Folge und den Olympischen Spielen in Montreal 1976. Diese Rückblicke machten deutlich, wie eng die beruflichen Biografien der Meistergenerationen mit den Umbrüchen und Modernisierungsschüben der Bundesrepublik verknüpft sind.Stabilisator in bewegten ZeitenEin besonderes Augenmerk galt der Rolle des Handwerks als stabilem Faktor in wirtschaftlich und gesellschaftlich bewegten Zeiten. Viele der Geehrten haben mit ihren BetriebenÖlkrisen, Wiedervereinigung, Finanzkrise und Pandemie erlebt und überstanden. „Meisterbetriebe sind Felsen in der Brandung“, betonte Hofmann. Sie sorgten für Wohnraum, Versorgungssicherheit, funktionierende Infrastruktur, Mobilität und Lebensqualität – in den Städten genauso wie im ländlichen Raum des Neckar-Odenwald-Kreises. Gerade dort sei der Meisterbetrieb häufig Arbeitgeber, Ausbilder und wichtiger Ansprechpartner in einer Person.Hofmann verwies zudem auf die Bedeutung von Frauen im Handwerk. Unter den Goldenen Meisterinnen und Meistern sind Bandagisten- und Damenschneidermeisterinnen, die ihre Meisterprüfung zu einer Zeit abgelegt haben, in der Frauen im Handwerk noch deutlich in der Minderheit waren. „Im Handwerk zählte schon immer, was jemand kann – nicht, wer jemand ist“, sagte Hofmann. Viele Handwerksbetriebe seien seit jeher Familienbetriebe, in denen Frauen maßgeblich zum Erfolg beigetragen hätten – oft im Hintergrund, aber an zentraler Stelle.Bedeutung zum Kammer-JubiläumDie Feierstunden standen auch im Zeichen eines besonderen Kammerjubiläums: Die Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald wurde 1901 von 20 Handwerkern in Mannheim gegründet und besteht seit 125 Jahren. Hofmann ordnete die Leistungen der aktuellen Meisterjubilare in diese lange Tradition der Selbstverwaltung des Handwerks ein.„Die Geschichte der Kammer besteht nicht aus Aktenordnern und Gremiensitzungen, sondern aus Werkstätten, Baustellen, Backstuben, Ateliers und Betrieben. Sie, die Meisterinnen und Meister, sind das Handwerk“, so der Präsident.Die Leistung ganzer FamilienZum Abschluss der beiden Veranstaltungen wurden den Jubilaren der Goldene Meisterbrief für 50 Jahre, der Diamantene Meisterbrief für 60 Jahre und der Eiserne Meisterbrief für 65 Jahre Meisterschaft im Handwerk überreicht. Hofmann verband die Ehrung mit einem ausdrücklichen Dank an die Familienangehörigen, die über Jahrzehnte frühe Morgen, späte Abende und durchgearbeitete Wochenenden mitgetragen haben. „Was hier geehrt wird, ist Lebensleistung – im Betrieb, in den Familien und für die Gesellschaft“, sagte Hofmann.Zitat„Sie haben Häuser gebaut und saniert, in denen Kinder aufgewachsen sind, Brote gebacken, die Familien an den Tisch gebracht haben, Fahrzeuge repariert, die Menschen zur Arbeit und an ihr Ziel gebracht haben, und Produkte gefertigt, die den Alltag sicherer und komfortabler machen“, fasste Präsident Klaus Hofmann die Leistung der Geehrten zusammen. „Das ist nicht nur Arbeit, das ist Dienst an der Gesellschaft – und genau dafür steht der Meisterbrief seit Jahrzehnten.“Region: Mannheim– Altlußheim – Brühl – Buchen – Dossenheim – Edingen-Neckarhausen – Eschelbronn – Eppelheim – Friesenheim – Gersfeld – Gorxheimertal – Hellenhahn-Schellenberg – Hemsbach – Hirschberg a.d. Bergstraße – Kenzingen – Ketsch – Ladenburg – Lampertheim – Ludwigshafen –Mauer – Neckargemünd – Östringen – Schönau – Schriesheim – Sinsheim – Viernheim – Walldorf – Weinheim – Wiesloch

Posted by on 19. Mai 2026.

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Categories: Allgemein

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