Handwerk 2026: Service-Monetarisierung und Digitalisierungszuschüsse effizient nutzen

Neu-Ulm, 10.02.2026 – Das deutsche Handwerk steht unter massivem Druck: Während dieFachkräftelückelaut Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) weiter wächst, steigen Fuhrpark- und Betriebskosten stetig. Viele Betriebe arbeiten noch mit Servicemodellen, die wertvolle Arbeitszeit auf der Straße statt beim Kunden binden und unbezahlte Beratung zur Regel machen. Immer mehr Experten sehen die Lösung in einer klaren Neuausrichtung des Servicegeschäfts: Digitale Auftragsvorklärung, die gezielte Monetarisierung von Expertise und eine professionelle Förderstrategie werden zum Rückgrat wirtschaftlicher Stabilität im Jahr 2026.
Effizienz-Offensive: Das Ende der\“blinden\“Anfahrt
Ein erheblicher Teil der Unproduktivität im Handwerk, bspw. beiSHKBetrieben, entsteht durch ineffiziente Fahrten. Vage Problembeschreibungen am Telefon führen häufig zu Vor-Ort-Terminen, die sich als Bagatellfälle entpuppen oder aufgrund fehlender Informationen eine zweite Anfahrt erfordern. Hier setzt der Live-Video-Support als Instrument der digitalen Auftragsvorklärung an.
Anstatt\“blind\“zum Kunden zu fahren, blickt der Techniker bereits vorab durch die Kamera des Kundensmartphones auf die Situation. Diese visuelle Qualifizierung stellt sicher, dass der Experte entweder das Problem direkt remote löst oder mit dem exakt passenden Material zur Baustelle aufbricht. Praxiserfahrungen zeigen, dass visuelle Ferndiagnosen zwischen 65 % und 80 % der herkömmlichen Vor-Ort-Einsätze optimieren oder gar ersetzen können.
Expertise als Produkt: Digitale Beratung gezielt monetarisieren
Parallel zur Effizienzsteigerung findet eine strategische Umbewertung der technischen Beratung statt. Handwerksbetriebe nutzen Live-Video-Support zunehmend, um digitale Dienstleistungen aktiv zu bepreisen. Eine\“Digitale Erstdiagnose\“per Video wird als eigenständiges Produkt positioniert]. Da Kunden durch die sofortige Hilfe Zeit sparen und keine Urlaubstage für Handwerkertermine opfern müssen, ist die Akzeptanz für solche Pauschalen hoch, insbesondere, wenn automatisierte PDF-Sitzungsberichte die erbrachte Leistung für den Kunden transparent dokumentieren.
Förderung 2026: Mehr als nur neue Hardware
Ein häufiges Missverständnis in der Branche betrifft die staatliche Förderung. Reine\“Ersatzbeschaffungen\“, wie der bloße Austausch alter Laptops oder IPads gegen neuere Modelle, werden von den Förderstellen konsequent abgelehnt. Die Investition muss einen echten\“Digitalisierungssprung\“darstellen.
Staatliche Zuschüsse, wie etwa der Digitalbonus Bayern (bis zu 30.000 €) oder die Digitalisierungsprämie Plus in Baden-Württemberg, greifen dann, wenn die Hardware ein Teil einer umfassenden Digitalisierungsstrategie ist. Ein IPad wird dann förderfähig, wenn es zwingend erforderlich ist, um eineinnovative Remote-Service-Software wie tele-LOOK im Betrieb zu nutzen. Entscheidend ist die detaillierte Begründung im Digitalisierungsplan: Die Technik ist hierbei Mittel zum Zweck, um Prozesse wie das Remote-Mentoring für Auszubildende oder die digitale Abnahme rechtssicher zu implementieren.
Die Mathematik der Prozessoptimierung –ROI Rechner
Dieökonomische Hebelwirkung digitaler Serviceprozesse lässt sich klar berechnen: Die Einsparung pro Techniker ergibt sich aus der Zahl der vermiedenen Fahrten multipliziert mit den Fahrzeugkosten und der eingesparten Arbeitszeit. Hinzu kommt der Effekt, dass Fachkräfte in der gleichen Zeit mehr wertschöpfende Einsätze durchführen können.
In vielen Betrieben amortisieren sich die Implementierungskosten für Systeme wie tele-LOOK bereits dann, wenn pro Techniker nur eine einzige Fehlfahrt pro Monat vermieden wird. Jede zusätzliche vermiedene Anfahrt erhöht direkt den Deckungsbeitrag bei gleichzeitig stabiler Mitarbeiterzahl. Beispiel: Bei 0,80 Euro pro Kilometer und einem zweistündigen Einsatz inklusive Fahrtzeit entspricht jede vermiedene Fehlfahrt schnell 150-250 Euro Kostenersparnis.
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