Hamburg Innovation Summit 2026 verzeichnet Rekordbeteiligung – HHIA zeichnen Zukunftsideen aus

Mit 180 Speaker*innen,über 80 Programmpunkten auf fünf Bühnen und mehreren interaktiven Areas verwandelte sich das Oberhafenquartier erneut in einen lebendigen Treffpunkt für Innovation, Austausch und Zukunftsideen. Auf 1.800 Quadratmetern Expofläche präsentierten 65 Ausstellende aus Wirtschaft, Wissenschaft und Start-up-Szene innovative Lösungen für aktuelle gesellschaftliche und wirtschaftliche Herausforderungen – von Künstlicher Intelligenz und Deep Tech über nachhaltige Transformation bis hin zu neuen Bildungs- und Mobilitätskonzepten.
Zukunftsthemen im Fokus der Eröffnung
Eröffnet wurde der HHIS 2026 von Dr. Melanie Leonhard, Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Innovation. Gemeinsam mit Lars Reger, Executive Vice President und Chief Technology Officer von NXP Semiconductors, Dr. Jan Claas-von Jachmann, CEO und Partner der PROVIREX Genome Editing Therapies GmbH,sowie Dr.-Ing. Robert Axmann, Leiter der Quantencomputing-Initiative des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), sprach sie über Zukunftstechnologien mit enormem gesellschaftlichem und wirtschaftlichem Potenzial. Dabei ging es unter anderem um die Frage, wie neue Gentherapien künftig zur Heilung von HIV beitragen könnten und wie Quantencomputing zu einer Schlüsseltechnologie für Industrie, Künstliche Intelligenz und Datenverarbeitung werden kann.
Im Anschluss machte sich die Senatorin bei einem Presserundgang ein Bild von den vielfältigen Innovationen und Projekten auf dem Gelände und zeigte sich begeistert:\“Der Hamburg Innovation Summit ist eine tolle Plattform, um Menschen, Ideen und Konzepte zusammenzubringen, in Austausch zu bringen, auch durchaus einmal kritisch. Ich glaube, dass es ein wahnsinniger Katalysator ist, um gute Sachen, die unser Leben verändern werden, zur Entfaltung zu bringen.\“
Hamburg Innovation Awards machen Innovationspotenzial sichtbar
Ein besonderer Höhepunkt des HHIS 2026 war die Verleihung der Hamburg Innovation Awards (HHIA). Die Auszeichnungen wurden von Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg, überreicht. Sie zeichnen herausragende unternehmerische Talente und frühphasige Innovationenaus der Metropolregion Hamburg aus und machen sichtbar, welches Zukunftspotenzial in der Hansestadt als Innovationsstandort steckt. Unterstützt werden die Awards vom Startup Port, der Startup City Hamburg sowie den IFB Innovationsstartern.
Mit der neuen Kategorie‚International wurde erstmals internationalen Gründer*innen eine Bühne gegeben, um ihren Mut und Einsatz zu würdigen und gleichzeitig sichtbar zu machen, welchen wichtigen Beitrag sie zur Innovationskraft Hamburgs leisten. Im Rahmen des Hamburg Innovation Summit präsentierten die Finalist*innen ihre Innovationen live auf der Bühne und pitchten vor der gesamten HHIS-Community sowie einer fachkundigen Jury, bestehend aus sechs Expert*innen der Hamburger Wirtschaft.
Für das Finale qualifizierten sich in diesem Jahr neun innovative Startups und Ideen aus unterschiedlichen Zukunftsbranchen in den drei Kategorien
* Ideation – für Pre-Seed-Teams in der Ideen- oder sehr frühen Gründungsphase
* Start – für Startups nach dem Markteintritt (bis zu fünf Jahren)
* International – für Gründer*innen mit Migrationsgeschichte, die innovative Startups in Hamburg aufbauen.
In der Kategorie Ideation wurde das Startup Visflo ausgezeichnet. Das Startup hat ein tragbares Sensorpatch entwickelt, welches das Stresshormon Cortisolüber Schweiß misstund Stressbelastungen so in Echtzeit sichtbar macht. Damit soll die Forschung und Behandlung von Burnout, Depressionen und anderen stressbedingten Erkrankungen verbessert werden.
Das Startup Aortex, das Stentgrafts für die minimalinvasive Behandlung von Aortenaneurysmen entwickelt, erhielt den Hamburg Innovation Award in der Kategorie Start. Auf Basis von 3D-CT-Daten entstehen individuell angepasste Implantate, die eine schnellere und sicherere Versorgung auch bei komplexen anatomischen Voraussetzungen ermöglichen.
In der neuen Kategorie Internationalüberzeugte GravNav die Fachjury und erhielt den Award für die Entwicklung einer GPS-unabhängigen Navigationstechnologie, die auf Gravitationsdaten basiert und eine sichere sowie störungsresistente Positionsbestimmung für Schifffahrt, Luftfahrt und autonome Systeme ermöglicht.
\“Die Gewinner spiegeln die Vielfalt der Hamburger Innovationslandschaft wider – von Medizintechnologie und Digital Healthüber Deep-Tech-Lösungen bis hin zu innovativen Navigationstechnologien mit internationalem Wachstumspotenzial\“, freut sich Donald Mekountchou, Gründungsberater bei Hamburg Innovation und an der Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW).
Innovationen, die Hamburg bewegen
Besondere Akzente setzten die HHIS-Botschafter*innen, die mit ihren Vorträgen und Diskussionen zentrale Zukunftsfragen in den Fokus rückten.
Prof. Dr. Laura Marie Edinger-Schons zeigte in ihrer Keynote, wie soziale Innovationen und sektorübergreifende Zusammenarbeit zu wichtigen Treibern einer nachhaltigen Transformation werden können und welche Chancen sich daraus für Hamburg als Innovationsstandort ergeben.
Die Brüder Laurin und Yannes Bock verdeutlichten, wie Handwerk, Unternehmertum und digitale Sichtbarkeit neue Perspektiven für eine ganze Branche schaffen können.
Lara Sophie Bothur nahm das Publikum mit auf eine Reise in die Technologien von morgen und machte komplexe Themen wie Künstliche Intelligenz, Robotik, Quantencomputing und Space Tech verständlich.
Weitere Programmhöhepunkte widmeten sich den Zukunftsthemen Advanced Materials, Novel Food, Urban Development, sozialer Innovation, Klima und Energie sowie Talentförderung, Fachkräftesicherung und Entrepreneurship.
Innovation erleben, mitgestalten und neu denken
Neben Keynotes, Panels und Awards bot der HHIS 2026 zahlreiche interaktive Formate, die Innovation unmittelbar erfahrbar machten. In praxisnahen Masterclasses erhielten die Teilnehmenden konkrete Werkzeuge für die Umsetzung von Innovations- und Transformationsprojekten. Themen wie der strategische Einsatz von Künstlicher Intelligenz in Unternehmen sowie die Rolle des Menschen im KI-Zeitalter stießen dabei auf großes Interesse.
Darüber hinaus eröffnete das ligeti zentrum mit der\“Sonic Exploration Box\“einen immersiven Erlebnisraum aus Klangskulpturen, virtuellen Welten und interaktiven Musikformaten und zeigte, welche Rolle Kunst und Kultur für Innovationsprozesse spielen können. Mit\“Future Provocations – Stadt unter Strom\“lud der Cross Innovation Hub dazu ein, spekulative Zukunftsszenarien rund um Energie, Mobilität und Infrastruktur zu erkunden und neue Perspektiven auf die Stadt von morgen einzunehmen.
Für wissenschaftliche Unterhaltung sorgte der Science Slam auf der Headquarter Stage, bei dem Nachwuchsforscher*innen komplexe Themen in nur sieben Minuten verständlich und unterhaltsam präsentierten. Im RE Workshop der Fab City Hamburg konnten Besucherinnen zudem erleben, wie aus Reststoffen neue Wertstoffe entstehen und welche Potenziale die Kreislaufwirtschaft für eine ressourcenschonende Zukunft bietet.
Der Hamburg Innovation Summit machte mit seinem vielfältigen Programm in diesem Jahr einmal mehr deutlich, dass Innovation nicht nur durch neue Technologien entsteht, sondern vor allem durch Austausch, Zusammenarbeit und die Bereitschaft, neue Wege gemeinsam zu gehen.
Pressefotos:
Bildmaterial für eine redaktionelle Veröffentlichung im Zusammenhang mit dem HHIS erhalten Siehier zum Download.Bitte geben Sie als Fotocredit© Hamburg Innovation Summit / Andreas Schwarz Photography an. Weitere Fotos auf Anfrage.
Categories: Allgemein
No Responses Yet
You must be logged in to post a comment.