Gefängnisgewerkschaft BSBD fordert Suspendierung krimineller JVA-Beamter / Gewerkschaftsvorsitzender reagiert scharf auf Skandal in Augsburg und spricht von\“struktureller Verrohung\“.

\“Wenn JVA-Beamte sich kriminell verhalten – und das ist das passende Wort für diese Vorwürfe – gehören sie selbstredend vom Dienst suspendiert\“, sagte der BSBD-Vorsitzende René Müller im Gespräch mit der\“Neuen Osnabrücker Zeitung\“(noz).
Müller wehrte sich deutlich gegen eine Pauschalisierung der gesamten Berufsgruppe, stellte mit Blick auf die aktuellen Berichte über die bayerische Anstalt jedoch klar:\“Was aus Augsburg zu hören ist, klingt allerdings derart nach struktureller Verrohung, da lässt sich kaum was schönreden\“.
Er forderte daher eine lückenlose Aufklärung durch die Ermittlungsbehörden, bis dahin werde es keine Vorverurteilung von der Strafvollzugsgewerkschaft geben.\“Wir erleben es sehr oft, das Kollegen ohne Grund Straftaten bezichtigt werden\“, sagte er noz weiter. Die JVA Augsburg-Gablingen steht derzeit im Fokus, weil dort JVA-Beamteüber Jahre hinweg Häftlinge gefoltert und gedemütigt haben sollen. Mittlerweile wurde Anklage gegen mehrere Beamte erhoben.
Jüngst hatte der Bayerische Rundfunk zudem aus internen Chatgruppen berichtet, in denen sich die mutmaßlichen Täter mit ihrem Vorgehen brüsteten. Selbst wenn sich solche Nachrichten nur als Angeberei entpuppen sollten, steht für Gewerkschaftschef Müller fest:\“Professionell ist das alles nicht und hat so auch nichts in einer JVA zu suchen.\“
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