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\“Frühlingserwachen\“- Ausstellung von Alexandra Kordas

 

Wenn im Frühjahr das Erdreich aufbricht und die ersten Knospen sich dem Licht
entgegenstrecken, liegt in der Luft jene elektrisierende Spannung zwischen Aufbruch und
Verwandlung. Eine vergleichbare Energie durchzieht die Ausstellung\“Frühlingserwachen\“der
Münchner Künstlerin Alexandra Kordas, die ab Mai zudem im Rahmen der Biennale Arte in
Venedig vertreten sein wird. Im Kunstfoyer der LV1871 entfaltet sich eine expressive Explosion
innerer Landschaften – ein Gefühls Parcours zwischen Liebe und Konfusion, Nähe und Reibung,
Zartheit und eruptiver Geste.
Kordasüberschreitet in ihren Arbeiten die gewohnten Koordinaten von Form und Emotion. Ihre
Bildräume sind keine stillen Oberflächen, sondern vibrierende Resonanzkörper. Sanfte
Übergänge kollidieren mit kraftvollen Kontrasten; Beziehungen erscheinen als fragile Geflechte,
als Spannungsfelder zwischen Harmonie und Widerstand. Die Künstlerin lädt dazu ein, genauer
hinzusehen – und anders zu fühlen.
Mit\“Frühlingserwachen\“zeigt Kordas eine ungewohnt farbintensive, mitunter heitere, gleichwohl
tiefgründige Facette ihres Schaffens. Pastelltöne begegnen leuchtendem Blau, vibrierendem
Gelb und markanten Schwarzakzenten. Diese chromatische Dramaturgie fängt die unbändige
Energie des Frühlings ein: das Rauschhafte, das Bunte, das Überbordende. Formen wirbeln wie
Konfetti durch den Bildraum, changieren zwischen Verdichtung und Auflösung, Euphorie und
Kontrollverlust. Linien scheinen sich zu lösen, um sich im nächsten Moment neu zu formieren. So
übersetzt Kordas das Flüchtige des Augenblicks in eine nachhaltige visuelle Erfahrung – roh in der
Geste, offen im Ausdruck und zugleich von formaler Präzision getragen.
Das Gesamtwerk der Künstlerin kreist um Rauschzustände, Transformationsprozesse und die
Fragilität des Menschseins. Ihre Bildsprache ist expressiv und emotional aufgeladen, zugleich
konzeptionell reflektiert. Zwischen individueller Erfahrung und kollektiver Erinnerung, zwischen
gesellschaftlicher Resonanz und poetischer Abstraktion entstehen vielschichtige
Kompositionen. Sie berühren nicht nur, sie fordern heraus; sie konfrontieren den Betrachter mit
Übergängen – mit Schwellenmomenten, in denen Identität, Gefühl und Wahrnehmung in
Bewegung geraten. Kordas zentrales Anliegen bleibt dabei unverkennbar: innere Zustände
sichtbar zu machen und seelische Metamorphosen erfahrbar werden zu lassen.
Im Kunstfoyer der Lebensversicherung von 1871 werden in regelmäßigen Abständen öffentlich
zugängliche Ausstellungen mit Werken renommierter Künstlerinnen und Künstler sowie
vielversprechender Nachwuchspositionen präsentiert.
Informationen unter: www.kunst-im-foyer.de

Posted by on 1. April 2026.

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Categories: Allgemein

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