Exportflaute verschärft Handlungsdruck

\“Der sogenannte Chinaschock ist längst Realität – deutsche und europäische Anbieter geraten preislich immer stärker ins Hintertreffen. Die steigenden Importe aus China sind dabei Ausdruck einer noch vergleichsweise stabilen deutschen Binnenkonjunktur und eines höheren Bedarfs an importierten Vorleistungen. Sie ändern jedoch nichts an der strukturellen Schwäche des Außenhandels. Belastend ist auch der Einbruch im US-Geschäft, der unsere zentralen Exportbranchen wie die Automobilindustrie und den Maschinenbau trifft. Unser exportorientiertes Geschäftsmodell wird von außen zunehmend infrage gestellt, ohne dass es bislang eine schlüssige politische Antwort darauf gibt\“, warnt Jandura.
\“Ganz oben auf der Agenda der Politik muss daher eine strategische Neuausrichtung der deutschen Außenwirtschaftspolitik stehen. Deutschland braucht jetzt eine aktive, strategische Außenwirtschaftspolitik, die Unternehmen bei Diversifizierung, Markterschließung und resilienten Lieferketten unterstützt – andernfalls droht ein schleichender Verlust an Wettbewerbsfähigkeit. Notwendigsind hierfür eine Bündelung der Zuständigkeiten, der Abbau von Doppelstrukturen und eine konsequentere Nutzung bestehender Förderinstrumente. Zudem muss die Außenwirtschaftspolitik deutlich enger mit Sicherheits- und Wirtschaftsschutzfragen verzahnt werden\“, so der BGA-Präsident abschließend.
Während laut Statistischem Bundesamt (DESTATIS) die Exporte gegenüber dem Vormonat um 2,5 Prozent zurückgingen, stiegen die Importe weiter an. Im Jahresvergleich zeigt sich ein ähnliches Bild: sinkende Ausfuhren bei deutlich steigenden Einfuhren. Der Außenhandelsüberschuss schrumpftweiter spürbar. Konkret sind im November 2025 die deutschen Exporte gegenüber Oktober 2025 kalender- und saisonbereinigt um 2,5 Prozent gesunken, während die Importe um 0,8 Prozent stiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat November 2024 nahmen die Exporte um 0,8 Prozent ab, die Importe legten hingegen um 5,4 Prozent zu.
9. Januar 2026
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