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Entgelttransparenz 2026: Was HR-Verantwortliche wissen und tun müssen–und wie Factorial dabei unterstützt

 

Der 7. Juni 2026 ist für HR-Abteilungen in Deutschland war kein gewöhnlicher Stichtag. Bis zu diesem Datum musste die EU-Entgelttransparenzrichtlinie (2023/970) in deutsches Recht umgesetzt sein. Was das bedeutet: Gehaltsstrukturen müssen offengelegt, Auskunftsansprüche ausgeweitet und regelmäßige Berichte über den Gender Pay Gap erstellt sein. Die Zeit zum Abwarten ist vorbei. 

Warum jetzt? 

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes lag der unbereinigte Gender Pay Gap in Deutschland 2026 bei 16 %– und damit weiterhin deutlich über dem EU-Durchschnitt. Die Richtlinie der EU (2026/970) reagiert auf diese anhaltenden Ungerechtigkeiten: Im Juni 2026 trat die europäische Entgelttransparenzrichtlinie in Kraft, mit dem Ziel, Lohndiskriminierung und geschlechtsspezifische Lohngefälleabzuschaffen. 

Das bestehende deutsche Entgelttransparenzgesetz (EntgTranspG) aus dem Jahr 2017 reicht dafür nicht mehr aus: Es gilt erst ab 200 Beschäftigten, enthält keine Berichtspflicht und sieht keine Sanktionen vor. Die EU-Richtlinie senkt die Schwellen deutlich, führt eine strukturierte Berichtspflicht ein und verpflichtet die Mitgliedstaaten zu wirksamen Sanktionen.

Die vier zentralen Neupflichten imÜberblick

Die Richtlinie bringt konkrete Handlungsaufträge für jede HR-Abteilung:

Erstens müssen Stellenanzeigen künftig Gehaltsangaben enthalten. Arbeitgeber sind verpflichtet, Bewerberinnen und Bewerbern vor dem Vorstellungsgespräch Informationen über das Einstiegsentgelt oder eine Entgeltspanne der ausgeschriebenen Stelle bereitzustellen. 

Zweitens gilt ein erweitertes Auskunftsrecht: Mitarbeitende erhalten ein Auskunftsrechtüber Vergütungskriterien und Vergleichswerte. Gehaltsgeheimnis-Klauseln in Arbeitsverträgen verlieren damit ihre Wirksamkeit. 

Drittens greifen gestaffelte Berichtspflichten zum Gender Pay Gap: Unternehmen ab 250 Beschäftigten müssen jährlich berichten, Unternehmen mit 150 bis 249 Beschäftigten alle drei Jahre. Ab 2031 sind auch Unternehmen mit 100 bis 149 Beschäftigten betroffen.

Viertens gilt eine Handlungspflicht bei nachgewiesenen Gefällen: Unternehmen müssen bei einem Lohngefälle von über 5 %, das nicht objektiv begründet werden kann, in Zusammenarbeit mit der Arbeitnehmervertretung eine gemeinsame Entgeltbewertung durchführen. 

Beweislastumkehr und Sanktionen: Das Risiko des Abwartens

Wer ab 2026 keine sauberen Lohndaten vorweisen kann, riskiert empfindliche Bußgelder. Hinzu kommt eine Beweislastumkehr: Im Streitfall müssen Arbeitgeber nachweisen, dass keine Diskriminierung vorliegt – nicht umgekehrt. Für HR bedeutet die neue Entgelttransparenzrichtlinie damit einen Paradigmenwechsel: vom bisherigen, eher reaktiven Auskunftsanspruch hin zu proaktiver Transparenz.

Transparenz als strategischer Vorteil

Wer die Pflicht als Chance begreift, hat die Nase vorn. Transparente und faire Vergütungssysteme schaffen Rechtssicherheit, steigern die Attraktivität als Arbeitgeber und stärken zugleich die Zufriedenheit und Bindung der Mitarbeitenden. Nur wenige Unternehmen sind aktuell vollständig vorbereitet: Global sehen sich laut Mercer lediglich 32 % der Unternehmen gerüstet, in Deutschland sogar nur 28 %. Wer jetzt handelt, verschafft sich damit einen messbaren Wettbewerbsvorteil im Kampf um Fachkräfte.

Factorial unterstützt Unternehmen auf dem Weg zur Compliance

Die Software von Factorial hilft dabei, alle Lohn- und Gehaltsdatenübersichtlich zu erfassen und auszuwerten – die zentrale Voraussetzung für jede Form von Entgelttransparenz. Ob Pay-Gap-Analysen, die Dokumentation von Vergütungskriterien oder die Vorbereitung gesetzlich geforderter Berichte: Mit Factorial lassen sich die Anforderungen der neuen Richtlinie strukturiert und revisionssicher umsetzen.

Für einen praxisnahen Einstieg hat Factorial außerdem einen kostenlosen Entgelttransparenz-Guide veröffentlicht, der Schritt für Schritt durch die wichtigsten Pflichten, Fristen und Umsetzungsstrategien führt – inklusive Tipps für klare Gehaltsstrukturen und eine objektiv begründbare Vergütungspolitik. Der Guide steht unterfactorialhr.de/ebooks/entgelttransparenzkostenlos zum Download bereit.

Die Datenaufbereitung ist der zeitintensivste Teil: Pay-Gap-Analysen, dokumentierte Vergütungskriterien und angepasste Recruiting-Prozesse lassen sich nicht in wenigen Wochen aufbauen. Der richtige Zeitpunkt zum Starten ist daher jetzt.

Weiterführende Informationen zum Entgelttransparenzgesetz und zur EU-Richtlinie finden Sie unterfactorialhr.de/blog/entgelttransparenzgesetzsowiefactorialhr.de/blog/lohntransparenz.

Über Factorial

Factorial ist die KI-Plattform, die Personalwesen, Finanzen und IT vereint– mit allem, was kleine und mittelständische Unternehmen für das Management ihrer Teams brauchen.

Factorial wurde 2016 in Barcelona gegründet und bietet eine KI-Plattform, die mehr als 16.000 Unternehmen in über 90 Ländern dabei hilft, ihre Prozesse zu optimieren und bessere Entscheidungen zu treffen. 2022 erreichte das Unternehmen Unicorn-Status und expandiert weiter mit dem Ziel, die umfassendste und am einfachsten zu nutzende Lösung für Unternehmen jeder Größe zu werden. Weitere Informationen unterwww.factorialhr.de

Factorial ist eine KI-gestützte Plattform, die HR, Finanzen und IT in einer zentralen Lösung vereint. Die Software digitalisiert unter anderem Zeiterfassung, Abwesenheiten, Recruiting, Performance, Vergütung, Spesen und vorbereitende Lohnabrechnung – inklusive DATEV-Integration. Factorial wurde 2016 in Barcelona gegründet, erreichte 2022 Unicorn-Status und unterstützt heute mehr als 16.000 Unternehmen in über 90 Ländern. Die Plattform ist ISO/IEC 27001:2023 zertifiziert.

Weitere Informationen unter www.factorialhr.de

Posted by on 29. Juli 2026.

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Categories: Allgemein

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