Energyminer feiert Genehmigung des ersten Energyfish-Schwarmkraftwerks in St. Goar

Rund um den Rheinstandort kamen Gäste aus Landespolitik, Fachbehörden, Wissenschaft und Energiewirtschaft zusammen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Frage, welche Rolle Strömungskraftwerke künftig in der Energieversorgung spielen können.
„Sie schaffen es tatsächlich, erneuerbare Energien mit Umwelt- und Naturschutz zusammenzubringen“, sagte Katrin Eder, Ministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität des Landes Rheinland-Pfalz.
Das Schwarmkraftwerk nutzt ausschließlich die natürliche Strömung des Rheins. Staustufen oder neue Barrieren im Fluss sind dafür nicht erforderlich. Mehrere Energyfische werden zu einem Schwarmkraftwerk zusammengeschlossen, der Strom aus der kinetischen Energie des Flusses erzeugt.
Katrin Eder betonte zudem die konkrete Wirkung der Anlage für die Energieversorgung vor Ort:
„124 dieser Fische im Rhein können circa 465 Haushalte vor Ort mit klimaneutralem Strom durch den Rhein versorgen. Und das zeigt, wie man vor Ort die Energiewende zusammen mit dem Artenschutz kombinieren kann.“
Auch aus wirtschaftspolitischer Sicht wurde die Bedeutung des Projekts hervorgehoben.
„Das Projekt Energyfish in St. Goar steht exemplarisch dafür, wofür Deutschland und speziell der Standort Rheinland-Pfalz stehen“, sagte Petra Dick-Walther, Staatssekretärin im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz. „Es steht für ein multinationales Team aus erfahrenen Experten und Expertinnen sowie jungen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.“
Sie betonte zudem die Rolle der Behörden bei der Umsetzung:
„Das Projekt berücksichtigt selbstverständlich Umwelt, Klima und Naturschutz sowie die Schifffahrt und wird von den Genehmigungsbehörden unterstützt, die sich als Ermöglicher verstehen und bei der Problemlösung im Rahmen ihres Ermessensspielraums helfen.“
Für die Stadt St. Goar hat das Projekt ebenfalls eine besondere Bedeutung.
„Wir haben im wahrsten Sinne des Wortes einen Strom vor der Haustür. Und das ist ein Strom, der hier auch Strom erzeugen kann“, sagte Falko Hönisch, Bürgermeister der Stadt St. Goar.
Mehrere Energyfische wurden bereits im Rhein installiert. Der weitere Ausbau des Schwarmkraftwerks soll schrittweise erfolgen.
Die Energyminer GmbH erschließt mit dem Energyfish die kinetische Energie frei fließender Gewässer. Die schwimmenden Strömungskraftwerke erzeugen Strom ohne Staumauern oder Betonbauwerke und bleiben vollständig in das natürliche Flussgeschehen integriert. Das Unternehmen mit Sitz in Gröbenzell bei München verbindet technische Entwicklung mit wissenschaftlicher Begleitung und ökologischem Anspruch.
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