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EKD-Ratsvorsitzende:„Das‚Nie wieder‘ist unsere tägliche Aufgabe“

 


– Bischöfin Kirsten Fehrs erinnert zum Holocaust-Gedenktag (27. Januar) an millionenfaches Leid
-„Mit jedem erloschenen Leben stirbt eine Welt‘
– Ratsvorsitzende predigt beim Gedenken in Berlin-Dahlem

Hannover (26. Januar 2026). Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Bischöfin Kirsten Fehrs, hat anlässlich des 81. Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers von Auschwitz (27. Januar) betont, dass die Erinnerung an das millionenfache Leid zugleich Verantwortung fordert. Das „Nie-Wieder“ bleibe für Christinnen und Christen tägliche Aufgabe.

„Der 27. Januar ist ein Gedenktag, den man nicht einfach ‚begeht‘. Man unterbricht, hält inne. Schweigend. Jedes Jahr aufs Neue drohen diese unvorstellbaren Zahlen mich sprachlos zu machen, ringe ich um Worte für dieses unfassbare Leid. Wir trauern um Millionen Menschen – in dem Wissen: Mit jedem erloschenen Leben stirbt eine Welt. Dabei weckt die Erinnerung Verantwortung: Wir sind aufgefordert, Hüterinnen und Hüter derer Namen zu sein, die ermordet wurden, und der Geschichten, die die Menschlichkeit bewahren. Und vielleicht ist das auch Widerstand: hinsehen, zuhören, nicht abstumpfen. Das ‚Nie wieder‘ ist unsere tägliche Aufgabe, abgeleitet aus unserem christlichen Glauben, der immer auch eine Frage der Haltung ist. Judenhass und Menschenverachtung tragen heute alte, aber auch andere Masken, rufen alte und neue Parolen, nutzen andere Plattformen. In all dem arbeiten sie noch immer mit denselben Mitteln: Entmenschlichung, Abwertung und Ausgrenzung. Gott sagt: Ich habe dich bei deinem Namen gerufen. Du bist mein. Und er meint damit ausnahmslos jeden Menschen. Für mich ist das Trost und Auftrag zugleich. Damit Leben geschützt wird. Heute und in Zukunft.“

Am 27. Januar 1945 befreiten Soldaten der Roten Armee dieÜberlebenden des Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau, in dem mehr als eine Million Menschen ermordet wurden. Seit 1996 ist der 27. Januar nationaler Gedenktag der Bundesrepublik Deutschland, seit 2005 ist er offizieller Holocaust-Gedenktag der UNO. In zahlreichen Kirchengemeinden wird der Gedenktag mit Gottesdiensten und Veranstaltungen begangen.

Die EKD-Ratsvorsitzende wird am 27. Januar, um 18 Uhr, in einer Andacht zum Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus in St. Annen-Kirche in Berlin-Dahlem (Königin-Luise-Straße 55) predigen. In der Andacht werden zudem Texte über Filmschaffende und Regisseure gelesen, die von der Vernichtung bedroht Deutschland verließen.

Informationen zum Thema„Kirche gegen Antisemitismus“ finden Sie auf der Themenseite www.ekd.de/antisemitismus. Dort wird in kurzen, verständlichen Texten u. a. erklärt, welche Rolle das Christentum im Antisemitismus spielt, wie sich Antisemitismus äußert und was man dagegen tun kann. Neben einem Profilbildgenerator sind unter www.ekd.de/material-antisemitismus kostenfreie Materialien mit einem klaren Statement gegen Antisemitismus zum Bestellen, Downloaden und Teilen erhältlich.

Pressekontakt:

Carsten Splitt
Evangelische Kirche in Deutschland
Pressestelle
Stabsstelle Kommunikation
Herrenhäuser Strasse 12
D-30419 Hannover
Telefon: 0511 – 2796 – 269
E-Mail: presse@ekd.de

Original-Content von: EKD – Evangelische Kirche in Deutschland,übermittelt durch news aktuell

Posted by on 26. Januar 2026.

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