Einweg-E-Zigaretten-Verbot ist reine Symbolpolitik
Das von Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) angestrebte Verbot (https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/verbot-e-zigaretten-schneider-100.html) von Einweg-E-Zigaretten stößt beim Consumer Choice Center (CCC) auf deutliche Kritik. Laut dem CCC handelt es sich um reine Symbolpolitik, die mehr Schaden als Nutzen anrichtet – sowohl für Konsumenten als auch für die öffentliche Gesundheit.
\“Das geplante Verbot sendet ein völlig falsches Signal an Raucherinnen und Raucher\“, warnt Fred Roeder, Geschäftsführer des Consumer Choice Centers.\“Anstatt den Umstieg von Zigaretten auf weniger schädliche Alternativen zu fördern, entsteht der Eindruck, dass legale E-Zigaretten ein größeres Problem seien als herkömmliche Zigaretten. Dieser falsche Eindruck unterläuft das Ziel, die absurd hohe Raucherquote in Deutschland zu senken.\“
Ab 2027 gelten ohnehin EU-weit strengere Regelungen (https://environment.ec.europa.eu/news/new-law-more-sustainable-circular-and-safe-batteries-enters-force-2023-08-17_en), die den Verkauf von Einweg-E-Zigaretten weitgehend einschränken. Das deutsche Vorziehen eines nationalen Verbots sei daher aus Sicht des CCC ein unnötiger Alleingang ohne messbaren Mehrwert.
Auch aus Umweltsicht greift Schneiders Ansatz zu kurz. Während Einweg-E-Zigaretten zweifellos korrekt entsorgt werden müssen, entfällt der Großteil des weltweiten Elektroschrotts auf andere Produktgruppen wie Unterhaltungselektronik und Spielwaren. Eine Analyse der Vereinten Nationen (https://www.newscientist.com/article/2397075-toys-produce-far-more-electronic-waste-than-vapes/) schätzt, dass das elektronische Abfallaufkommen von Spielzeug um 77-mal höher ist als das von E-Zigaretten.
\“Wenn Umweltpolitik glaubwürdig sein soll, muss sie sich auf die großen Hebel konzentrieren – nicht auf symbolische Einzelaktionen\“, betont Roeder.
Das Consumer Choice Center fordert die Bundesregierung auf, Harm Reduction als Bestandteil einer modernen Gesundheitspolitik anzuerkennen und auf wissenschaftlich fundierte Regulierung statt auf moralische Panikmache zu setzen.
E-Zigaretten, Nikotinpouches und Tabakerhitzer sind deutlich weniger schädlich als herkömmliche Zigaretten und helfen vielen Rauchern erfolgreich beim Ausstieg. Dazu braucht es eine Vielfalt an Produkten und Geschmacksrichtungen, um den Umstieg attraktiv zu machen. Schweden steht dank dieser Strategie kurz vor der rauchfreien Gesellschaft, während Deutschland mit einer Raucherquote von fast 30 Prozent (https://www.debra-study.info/) hinterherhinkt. Mehr Verbote werden daran nichts ändern.
Pressekontakt:
Fred Roeder
Geschäftsführer
Consumer Choice Center
media@consumerchoicecenter.org
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Categories: Allgemein
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