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Ehrenamt auszeichnen- aber richtig: Warum Wertschätzung oft verpufft und was Organisationenändern sollten

 

Ehrenamts-Auszeichnungen sind ein fester Bestandteil der Anerkennungskultur in Deutschland. Kommunen, Vereine, Verbände und NGOs vergeben Preise, Ehrennadeln und Urkunden, um freiwilliges Engagement sichtbar zu machen. Nach Beobachtung vonPokale Meier, einem der führenden Anbieter für Auszeichnungen im Ehrenamts- und Wirtschaftsbereich, verfehlen viele dieser Ehrungen jedoch ihre Wirkung.

\“Es gibt heute eine große Vielfalt an Ehrenamts-Auszeichnungen. Das Problem ist nicht die Anzahl, sondern die Art, wie sie vergeben werden\“, erklärt Geschäftsführer Leopold Eißner von Pokale Meier.\“In vielen Organisationen werdenüber Jahre hinweg immer wieder dieselben Personen ausgezeichnet.

Wenn Anerkennung zur Pflichtübung wird

Gerade im Ehrenamt ist Wertschätzung ein sensibles Thema. Viele Engagierte investieren Zeit, Energie und Verantwortung ohne finanzielle Gegenleistung. Wird Anerkennung jedoch als formaler Akt wahrgenommen, kann sie das Gegenteil bewirken.\“Wenn immer die gleichen Ehrenamtler geehrt werden, entsteht der Eindruck, dass Engagement nur für wenige sichtbar ist. Das demotiviert andere und erschwert es, neue Menschen für das Ehrenamt zu gewinnen\“, so Eißner.

Wenn Engagementübersehen wird

Neben der Wiederholung beobachtet Pokale Meier einen weiteren Effekt, der selten offen thematisiert wird.\“Wir produzieren täglich Auszeichnungen und stehen im engen Austausch mit unseren Kunden aus Verbänden und Organisationen. Dabei fällt auf, dass bestimmte Formen von ehrenamtlichem Engagement regelmäßig ausgezeichnet werden – andere hingegen kaum sichtbar sind\“, sagt Eißner. Insbesondere Engagement in Bereichen, die gesellschaftlich sensibler wahrgenommen werden oder personell mit Spannungen verbunden sind, bleibe häufig unbeachtet – selbst dann, wenn die Tätigkeit klar unpolitisch sei. Gerade in Regionen wie Sachsen habe dies spürbare Folgen.\“Wenn Ehrenamtliche den Eindruck gewinnen, dass ihr Einsatz nicht gesehen oder bewusstübergangen wird, ziehen sich viele zurück.\“Besonders Vereine im Jugend- und Breitensport bekämen dies zu spüren, da es zunehmend schwieriger werde, neue ehrenamtliche Helferinnen und Helfer zu gewinnen.

Was Organisationenändern sollten

Aus Sicht von Pokale Meier braucht es ein Umdenken bei Ehrenamts-Auszeichnungen. Entscheidend seien:

– keine Politik bei Ehrenamtlern: Nicht nur bekannte Gesichter oder Funktionsträger auszeichnen, sondern in der Sache würdigen,

– anlassbezogene Ehrungen: Konkrete Leistungen, Projekte oder besondere Situationen würdigen,

– transparente Kriterien: Klar kommunizieren, warum jemand ausgezeichnet wird,

– wirkungsvolle Rituale: Persönliche Übergaben im Rahmen der Tätigkeiten statt formale Akte.

Anerkennung braucht Offenheit

Aus Sicht von Pokale Meier sollte Wertschätzung im Ehrenamt unabhängig von gesellschaftlichen Zuschreibungen und politischer Haltung erfolgen.\“Wer Ehrenamt stärken will, muss hinschauen, wo Engagement tatsächlich geleistet wird – nicht nur dort, wo es bequem oder erwartbar ist. Einsatz für andere sollte immer gewürdigt werden, unabhängig von der politischen Einstellung des Ehrenamtlers\“, sagt Eißner. Nur so könne Anerkennung ihre verbindende Wirkung entfalten und langfristig Motivation schaffen.

Posted by on 23. März 2026.

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Categories: Allgemein

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