ÖDP-Kritik Unions-Vorwürfen gegen Arbeitnehmer:„Unlautere Politik\“

Auch zeigten die Unionspolitiker Reiche, Merz und Söder ein sehr einseitiges Bild von\“Wohlstand\“. Wohlstand hat nicht nur etwas mit Produktionsmengen zu tun. Wohlstand braucht auch Lebensqualität. Gegen diese polemisiert die Union mit der Verächtlichmachung von „Work-Live-Balance“. Der Mensch lebe nun mal nicht nur von Gütern alleine. Diese Erkenntnis scheint den Unionspolitikern völlig abhandengekommen zu sein.
Auch strafen sie die Fakten lügen: Die geleistete Arbeitszeit in Deutschland hat 2024 einen Rekordwert von 54,7 Milliarden Stunden erreicht. 20 Jahre zuvor lag dieser Wert bei 47,7 Milliarden Stunden. Die individuelle Arbeitsleitung je Vollzeit-Erwerbstätigen lag 2024 bei 40,2 Wochenstunden; bei Teilezeitbeschäftigtenist diese binnen 10 Jahren von 19,3 auf 21.8 Wochenstunden in 2024 gestiegen. 2023 leisten Arbeitskräfte im Schnitt pro Jahr 13,2 bezahlte und 18,4 unbezahlte Überstunden. Dies entlarvt die Mär von den faulen Deutschen als plumpe Polemik.
Das ständige Eintreten auf angeblich nicht willige Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist für den ÖDP-Chef nicht nur die falsche Politik. Wer dies so unlauter, jedoch umso lautstärker vertritt, disqualifiziere sich als ehrlicher Vertreter der Menschen. Brendle-Behnisch verweist dagegen auf dasÖDP-Programm: „Aufgrund zunehmender Belastungen im Erwerbsleben und oftmals unsicherer Arbeitsbedingungen fällt es vielen Menschen schwer, das Berufs- und Familienleben miteinander in Einklang zu bringen\“, analysiert die Naturschutzpartei richtig. Gute und ehrliche Politik müsse dafür Lösungen anbieten – „Beschimpfungen helfen niemand\“, so derÖDP-Bundesvorsitzende.
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