Digitaler Tachograph 2026: Neue EU-Pflichten für Lieferwagen und leichte LKW

Das Ende der 3,5-Tonnen-Grenze Bisher galten die strengen EU-Vorschriften zu Lenk- und Ruhezeiten sowie die Fahrtenschreiberpflicht primär für schwere Lkw über 3,5 Tonnen. Ab Mitte 2026 wird diese Grenze im grenzüberschreitenden Güterverkehr sowie bei der Kabotage deutlich gesenkt: Fahrzeuge mit einer zulässigen Gesamtmasse (zGM) von mehr als 2,5 Tonnen müssen künftig zwingend mit einem intelligenten Fahrtenschreiber der zweiten Generation (G2V2) ausgestattet sein.
\“Die Ausweitung der Verordnung (EG) Nr. 561/2006 auf den Bereich der leichten Nutzfahrzeuge ist ein massiver Einschnitt für Kurier-, Express- und Paketdienste sowie internationale Handwerksbetriebe\“, erklärt die Geschäftsführung der AREALCONTROL GmbH.\“Transporter werden rechtlich künftig wie schwere Lkw behandelt. Das bedeutet nicht nur Hardware-Nachrüstungen, sondern eine komplette Umstellung der administrativen Prozesse.\“
Die wichtigsten Neuerungen imÜberblick:
Ausrüstungspflicht: Betroffene Fahrzeuge zwischen 2,5t und 3,5t zGM müssen ab dem 1. Juli 2026 über eine G2V2-Einheit verfügen.
Automatisierung: Die neuen Geräte erfassen Grenzübergänge automatisch und nutzen GNSS zur Positionsbestimmung.
Kontrolle: Per DSRC-Schnittstelle können Behörden Fernprüfungen im Vorbeifahren durchführen.
Datenmanagement: Fahrerdaten müssen nun für 56 Tage (statt bisher 28) vorgehalten werden können.
Herausforderung Nachrüstung und Datenlogistik Da viele Transporter ab Werk nicht für den Einbau von Tachographen vorbereitet sind (fehlende Schächte oder Sensoren), rät AREALCONTROL zu einer frühzeitigen Planung. Neben der Hardware wird die Software-Infrastruktur zum entscheidenden Faktor. Fahrtenschreiberdaten dürfen kein\“Datensilo\“bleiben, sondern müssen nahtlos inTelematiksystemeeinfließen, um Disponenten bei der Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten zu unterstützen.
AREALCONTROL bietet hierfür integrierte Dashboards und automatisierte Remote-Download-Lösungen an, die sicherstellen, dass Unternehmen die gesetzlichen Archivierungspflichten ohne manuellen Aufwand erfüllen und Bußgelder vermeiden.
Effizienzsprung:Digitale Spesenabrechnungim europäischen Fernverkehr
Neben der Erfüllung gesetzlicher Pflichten eröffnet die neue Technik auch Chancen zur Prozessoptimierung. Gerade im grenzüberschreitenden Verkehr stellt die manuelle Erfassung von Reisekosten oft eine administrative Hürde dar. AREALCONTROL verwandelt die gesammelten Daten hier in einen direkten Mehrwert: Das System übernimmt Abwesenheitszeiten unmittelbar und fehlerfrei aus den Fahrerkarten. Darauf basierend werden die zustehenden Verpflegungspauschalen vollautomatisch berechnet. Die fertigenAbrechnungen lassen sich anschließend per Klick als PDF oder CSV exportieren und an die Lohnbuchhaltung übergeben – eine Funktion, die den Verwaltungsaufwand massiv reduziert und Abrechnungsfehler eliminiert.
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