COO der deutschen Hardware-Marke ICY BOX, Andreas Groneberg, ordnet die Speicherkrise für einen mittelständischen Hardware-Hersteller ein

Auf einen Blick
COO der RaidSonic Technology GmbH Andreas Groneberg ordnet die aktuelle Speicherkrise ein
Umgang der Hardware-Marke ICY BOX mit der Speicherkrise
Der betriebseigene Umgang mit KI bei ICY BOX und ihr Einfluss auf die Entwicklung der Firma
Andreas Groneberg schließt mit einem Ausblick auf die kommenden Monate und Jahre ab.
Herr Groneberg, vielen Dank für Ihre Zeit. Als COO der RaidSonic Technology GmbH aus Ahrensburg sind Sie direkt von der Speicherkrise betroffen. Wie nehmen Sie ganz persönlich die Situation wahr?
Ich denke, dass die Speicherkrise nichtüberraschend kommt. Das Thema KI ist spätestens seit 2023 nicht mehr aus dem Alltag der Menschen wegzudenken. Und jeder, der sich ansatzweise mit dem Thema auskennt, weiß, dass es für funktionierende KI-Anwendungen Speicher braucht. Viel Speicher. Dieser Flaschenhals musste irgendwann kommen. Am Ende profitieren aber nur die Chiphersteller selbst. Selbst die Hardware-Marken, die diesen perfekten Sturm haben kommen sehen, sind ihm mehr oder weniger schutzlos ausgesetzt.
Sie scheinen den von Ihnen erwähnten Sturm kommen gesehen zu haben. Wie gehen Sie denn mit der Marke ICY BOX mit eben diesem Sturm um?
Die RaidSonic Technology GmbH ist fast 30 Jahre alt. Unsere Vorzeige-Marke ICY BOX beinahe seit 25 Jahren am Markt. Daher sind wir eine echte Instanz in der Branche mit entsprechend viel Erfahrung und Know-How. Im Zuge von Corona haben wir als Marke unser Portfolio diversifiziert: so führen wir auch weiterhin, aber eben nicht nur Speichergehäuse oder solche Produkte, die unmittelbar mit Speichermedien zu tun haben. Wir haben zum Beispiel auch höhenverstellbare Tische, Monitorständer und Ladegeräte im Programm – sind also zumindest teilweise auch von der Speicherkrise abgekoppelt.
Dann merken Sie die Speicherkrise gar nicht so sehr, sondern federn ihn durch Ihre anderen Produktkategorien ab?
So weit würde ich nicht gehen. Unsere Marke ICY BOX ist vor allem für seine Speichergehäuse und RAID-Systeme bekannt. Beides Kategorien, die unmittelbar auf Speichermedien angewiesen sind. Aber ja, unser diversifiziertes Produktportfolio und Ausrichtung als Workspace-Brand erweisen sich in der jetzigen Situation als große Hilfe.
Viele verteufeln das Thema KI vor dem Hintergrund der aktuellen Preise geradezu. Wie sieht das bei Ihnen im Unternehmn aus? Bietet KI Ihnen auch Chancen?
Ja, unbedingt. Meine Kollegen aus jeder Abteilung arbeiten intensiv mit Künstlicher Intelligenz. Wir dürfen bei der angespannten Preislage nicht vergessen, was ursächlich dafür ist: der Ausbau der KI-Rechenzentren. Und das begrüßen wir ausdrücklich, denn KI ist gekommen, um zu bleiben. Unsere Produktivität hat sich durch KI-Tools signifikant verbessert. Daher ist es weder für mich persönlich, noch für uns als Hardware-Marke ein Widerspruch in der jetzigen Speicherkrise selber intensiv mit KI zu arbeiten. Im Gegenteil: wer jetzt den Anschluss verliert, wird ihn so schnell nicht wieder aufholen können.
Sind Sie dann nicht selbst Schuld an der aktuellen Speicherkrise, wenn Ihr Unternehmen so viel KI einsetzt?
Am Ende des Tages sind wir ein Unternehmen mit knapp 50 Mitarbeitern im deutschen HQ. Sie können sich selbst ausrechnen, dass unser Einfluss auf die Speicherkrise daher nicht einmal ein Tropfen auf dem heißen Stein ist. Dennoch, wie erwähnt: KI ist unserer Einschätzung nach kein Hype. Die messbaren Produktivitätssteigerungen und Optimierungen sind enorm und es wäre naiv,KI nicht zu nutzen. Die Speicherpreise mussten vor dem Hintergrund des Ausbaus der Rechenzentren steigen. Die Dauer und Stärke des Preisanstiegs haben in der Form möglicherweise nur Wenige prognostiziert. Aber deshalb auf KI zu verzichten, wäre gleichermaßen sinnlos wie auch ein falsches Signal an unsere Mitarbeiter.
Abschließend bitte noch ein Ausblick in die Zukunft: steigen die Preise weiter?
Genauso wenig wie Sie habe auch ich eine Kristallkugel (lacht). Aberähnlich wie der Gründer desSpeicherherstellers ADATA, Chen Li-bai, schätze auch ich, dass die Speicherkrise vorerst anhalten wird. Manche Analysten erwarten ja überhaupterst im nächsten Jahrden Höhepunkt der Preise – ehe es dann 2028 rasant bergab gehen soll. Ich bin mit solchen Prognosen vorsichtig: ein Blick in den Rückspiegel verrät auch, dass nur ein Bruchteil der Analysten die jetzige Situation korrekt vorausgesagt hat. Ich denke, dass marktwirtschaftliche Prinzipien nicht dauerhaft ausgehebelt werden können.
Herr Groneberg, wir danken Ihnen für das Gespräch.
Wer seine Daten nicht verlieren oder an einem geordneten Arbeitsplatz sitzen möchte, kommt kaum an ICY BOX® vorbei. Seit 2003 bietet die norddeutsche Kultmarke der RaidSonic Technology GmbH ein breites Portfolio an modernen Speicher- und Multimedialösungen. Ob DockingStations, Klonstationen, die bekannten RAID-Systeme oder sogar höhenverstellbare Tische: die Produkte mit dem ikonischen Würfel sind jedem bekannt, der es ernst meint mit seinem Setup.
ICY BOX® Fokus ist das Thema Datensicherung und Speicher. Mit vielen Lösungen für alle möglichen Festplattengrößen ermöglicht der IT-Spezialist es seinen Kunden ihre wichtigen Daten sicher aufzubewahren: von kostbaren Urlaubsfotos bis hin zu sensiblen Unternehmensdaten.
Zubehör wie Adapter, Notebookhalterungen und Monitorständer runden das Portfolio ab und untermauern das Motto der Marke: THE GERMAN WORKSPACE BRAND
Categories: Allgemein
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