C.H. Robinson reduziert verpasste LTL-Abholungen mit KI-Agenten

Diese Innovation hat zu einer erheblichen Effizienzsteigerung geführt: 95 % der Prüfungen im Zusammenhang mit verpassten LTL-Abholungen werden inzwischen automatisiert. Dadurch entfallen täglich mehr als 350 Stunden manueller Arbeit. Sendungen werden somit bis zu einen Tag schneller weitertransportiert. Gleichzeitig konnten unnötige Rückfahrten zurAbholung verpasster Fracht um 42 % reduziert werden – ein klarer Vorteil für Spediteure und Verlader.
Da ein LKW oft Fracht von bis zu 20 verschiedenen Verladern transportiert, erfordert der LTL-Versand eine besonders komplexe Koordination: Die Ware muss pünktlich abgeholt, ins Terminal transportiert und dort mit anderer Fracht in gleicher Richtung konsolidiert sowie auf weitere Fahrzeuge umgeladen werden. Diese Komplexität führt immer wieder zu verpassten Abholungen und kostspieligen Verzögerungen, die sich auf ganze LTL-Netzwerke auswirken.
\“Eine verpasste Abholung ist nicht nur eine kleine Unannehmlichkeit\“, sagtGreg West, Vice President LTL bei C.H. Robinson.\“Wenn ein Lkw eintrifft und die Ware oder die Verpackung nicht bereitsteht oder der Spediteur aufgrund von Staus nicht rechtzeitig ankommt, muss am nächsten Tag ein anderer Lkw zurückkehren. Dabei handelt es sich möglicherweise nicht einmal um die Fracht unseres Kunden – dennoch entsteht ein Dominoeffekt, der andere Abholungen und weitere Transporte in der gesamten Lieferkette beeinträchtigt.\“
C.H. Robinson, dass mehr LTL-Fracht bewegt als jeder andere 3PL-Anbieter in Nordamerika, setzt die neuen KI-Agenten bereits täglich bei Hunderten von Sendungen für mehr als 11.000 Kunden ein.
\“Vor dieser transformativen Technologie verbrachten Teams mehr als die Hälfte ihres Arbeitstages damit, verpasste Abholungen nachzuverfolgen: sie prüften manuell die Websites der Spediteure, tätigten Anrufe, dokumentierten Statusänderungen und informierten Kunden\“, sagt West.\“Wenn wir den Status der Sendung nicht feststellen konnten, mussten wir sie erneut ausschreiben. Spediteure schickten dann häufig einen weiteren Lkw los – um dann oft nur festzustellen, dass die Ware noch nicht bereitstand oder bereits abgeholt worden war. Jetzt werden diese Zeit und Kapazitätnicht mehr verschwendet. Damit lassen sich Verzögerungen auch bei anderen Sendungen deutlich besser vermeiden.\“
Um diese Geschwindigkeit und Präzision zu ermöglichen, kontaktiert ein KI-Agent die Spediteure bei verpassten Abholungen telefonisch. Ein weiterer KI-Agent entscheidet im Anschluss, welche Maßnahmen erforderlich sind. Da beide Agenten parallel arbeiten und gleichzeitig bis zu 100 Anrufe durchführen sowie 100 Entscheidungen treffen können, werden Probleme bei der Abholung deutlich schneller gelöst. Die Fracht gelangt früher auf die Straße, und Versender sowie Empfänger erhalten schneller Transparenz über den Status ihrer Sendung ohne stundenlange manuelle Eingriffe. Gleichzeitig eröffnen dieKI-Agenten den Spediteuren neue Möglichkeiten zur Problemlösung, die zuvor in dieser Form nicht verfügbar waren.
\“Indem wir unsere neu gewonnenen Daten zu verpassten Abholungen täglich mit den Spediteuren teilen, können diese gezielt erkennen, welche elektronischen Kommunikationswege verbessert werden sollten. Außerdem können sie betriebliche Probleme bestimmten Terminals zuordnen und ihre Planung optimieren\“, so West.\“Effizientere LTL-Netzwerke im ganzen Land kommen unseren Mitarbeitenden, Spediteuren und Kunden zugute – und letztlich allen Unternehmen, die LTL-Transportdienstleistungen nutzen.\“
Mark Albrecht, Vizepräsident für Künstliche Intelligenz bei C.H. Robinson, sieht darin ein anschauliches Beispiel für Lean AI – den disziplinierten und ergebnisorientierten KI-Ansatz des Unternehmens.
\“KI ist für uns kein Experiment.\“, sagt Albrecht.\“Wir setzen KI nicht wahllos ein, sondern dort, wo sie konkrete und messbare Geschäftsergebnisse liefern. Unsere Lean-AI-Prozesse haben offengelegt, wie viel Zeit durch verpasste Abholungen verloren geht und wo künstliche Intelligenz das größte Potenzial hat, unsere Automatisierungslösungen weiterzuentwickeln. Die Agenten unterstützten zunächst kleine und mittelständische Kunden, die unsere Freightquote-Plattform nutzen. Im Juli haben wir damit begonnen, die KI-Agenten auf alle LTL-Kunden auszuweiten, um ihnen schnellere, intelligentere und leistungsfähigere Lieferketten zu ermöglichen.\“
Die neuen Agenten ergänzen die inzwischen mehr als 30 spezialisierten KI-Agenten von C.H. Robinson. Weitere Agenten unterstützen Prozesse wie LTL-Preisangebote, Auftragserfassung, Frachtklassifizierung, Sendungsverfolgung und Liefernachweise.
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