Bremer Bürgermeister brüskiert erneut Betriebsräte ausserhalb des DGB

Peter Rudolph, Vorsitzender des CGB-Landesverbandes Bremen:\“Wenn erneut keine Betriebsräte christlicher Gewerkschaften zum Senatsempfang eingeladen wurden, muss ich davon ausgehen, dass dies Absicht war und kein erneuter Fehler eines Mitarbeiters. Bürgermeister Bovenschulte handelt offensichtlich parteiisch und auf der Linie des SPD-Parteivorstandes, der in seinem Wahlaufruf zuden Betriebsratswahlen aufgefordert hat, die Vorschläge des DGB bei den Betriebsratswahlen zu wählen. Als Altlinker hat Bovenschulte offensichtlich weniger Probleme mit der Nähe seines linken Koalitionspartners zum linksextremistischen Umfeld als mit christlichen Gewerkschaftern, die sich zum Grundgesetz und der freiheitlich-demokratischen Grundordnung bekennen.\“
Als Bürgermeister und amtierender Bundesratspräsident sollte Bovenschulte zur Kenntnis nehmen, was der CGB-Bundesvorsitzende Henning Röders in einem Statement deutlich gemacht hat:\“Die Betriebsratswahlen sind eine demokratische Errungenschaft, die allen Beschäftigten zusteht – egal, ob sie gewerkschaftlich organisiert sind oder nicht. Das Betriebsverfassungsgesetz gewährt allen Gewerkschaften, aber auch Arbeitnehmerlisten und den einzelnen Arbeitnehmer/innen das Recht, sich als Kandidaten/innen für die Betriebsratswahl aufzustellen. Es gibt keine\“guten DGB´ler\“einerseits und andererseits die\“anderen nicht empfehlenswerten Vorschläge\“. Es gibt in Deutschland nicht nur die DGB-Gewerkschaften, sondern viele andere Gewerkschaften, die sich im Christlichen Gewerkschaftsbund Deutschlands (CGB), im Deutschen Beamtenbund (DBB) oderüberhaupt nicht in einem gewerkschaftlichen Dachverband organisieren. Und darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von Arbeitnehmern/innen, die nicht auf einer Gewerkschaftsliste kandidieren wollen.\“Sie alle haben Anspruch darauf, dass ihr Engagement gleichermaßen gewürdigt wird.
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