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Baltic Sea Region Hackathon 2026: Grenzüberschreitende Innovation für eine sichere Zukunft

 

Wie können freie und sichere Gesellschaften auch in einer Welt voller Krisen und Unsicherheiten bestehen? Eine Frage, die sich nicht nur die Weltpolitik stellt, sondern auch die Studierenden, die zum diesjährigen Baltic Sea Region Hackathon vom 2. bis 5. Juli 2026 nach Lübeck gekommen sind. Es ging um kreative Lösungsansätze realer Probleme, aber auch um den Austausch, das Miteinander und die ein oder andere neue Freundschaft.Kulturwissenschaftlerin, Informatikerin oder Programmierer: Am Donnerstag, dem 2. Juli 2026, trafen die insgesamt 44 Teilnehmenden des #b_hack aus dem gesamten Ostseeraum zum ersten Mal aufeinander. Ein Kennenlernabend mit Blick auf die Trave, kühlen Getränken und ofenfrischer Pizza.„Ich war im letzten Jahr auch schon dabei“, sagt Louise Coram aus Neuseeland, die sich aktuell in Schweden aufhält. „Ich habe immer noch Kontakt zu meinem Team“, sagt sie. Es gäbe eine Chatgruppe, in der sich die Studierenden weiterhin austauschen – über die Ländergrenzen hinweg. Fünfvon sechs aus dem Team des vergangenen Jahres sind auch 2026 wieder in Lübeck, nur aufgeteilt in unterschiedliche Gruppen. Warum noch einmal Teil des Hackathons sein? „Um das Gehirn aktiv zu halten“, sagt die Studentin aus dem Bereich Environmental Politics.Neu kennengelernt hat sie an diesem Abend Paula Pāvila aus Lettland, mit der sie sich in den kommenden Tagen mit dem Thema Fake News beschäftigen wird. Paula Pāvila ist zum ersten Mal dabei. Sie erfuhr über einen Kollegen, dass es diese Veranstaltung gibt. Die Studentin der Intercultural Relations kommt aus Riga und hat sich bereits im Vorfeldviel mit dem Thema Fake News und politischen Aktivismus beschäftigt. „Wir sind nicht alle Programmierer, aber ich glaube, das kann das Spannende sein“, sagt sie.Baltic Sea Region Hackathon: Ein Problem, mehrere PerspektivenUnd genau darum geht es beim Hackathon: ein Thema, ein Problem, mehrere Blickwinkel, ein Lösungsansatz. Die Teams aus bis zu sieben Studierenden wurden im Vorfeld so gemischt, dass möglichst viele Fachrichtungen zusammenkommen.Am Freitag und Samstag hieß es dann: ran an die Arbeit. Die 44 Studierenden wurden auf insgesamt sieben Tracks verteilt, die sich jeweils mit einer anderen Fragestellung rund um das Thema „Freie und sichere Gesellschaften – Zusammenarbeit in schwierigen Zeiten“ beschäftigten.Studierende beschäftigen sich mit realen geopolitischen Problemen„In geopolitisch angespannten Zeiten braucht es mehr denn je Austauschformate, die unsere demokratischen Grundwerte unterstreichen und in denen insbesondere junge Menschen aus verschiedenen Nationen gemeinsam an innovativen Themen arbeiten“, sagt Guido Wendt, Staatssekretär im Ministerium fürAllgemeine und Berufliche Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur in Schleswig-Holstein. „Der Baltic Sea Region Hackathon kombiniert dies in einer wunderbar kreativen und positiven Atmosphäre an der TH Lübeck und unterstreicht, wie wichtig uns die Förderung digitaler Innovationen und grenzüberschreitende Zusammenarbeit sind.“„Technologie kann Fake News entlarven, Angriffe besser einordnen und Resilienz stärken. Genau dafür entwickeln junge Tech-Talente beim Baltic Sea Region Hackathon Lösungen – für eine Ostseeregion, die zusammenhält, frei bleibt und sicherer wird“, sagt Cornelia Schmachtenberg, Ministerin für Landwirtschaft, ländliche Räume, Europa und Verbraucherschutz.Ein Thema: Freiheit und Sicherheit– auch bei AuslandsaufenthaltenFür die Studierenden Ruzimuhammad Babaev aus Lettland, Yudi Cheng aus Deutschland, Szymon Gorny aus Polen, Shivang Gupta aus Finnland, Bernd Ole Heinrich aus Deutschland, Karolina Vapper aus Estland und Jiayi Gong aus Deutschland ging es konkret mit den Themen Freiheit und Sicherheit in die Arbeitstage. Beide Themen sind höchst individuell, je nach Privatleben, Vorlieben und Erfahrungen.Was im eigenen Land erlaubt ist, kann in einem anderen mit hohen Strafen einhergehen. Freiheit und Sicherheit sind nichtübertragbar. Die Studierenden der Gruppe sechs „Liberty and Security Dashboard“ haben zum einen relevante Aspekte von Freiheit und Sicherheit für verschiedene Gruppen identifiziert und sich gleichzeitig mit der Möglichkeit einer Plattform auseinandergesetzt, die alle relevanten Informationender unterschiedlichen Länder auf einen Blick bereithält und miteinander vergleichen kann.Während sie die Bilder ihre Präsentation – mit der sie einen Panda auf große Reise schickten – mit KI gestalteten, ist genau diese kein Teil der Plattform: „Wir wollen Fake News und Halluzinationen vermeiden“, sagt einer der beiden Präsentatoren. Genau das ist auch der Grund, warum alleQuellen zu den Informationen der Plattform einsehbar sind. Freiheit und Sicherheit bedeuten eben auch sichere Informationsquellen.Platz eins beim Hackathon 2026:„Liberty an Security Dashboard“„Es ist beeindruckend, wie junge Menschen in so kurzer Zeit mit Problemen umgehen und Lösungen finden, die geopolitisch höchst relevant sind“, sagt Gustav Lindström, Generaldirektor des Ostseerates (CBSS).Mit dem„Liberty and Security Dashboard“ haben die Studierenden die Idee einer Plattform geschaffen, die Informationen über Sicherheit und Freiheit miteinander vergleichen kann und dafür sorgt, dass Studierende bei ihren Überlegungen eine datenbasierte Grundlage haben könnten und Entscheidungen nicht rein aus dem Gefühl heraus getroffen werden. Mit dieser Idee sicherten sie sich am Ende des Hackathons den ersten Platz.Hackathon: Es geht um mehr als nur einen GewinnEs wird allerdings schnell klar, dass ein Sieg nicht das Wichtigste der vergangenen Tage war.„Ich bin sehr inspiriert“, sagt Paula Pāvila. „Ich hatte die Chance, etwas kennenzulernen, das außerhalb meines eigenen Feldes liegt.“ Und ein paar kleinere Programmiertricks seien ebenfalls hängengeblieben „für alltägliche Dinge“.„Ich bin noch einmal sehr gewachsen“, sagt Louise Coram. Zusammen mit Paula Pāvila hat sie die Präsentation zum Thema Fake News gehalten. „Eigentlich mag ich das gar nicht“, sagt sie mit einem Lächeln. Aber sie sei so überzeugt von ihren Ergebnissen, dass sie die Aufgabe gerne auf sich nahm. Sie entwickelten eine Plattform, die auf einen Blick Fakten über politische Versprechen und Parteien liefert und aufzeigen kann, wo die Informationen eigentlich herkommen.Aber es ist nicht nur der Austausch von Wissen, der seine Spuren hinterlässt, sondern vor allem das Miteinander. „Am Anfang waren wir Fremde“, sagt Louise Coram über sich und ihre Zimmerpartnerin. „Jetzt sind wir Freunde.“Über den Baltic Sea Region HackathonBereits zum vierten Mal wurde die Technische Hochschule Lübeck zum Treffpunkt für junge Menschen aus dem gesamten Ostseeraum. Beim Baltic Sea Region Hackathon 2026 arbeiteten 44 internationale Teilnehmende drei Tage lang intensiv an digitalen Lösungen für reale gesellschaftliche Herausforderungen. Vom 2. bis 5. Juli entwickelten sie in sieben thematischen Tracks kreative und innovative Lösungen für eine sichere und freie Gesellschaft.Organisiert und finanziert wird der Hackathon vom Land Schleswig-Holstein in Zusammenarbeit mit dem Ostseestaatenrat (CBSS) und der Technischen Hochschule Lübeck (TH Lübeck).

Posted by on 6. Juli 2026.

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Categories: Allgemein

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