Ausbeutung statt Ausbildung: Kampf gegen gefährliche Kinderarbeit stagniert / SOS-Kinderdörfer zum Internationalen Tag gegen Kinderarbeit am 12. Juni

Kinder sind großen Sicherheits- und Gesundheitsrisiken ausgesetzt
Kinderarbeit ist größtenteils informell. Dabei können die sonst geltenden Arbeitsschutzmaßnahmen leicht umgangen werden. So gehen Kinder ohne Schutzausrüstung mit giftigen Chemikalien und schweren Maschinen um, viele arbeiten nachts. Gefährliche Kinderarbeit kann sich entwicklungshemmend und gesundheitsschädlich auswirken.
Branchen, in denen Kinder risikoreiche Arbeit leisten
– Weltweit arbeiten die meisten Kinder in der Landwirtschaft, etwa auf Kaffee-, und Baumwollplantagen in Subsahara-Afrika. Laut UN sind mit einem Anteil von 68 Prozent in keinem anderen Sektor so viele Kinder der jüngsten Altersgruppe (5-11 Jahre) tätig. Viele stammen aus einkommensschwachen Kleinbauernfamilien, die Kinder müssen von klein auf ihren Beitrag leisten. Nirgends sonst gibt es so viele in der Landwirtschaft arbeitende Kinder wie in Subsahara.
– Die Dienstleistungsbranche ist der zweitgrößte Kinderarbeit-Sektor. Müllsammeln oder Hausarbeit in Privathaushalten zählen dazu, aber auch kommerzielle sexuelle Ausbeutung. Laut Philippinischem Statistikamt arbeiten auf den Philippinen die meisten Kinder im Dienstleistungssektor. Der Inselstaat gilt als Zentrum für die Produktion von digitalem Content zu sexuellem Kindesmissbrauch. Gemäß Schätzungen sind über die Hälfte aller philippinischen Kinder digitalem Missbrauch ausgesetzt.
– In der Industrie findet Kinderarbeit im Bauwesen und im Bergbau statt. Kinder tauchen in Sümpfen nach Gold oder schlagen Mineralien aus Gesteinen. In der Demokratischen Republik Kongo, eines der ärmsten Länder, schürfen zehntausende Kinder in informellen Minen nach Kobalt.
So helfen die SOS-Kinderdörfer
Die SOS-Kinderdörfer engagieren sich weltweit für den Schutz von Kindern vor ausbeuterischer Arbeit. Mit Aus- und Weiterbildungs-Maßnahmen sowie mit Mikrokrediten werden Eltern befähigt, eigenständig für ihre Familien zu sorgen, so dass ihre Kinder zur Schule gehen können. Sind Familien nichtin der Lage, den Schulbesuch zu ermöglichen, übernehmen die SOS-Kinderdörfer die Schulgebühren. In Workshops werden Kinder, Familien und Gemeinden für Kinderrechte sensibilisiert.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an:
Boris Breyer
Pressesprecher SOS-Kinderdörfer weltweit
Tel.: 0160 – 984 723 45
E-Mail: boris.breyer@sos-kd.org
www.sos-kinderdoerfer.de
Original-Contentvon: SOS-Kinderdörfer weltweit e.V., übermittelt durch news aktuell
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