Aus der Teststrecke wird ein 33.000 km Backbone von morgen / Niedax Group und Netz 33 GmbH stärken Deutschlands digitale Resilienz

Die Strecke verbindet reale Langstreckenbedingungen mit modernster Technologie und richtet den Fokus konsequent auf Sicherheit, Resilienz und hochperformante Datenübertragung. Sie ist damit mehr als ein Testfeld: Sie ist der erste konkrete Baustein für ein künftiges bundesweites 33.000 Kilometer langes digitales Rückgrat (Backbone), entlang deutscher Bahntrassen.
Mit der Teststrecke, die die Orte Jüterbog, Falkenberg (Elster) und Lutherstadt Wittenberge verbindet, schafft Netz 33 eine praxisnahe Umgebung, in der Nutzer ganz konkret erfahren können, wie ein sicheres, resilientes und hochverfügbares Netz auch in Krisen- und Störungsszenarien funktioniert. Mehr noch. In dieser realitätsnahen Entwicklungs- und Erprobungsumgebung, ist es Interessenten erstmals möglich, auch individuelle Anwendungen auf Basis modernster Glasfasertechnologie unter echten Betriebsbedingungen zu testen und weiterzuentwickeln.
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder begrüßte während der Veranstaltung mit Nachdruck die Initiative der Niedax und anderer privater Investoren mit Netz 33 das erste sichere, resiliente und hochleistungsfähige Glasfasernetz in Deutschland aufzubauen:\“Dass eine engagierte Gruppe privater Investoren ohne staatliche Förderung kritische Infrastruktur errichtet, finde ich bemerkenswert. Daher gilt mein Dank all denen, die an dieser Stelle die Initiative für ein hochleistungsfähiges, resilientes und sicheres Glasfasernetz in Deutschland ergreifen. Ihr Beispiel zeigt, dass man mit Unternehmergeist und Vertrauen in die Zukunft des Standortes viel bewegen und einen Mehrwert für die Bürgerinnen und Bürger hier in der Region und ganz Deutschland schaffen kann. Mit dem heutigen Spatenstich stärken wir die Sicherheit und Widerstandsfähigkeit unserer digitalen Infrastruktur.\“
Robert Crumbach, Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, erklärt:\“Dass die ersten Strecken dieses Netzes in Brandenburg realisiert werden, unterstreicht die besondere Rolle unseres Landes. Mit seinem 2.200 Kilometer langen Bahnnetz bietet Brandenburg hierfür hervorragende Voraussetzungen. Auch die Landesregierung verfolgt das Ziel, digitale Infrastruktur gezielt entlang bestehender Verkehrsachsen auszubauen. Vor diesem Hintergrund wird die Verlegung leistungsstarker Glasfaserkabel entlang der Bahntrassen die flächendeckende Versorgung in Brandenburg in ihrer Gesamtheit verbessern. Denn mit dem Aufbau leistungsstarker Datenverbindungen schaffen wir die Grundlage dafür, die Attraktivität auch ländlicher Region gezielt zu steigern. Dies gilt insbesondere für die Ansiedlung von Wirtschaftsunternehmen.\“
Ein Netz, das auch im Krisenfall funktioniert
Angesichts wachsender hybrider Bedrohungen gewinnt digitale Infrastruktur strategisch weiter an Bedeutung. Nach Angaben des Branchenverbandes Bitkom (2025) entsteht der deutschen Wirtschaft durch Diebstahl, Spionage und Sabotage inzwischen ein jährlicher Schaden von fast 300 Milliarden Euro.
\“Um im internationalen Wettbewerb mithalten zu können, braucht Deutschland ein sicheres, resilientes und hochleistungsfähiges digitales Rückgrat. Im Moment gibt es einige Insellösungen, aber kein bundesweit hochvermaschtes Backbone-Netz. Deutschland braucht in unsicheren Zeiten aber ein Netz für die nächste Generation, das auchim Krisenfall funktioniert. Und das bauen wir mit Netz 33. Unser Anspruch und der unserer starken Partner ist ein souveränes Backbone-Netz für Wirtschaft, Staat und kritische Infrastrukturen\“, so Bruno Reufels CEO von Netz 33 und der Muttergesellschaft Niedax Group.
Ein Testbed unter Realbedingungen – offen, skalierbar und zukunftsorientiert
Im Unterschied zu klassischen Laborumgebungen oder rein kommerziellen Netzen bildet die Netz 33-Teststrecke reale Anforderungen eines zukünftigen resilienten Backbone-Netzes ab. Mit einer Gesamtlänge von 130 Kilometern erlaubt sie umfassende Tests zu Signalstabilität, Dämpfung, Redundanz und Netzverhalten unter realen Umweltbedingungen, sogar im Falle von Anschlägen und Sabotage.
Hier können Interessenten unter Realbedingungen und auf Wunsch auch unter Cyber-Angriff-Szenarien ihre zum Teil sehr spezifischen Anwendungen testen. Für Finanzinstitute beispielsweise ist es ein Wettbewerbsvorteil, wenn ein Netz mikrosekunden-kurze Übertragungszeiten ermöglicht. Nur so sind High-Frequency-Trading (HFT) und algorithmische Orders ohne Verzögerungen möglich. Versicherer wiederum wollen sicherstellen, dass ein Netz die Analyse riesiger Datensätze zu Unfallmustern, Wetterrisiken oder Betrugserkennung gewährleistet. Dazu sind sehr hohe Upload-/Download-Raten und niedrige Latenz erforderlich.
Zum Einsatz kommen Glasfasern von Corning auf Basis des internationalen Standards\“ITU G.654.E\“. Diese hochleistungsfähigen Glasfasern bilden die Grundlage des Backbone-Netzes mit mehr als 2 x 288 Fasern und ermöglichen eine Vielzahl von Test- und Anwendungs-Szenarien sowie eine langfristige und zukunftssichere Skalierbarkeit.
Fokus auf Resilienz und kritische Infrastrukturen
Das Projekt Netz 33 adressiert gezielt die steigenden Anforderungen an sichere und ausfallsichere Kommunikationsnetze. Im Kontext regulatorischer Vorgaben wie NIS2 und dem KRITIS-Dachgesetz setzt das Vorhaben neue Maßstäbe für die digitale Resilienz in Deutschland.
Die Teststrecke ist eingebettet in das Gesamtkonzept von Netz 33, das perspektivisch ein bundesweites Glasfasernetz mit rund 33.000 Kilometern Länge, über 10.000 Zugangspunkten und mehr als 300 Ringstrukturen und einer extrem dichten Vermaschung vorsieht. Diese Architektur ermöglicht eine besonders hohe Ausfallsicherheit und flexible Umleitung von Datenströmen im Störungsfall.
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Stefan Suska
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