Anschlag von Magdeburg: Scharfe Kritik von Untersuchungsausschuss an Behörden

Der saudische Arzt Taleb A. war am 20. Dezember 2024 mit einem Pkwüber den Magdeburger Weihnachtsmarkt gerast und hatte sechs Menschen getötet sowie Hunderte verletzt. Derzeit wird Taleb A. deswegen der Prozess gemacht.
Laut dem 110-seitigen Ausschuss-Bericht war eine Verhinderung der Tat\“nur wahrscheinlich, wenn alle Beteiligten ihrer Verantwortung gerecht geworden wären, der Weihnachtsmarkt ordentlich abgesichert gewesen wäre und es ein funktionierendes und gut geübtes Bedrohungs- und Gefährdungsmanagement unter Einbeziehung wichtiger nichtpolizeilicher Institutionen und forensischer Experten gegeben hätte\“, schreibt die MZ.
Der Bericht des Ausschusses weist der Polizei\“Verantwortungsbeiträge\“zu, es habe\“die nötige Übersicht und Durchsetzung von sicheren Gesamtumständen\“gefehlt. Bei der Landesregierung sieht der Ausschuss eine\“gewisse politische Mitverantwortung\“, weil nach dem Anschlag auf den Breitscheidplatz in Berlin 2016 keine\“klareren Regeln für die Zuständigkeiten\“aufgestellt worden seien. Am schärfsten wird jedoch die von Oberbürgermeisterin Simone Borris (parteilos) geführte Verwaltung der Landeshauptstadt Magdeburg kritisiert:\“Die politische Verantwortung ist ganzüberwiegend bei der Stadt Magdeburg zu verorten\“, so der Ausschuss-Bericht. Dem Magdeburger Ordnungsamt wird attestiert:\“Die Kompetenz im Amt war nicht ausreichend.\“
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