Algesiologikum: Mit neuem Qualitätsvertrag die Schmerztherapie bundesweit verbessern

Kontinuität auf hohem Versorgungsniveau
Der Vertrag knüpft unmittelbar an das bestehende hohe Versorgungsniveau der Münchner Tagesklinik an. Während der Qualitätsvertrag bundesweit Standards für eine verbesserte Schmerztherapie definiert, gehören zentrale Elemente dieses Abkommens – wie die enge interdisziplinäre Verzahnung und strukturierte patientenzentrierte Prozesse – im Algesiologikum bereits seit langem zum gelebten Standard.
_\“Wir sehen in diesem Vertrag eine konsequente Fortführung unserer bisherigen Arbeit\“_, betont Dr. med. Marc Seibolt, MBA, Chefarzt der Algesiologikum Tagesklinik für Schmerzmedizin. _\“Da wesentliche Anforderungen des Vertrages bei uns bereits gelebte Praxis sind, können wir unsere Erfahrung aktiv in das Netzwerk einbringen und so dazu beitragen, die schmerzmedizinische Versorgung überregional weiter zu optimieren.\“_
Wissenschaftliche Qualitätssicherung ohne Mehraufwand für Patient*innen
Ein zentraler Aspekt der Kooperation ist die konsequente Nutzung des KEDOQ- Schmerzregisters (Kerndokumentation und Qualitätssicherung) der Deutschen Schmerzgesellschaft. Durch diese datengestützte Qualitätssicherung soll die Identifizierung von Betroffenen erleichtert sowie die Wirksamkeit der Therapien wissenschaftlich evaluiert und transparent gemacht werden.
Besonders vorteilhaft für die Betroffenen: Für die Patientinnen und Patienten entsteht durch die Teilnahme kein Mehraufwand. Die bereits im Rahmen der Therapie routinemäßig ausgefüllten Schmerzfragebögen von Patient*innen die an KEDOQ teilnehmen möchten, werden hierfür künftig in anonymisierterForm in das Register überführt. Das Algesiologikum leistet damit einen wichtigen Beitrag zu einer stärker evidenzbasierten spezialisierten Schmerzmedizin, ohne den Behandlungsablauf für den Einzelnen zu verkomplizieren.
Gesundheitspolitischer Ausblick
Die Teilnahme am Qualitätsvertrag ist auch ein Signal an die Gesundheitspolitik. Angesichts der hohen Prävalenz chronischer Schmerzerkrankungen in Deutschland – von denen rund 23 Millionen Menschen betroffen sind – ist eine strukturelle Stärkung der spezialisierten Versorgung unumgänglich. Diese Kooperation verdeutlicht die gesundheitspolitische Relevanz, der Schmerzmedizin eine stärkere Stimme zu verleihen und die Aufklärung über chronische Schmerzerkrankungen als festen Bestandteil einer zukunftsorientierten Gesundheitsversorgung zu etablieren.
Categories: Allgemein
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