Abschluss des Projekts FEMtential

Im Projektverlauf wurde deutlich: Frauen stellen ein enormes Potenzial für die IT-Branche dar. FEMtential hat dazu beigetragen, dieses Potenzial sichtbar zu machen, gezielt zu fördern und strukturell zu verankern. Dabei ging es nicht nur um die Fachkräftegewinnung, sondern insbesondere um die Weiterentwicklung von Unternehmenskulturen, Rollenbildern und Karrierepfaden. Die Erfahrungen aus dem Projekt zeigen, dass eine wertschätzende und vielfältige Unternehmenskultur entscheidend für Motivation, Innovationskraft und langfristige Wettbewerbsfähigkeit ist – unabhängig von aktuellen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Gerade vor dem Hintergrund sich wandelnder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen wird deutlich, dass resiliente Strukturen und eine Kultur des Lernens und der Vielfalt zentrale Erfolgsfaktoren bleiben.
Praxisnaher Ansatz mit nachhaltiger Wirkung
Über drei Jahre hinweg arbeiteten die beteiligten Unternehmen in unterschiedlichen Formaten zusammen. Trainings, Mentoring, Empowerment-Angebote, Mastermind-Gruppen und der intensive Austausch über Unternehmensgrenzen hinweg schufen Räume für Reflexion, Vernetzung und persönliche Entwicklung. Sie unterstützten die Unternehmen dabei, bestehende Prozesse kritisch zu hinterfragen und konkrete Veränderungen anzustoßen. Die Zahlen des Projekts unterstreichen eindrucksvoll seine Reichweite und Wirkung: Insgesamt 275 Teilnehmende engagierten sich in 115 Veranstaltungen und Formaten, begleitet von sechs Projektmitarbeitenden. Diese intensive Zusammenarbeit zeigt, wie groß das Interesse und die Bereitschaft im IT-Mittelstand sind, Vielfalt aktiv zu gestalten und als Chance zu begreifen.
Seit Projektstart im Jahr 2023 haben sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für IT-KMU spürbar verändert. Themen wie Bürokratie und regulatorische Anforderungen sind stärker in den Fokus gerückt. Gleichzeitig zeigt FEMtential: Langfristige Wettbewerbsfähigkeit basiert nicht allein auf kurzfristigen Marktbedingungen, sondern auf der Fähigkeit, Potenziale zu erkennen, zu fördern und nachhaltig zu nutzen.\“Wir sprechen noch zu selten darüber, welches Potenzial bereits vorhanden ist. Das ist kein Frauenthema. Es ist ein Wettbewerbsthema und Innovationsthema. Und damit ein echtes Zukunftsthema für den IT-Mittelstand\“, bringt es Nele Kammlott, Vorständin des BITMi, auf den Punkt.
Zum Ende des Projekts ist zudem eineBroschüre Vielfalt&Female Empowerment im IT-Mittelstandentstanden, die zentrale Erkenntnisse, Tools und Impulse aus der Projektlaufzeit bündelt, reflektiert und für die weitere Praxis zugänglich macht.
Die Investition in Menschen, ihre Kompetenzen und ihre Potenziale bleibt ein entscheidender Erfolgsfaktor. Vielfalt ist kein kurzfristiges Konjunkturthema: Auch unter sich wandelnden wirtschaftlichen Bedingungen bleiben Chancengleichheit, eine wertschätzende Unternehmenskultur und vielfältige Teams zentrale Faktoren für Innovationsfähigkeit, Motivation und langfristige Wettbewerbsfähigkeit im IT-Mittelstand. Mit dem Abschluss von FEMtential werden diegewonnenen Erkenntnisse und Impulse weitergetragen – verbunden mit der Einladung, die Auseinandersetzung mit Chancengleichheit in der IT-Branche konsequent fortzuführen.
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