3sat-Wissenschaftsformateüber Männlichkeit auf Abwegen
Was tun gegen den Social-Media-Trend Frauenhass?
Rollenbilder sind unklar ? das macht das Ideal des dominanten Alphamanns für viele verführerisch. 40 Prozent der jungen Männer glauben, mehr Rechte zu haben als Frauen, jeder Dritte hält Gewalt gegen Frauen für gerechtfertigt. Forschende führen den aktuellen Backlash vor allem auf Verunsicherung und Orientierungslosigkeit unter Männern zurück. Angebote wie das Kölner Männerseminar\“Warrior Spirit\“sollen einen Raum schaffen, in dem Männer Stärke, Kraft und Aggressionen reflektieren können. Der Psychologe Oliver Schultheiss erforscht den Einfluss von Testosteron – und findet keine Belege dafür, dass männliche Gewalt biologisch zwangsläufig ist. Sein Zürcher Kollege Markus Theunert warnt:\“Wir dürfen als Gesellschaft das Feld nicht Figuren wie Andrew Tate überlassen, sondern müssen selbst Lösungsansätze bieten.\“Der selbst ernannte britisch-amerikanische Alphamann Tate ist einer der erfolgreichsten und bekanntesten Frauenhasser im Netz. Die Kölner Bildungsinitiative\“Detox Identity\“setzt im Kampf dagegen auf Aufklärung an Schulen und thematisiert fragwürdige Rollenbilder und Geschlechtermythen. Das Online-Theater-Projekt\“Hacking the Manosphere\“in Düsseldorf will verunsicherte Jugendliche erreichen und zum Umdenken bewegen. Die Botschaft: Patriarchale Muster schaden nicht nur Frauen – auch Männer selbst leiden darunter.
Männer und ihre Rollenbilder
Viele junge Männer suchen Orientierung in sozialen Medien – und stoßen dort auf Influencer, die autoritäre Männlichkeitsideale und traditionelle Frauenbilder verherrlichen. Untersuchungen zeigen: Dieser Backlash ist oft politisch motiviert und gesteuert. Sogenannte Alpha-Male-Narrative transportieren rechtspopulistische bis rechtsextreme Ideologien – oft verbunden mit der Verklärung von Stärke, Dominanz und Gewalt. Gleichzeitig wächst das wissenschaftliche und gesellschaftliche Interesse an neuen Männlichkeitsbildern – geprägt von emotionaler Intelligenz, Gefühlen, Gleichberechtigung und neuen Identitätsformen. Wie lassen sich diese gegensätzlichen Entwicklungen erklären? Wie kann es gelingen, ein gesellschaftliches Klima zu schaffen, in dem sich neue männliche Rollenbilder entwickeln können – ohne ideologische oder politische Vereinnahmung? Und welche Rolle spielt dabei das Selbstverständnis der Frauen? Darüber spricht Moderatorin Stephanie Rohde im\“NANO Talk\“mit ihren Gästen: Esther Lehnert, Pädagogin und Professorin an der Alice Salomon Hochschule Berlin, Dieter Lukas, Evolutionsbiologe in der Abteilung für menschliches Verhalten, Ökologie und Kultur am Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig, sowie Björn Süfke,Psychologe und Therapeut.
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Weitere Informationen
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