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Zwischen Chancen und Herausforderungen / Präsidentschaftswahlen in der Ukraine

In der Ukraine wird am Sonntag, den 31. März
2019 ein neuer Präsident gewählt. In Verbindung mit den
Parlamentswahlen im Herbst stehen in dem Land wichtige
Weichenstellungen an. Letzten Prognosen zufolge gilt es als
unwahrscheinlich, dass einer der Kandidaten in der ersten Wahlrunde
die absolute Mehrheit erreicht. Eine Stichwahl am 21. April scheint
sehr wahrscheinlich. Wer auch immer die Wahl gewinnt: Die Ukraine
steht nicht nur politisch, sondern auch wirtschaftlich vor vielen
Herausforderungen.

\“Die Ukraine setzt ihren Erholungskurs fort. Die Nationalbank
rechnet dieses Jahr mit einem Wirtschaftswachstum von 2,5 Prozent.
Doch die sozialen Ungleichgewichte sind hoch, viele Ukrainer
verlassen das Land. Das Wachstumstempo ist zu niedrig, mehr
ausländische Direktinvestitionen wären nötig. Voraussetzung hierfür
sind aber deutliche Verbesserungen bei Korruption und der
Rechtssicherheit\“, so Fabian Nemitz, Ukraine-Experte bei Germany
Trade & Invest (GTAI) in Kiew.

Immerhin befinden sich die öffentlichen Finanzen auf
Konsolidierungskurs. Die Staatsverschuldung ist 2018 auf 63 Prozent
des BIP gesunken, nachdem sie im Jahr 2017 noch bei 72 Prozent lag.
Auch die Ende 2018 wieder aufgenommene Zusammenarbeit mit dem IWF
trägt erste Früchte. Die Währungsreserven sind auf einen mehrjährigen
Höchststand gestiegen, der Wechselkurs ist stabil. Die Weiterführung
der Kooperation wird auch nach der Wahl entscheidend sein, sonst
könnte schnell eine neue Währungs- und Finanzkrise drohen, da 2019
und 2020 hohe Rückzahlungen von Auslandsschulden anstehen.

Nemitz nennt weitere Lichtblicke: \“Die Landwirtschaft hat 2018
eine Rekordernte erzielt. Über 70 Millionen Tonnen Getreide sind ein
historischer Höchststand. Der IT-Sektor wächst rasant. Aus Sicht der
Unternehmen besonders positiv: IT-Fachkräfte arbeiten häufig als
Selbständige und zahlen nur fünf Prozent Einkommensteuern. Dies hat
die Abwanderung von Fachkräften aus dem Sektor gestoppt. Erneuerbare
Energien boomen ebenfalls, immer mehr ausländische Firmen investieren
in den Bau von Wind- und Solarparks.\“ Viele Unternehmen, darunter
zahlreiche deutsche Kfz-Zulieferer, haben in den vergangenen Jahren
vor allem in der Westukraine Werke eröffnet. Schon heute stehen
Kfz-Teile und Kfz-Elektronik für rund ein Viertel der ukrainischen
Exporte nach Deutschland.

Weitere Informationen zur Ukraine unter: www.gtai.de/ukraine

Germany Trade & Invest (GTAI) ist die
Wirtschaftsförderungsgesellschaft der Bundesrepublik Deutschland. Die
Gesellschaft informiert deutsche Unternehmen über Auslandsmärkte,
wirbt für den Wirtschafts- und Technologiestandort Deutschland und
begleitet ausländische Unternehmen bei der Ansiedlung in Deutschland.

Pressekontakt:
Esad Fazlic
T +49 (0)30 200 099-151
esad.fazlic@gtai.com

http://twitter.com/gtai_de
http://youtube.com/gtai

Original-Content von: Germany Trade and Invest, übermittelt durch news aktuell

Posted by on 29. März 2019.

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