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ZVO im politischen Austausch zur Energiewende

 

Jens Geier, SPD-Abgeordneter im EU-Parlament, besuchte Mitte Januar 2026 Lars Baumgürtel, ZVO-Vorstandsmitglied und Geschäftsführer der ZINQ-Gruppe, am Standort Gelsenkirchen. Im Rahmen einer umfassenden Betriebsbesichtigung erhielt er detaillierte Einblicke in die industrielle Praxis der Oberflächentechnik und die besonderen energiepolitischen Herausforderungen energieintensiver mittelständischer Unternehmen.

Im Anschluss an den Rundgang fand ein intensiver politischer Austausch statt. Der ZVO war dabei neben Lars Baumgürtel durch Lukas Hanstein, ZVO-Leiter Politik, vertreten. Ergänzt wurde die Runde durch Wolfgang Jung vom Klimahafen Gelsenkirchen. Zentrales Thema des Gesprächs war die Energieträgerkopplung als realistischer und praxisnaher Ansatz für das Gelingender industriellen Energiewende.

Einigkeit bestand darin, dass die Transformation der Energieversorgung in der Industrie nur dann erfolgreich sein kann, wenn sie unternehmensspezifisch, technologieneutral und wirtschaftlich tragfähig ausgestaltet wird. Für viele Betriebe des industriellen Mittelstands ist eine duale Energieversorgung aus Strom und Gas unverzichtbar – sowohl aus Gründen der Versorgungssicherheit als auch mit Blick auf Kostenstabilität und Prozessanforderungen.

Aus Sicht des ZVO sind hierfür insbesondere drei Punkte entscheidend:

Erhalt der bestehenden Gasinfrastruktur als Rückgrat einer verlässlichen Energieversorgung in der Transformationsphase,

bedarfsgerechter Ausbau der Netze, orientiert an realen industriellen Lastprofilen,

Anreize zur Flexibilisierung auf Nachfrageseite, um industrielle Prozesse systemdienlich und wirtschaftlich einbinden zu können.

Die Gespräche machten deutlich, dass die Oberflächentechnik eine Schlüsselrolle bei der Energiewende einnimmt. Sie ist unverzichtbar für zahlreiche industrielle Wertschöpfungsketten – vom Korrosionsschutz über funktionale Beschichtungen bis hin zu Anwendungen in Energie-, Mobilitäts- und Zukunftstechnologien. Gleichzeitig ist sie selbst auf eine sichere, bezahlbare und flexible Energieversorgung angewiesen.

Der ZVO nutzt solche Vor-Ort-Termine gezielt, um politischen Entscheidungsträgern die Realität industrieller Prozesse näherzubringen und praxisnahe Lösungsansätze in die energiepolitische Debatte einzuspeisen. Der Austausch in Gelsenkirchen hat erneut gezeigt, wie wichtig der direkte Dialog zwischen Politik und Industrie ist, um die Energiewende wettbewerbsfähig, mittelstandsfreundlich und umsetzbar zu gestalten.

Der ZVO wird den Dialog auf europäischer und nationaler Ebene weiter intensivieren und sich weiterhin für eine realistische Ausgestaltung der Energiewende im Interesse seiner Mitgliedsunternehmen einsetzen.

Posted by on 9. Februar 2026.

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Categories: Allgemein

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