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Wulff Aengevelt: „Mehrwertsteuersenkung ohne Effekte für Privatimmobilienbereich!“

 

Ab dem ersten Juli 2020 wird die gesetzliche Mehrwertsteuer für zunächst ein halbes Jahr um drei Prozentpunkte von 19 Prozent auf 16 Prozent gesenkt. Selbstverständlich gibt unser Haus diese temporäre Mehrwertsteuersenkung an Privatkunden weiter. Hier bestehen auch gar keine Freiheitsgrade, denn der geltende Mehrwertsteuer-Satz ist anzuwenden.

Die Frage ist vielmehr: Was bringt die Steuersenkung für Erwerber von Privatimmobilien? Nehmen wir zur Beantwortung der Einfachheit halber als Bundesdurchschnitt einen Kaufpreis von 450.000 Euro an, egal, ob Eigentumswohnung oder Einfamilienhaus.
Danach ergibt sich durch die Steuersenkung eine Ersparnis von 810 Euro, die nach der anstehenden Provisions-Neuregelung zukünftig durch Käufer und Verkäufer zu teilen ist, also 405 Euro pro Partei.

Auch wenn der Steuerspartrieb einer der letzten ist, der den Menschen abhandenkommt: Deswegen geht kein einziger bisher Zögernder zum Notar! Für alle anderen ist es ein “nice to have“.

Wenn der Gesetzgeber intendiert, mit dieser Reduzierung eine Kaufwelle im Privatimmobilienbereich in Gang zu setzen, bleibt nur das Fazit: Wirtschaftlich totaler Fehlschlag!

Was bleibt, ist der Show-Effekt mit Symbolcharakter: Steuersenkungen in schweren Zeiten und dafür bedanken und verbeugen sich dann alle brav Richtung Berlin.

Posted by on 29. Juni 2020.

Categories: Bilder, Vermischtes

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